Linda Zaiane

Referentin Kinderrechte

030 - 308693-66
Herzstück des Deutschen Kinderhilfswerkes

Unsere Arbeit zu Kinderrechten

Die Kindheit. Ein Sammelsurium voll prägender Erlebnisse, intensiver Erfahrungen, überschäumender Emotionen und wilder Ausgelassenheit. Wie die ersten Jahre eines Menschen verlaufen, so entwickelt sich der Mensch.

Zur Kindheit gehören eine bestmögliche Gesundheitsversorgung, ein Dach über dem Kopf, eine gewaltfreie Erziehung, Mitbestimmung bei Entscheidungen und noch viel mehr. All das wird durch die Kinderrechte garantiert, die in der 1989 verabschiedeten und von fast allen Ländern weltweit ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention zusammengefasst sind.

Die Konvention basiert auf vier Grundprinizipien: dem Recht auf Gleichbehandlung, dem Recht auf Leben und persönliche Entwicklung sowie dem Vorrang des Kindeswohls und dem Recht auf Beteiligung und Meinungsfreiheit. Mit diesen Kinderrechten haben wir ein wichtiges und besonderes Dokument für den Schutz, die Förderung und die Beteiligung der kleinsten Mitglieder unserer Gesellschaft.

Das Herzstück unserer Arbeit ist die Kinderpolitik. Dazu gehört, dass wir immer wieder die Umsetzung der Kinderrechte einfordern von der Regierung, von der Wirtschaft, von Institutionen oder von Einzelperson und die Gesellschaft motivieren, sie im Alltag als eine Selbstverständlichkeit zu leben. Überall in Deutschland. Das bedeutet konkret:

1. Förderung von Projekten

Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert bundesweit rund 500 Kinder- und Jugendprojekte pro Jahr, die sich direkt vor Ort für Kinder und die Umsetzung der Kinderrechte engagieren – eben dort, wo es nötig und sinnvoll ist.

Wie zum Beispiel beim Bremer „Urban Gardening“-Projekt, bei dem erwachsene Anwohner mit Kindern und Jugendlichen einen öffentlichen Platz liebevoll zu einem allseits nutzbaren Treffpunkt umgestalten. Hierbei werden verschiedene Kinderrechte und wichtige Erfahrungswerte vermittelt, wie Kinderbeteiligung, das Recht auf Spiel, die Gestaltung des eigenen Lebensraumes und das Verständnis der verschiedenen Generationen füreinander.

2. Umsetzung eigener Projekte

Analog zu unseren Schwerpunktthemen Überwindung von Kinderarmut, Beteiligung von Kindern, Vermittlung von Medienkompetenz, Spiel und Bewegung sowie Kinderkultur setzen wir viele eigene Projekte, Aktionen und Maßnahmen um, die sich unterschiedlichen kinderrechtlichen Schwerpunkten widmen. Dazu gehören beispielsweise:

All unsere Projekte, Aktionen und Maßnahmen dienen dazu, die Kinderrechte in der Gesellschaft bekannter zu machen und tiefer zu verankern sowie ihre aktive Umsetzung zu fördern.

3. Lobby- und Netzwerkarbeit für Kinder

DAX-Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Energieunternehmen, Autohersteller, Banken, Versicherungen – sie alle haben eine Lobby. Nur Kinder nicht. Die Kleinsten in unserer Gesellschaft, die eine Lobby am dringendsten bräuchten.

Wir setzen uns in der Politik immer wieder für Kinderinteressen ein und drängen auf ihre Berücksichtigung. Wir veröffentlichen Stellungnahmen zu Anträgen, Gesetzentwürfen des Bundestages und der Landesparlamente, führen Gespräche mit Entscheidungsträger/innen und Politiker/innen oder stellen Forderungen an die Politik. Das Ziel dabei: Die Interessen und Rechte der Kinder und Jugendlichen auf politischer Ebene weiter durchzusetzen und strukturelle gesellschaftliche Veränderungen zum Wohle von Kindern herbeizuführen.

Darüber hinaus ist das Deutsche Kinderhilfswerk in mehreren Bündnissen und Initiativen aktiv. Ein breites Netzwerk stärkt die kinderrechtliche Arbeit in Deutschland und rückt die Belange von Kindern in den Fokus der Öffentlichkeit.

Kinderrechte sind wichtig!

Wer kann diesem Satz schon widersprechen. Doch schöne Worte allein bewirken nichts. Tun Sie etwas. Spenden Sie! Damit helfen Sie, die Kinderrechte zu stärken und Deutschland zu einem Ort zu gestalten, in dem die Bedürfnisse von Kindern im Zentrum stehen.

Jetzt helfen

Ein Aktionsplan für ein kinderfreundliches Deutschland!

Mit diesen Projekten und Maßnahmen ebnet das Deutsche Kinderhilfswerk den Weg für eine stärkere Beachtung der Kinderrechte, für mehr demokratische Kinder- und Jugendbeteiligung und für die Bekämpfung von Kinderarmut. Doch es braucht noch weitere Maßnahmen.

Deswegen fordert das Deutsche Kinderhilfswerk einen Aktionsplan für ein kinderfreundliches Deutschland, der auf der politischen Agenda ganz oben steht. Nur mit einem solchen Plan kann die Lage der Kinder grundlegend verbessert werden. Kernpunkte eines solchen Aktionsplans sollten sein

  • die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz,
  • ein Bundesweites Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut,
  • die strukturelle Verankerung der Kinder- und Jugendbeteiligung,
  • die Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland,
  • die Absenkung der Wahlaltersgrenze,
  • die quantitative und qualitative Stärkung der frühkindlichen Bildung und die Steigerung der Bildungsgerechtigkeit.

Mehr Informationen zum Aktionsplan zu einem kinderfreundliches Deutschland finden Sie hier.

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