Aufbruch für ein kindgerechtes Deutschland

Unsere Kernforderungen

Anlässlich der Bundestagswahl 2021 legt das Deutsche Kinderhilfswerk einen Katalog mit zehn Forderungen für den „Aufbruch in ein kindgerechtes Deutschland“ vor. Jede Woche veröffentlichen wir hier eine neue Forderung. Dabei positionieren wir uns zu Themen wie Kinderarmut, Kinderrechte, Wahlalterabsenkung oder Beteiligung.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, das Wahlalter abzusenken.

Wahlalter absenken für eine starke Demokratie

Wir fordern, das Wahlalter in Deutschland flächendeckend abzusenken, um die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Außerdem lernen Kinder und Jugendliche auf diese Weise frühzeitig, wie Demokratie funktioniert. Mehr dazu in unserem Kernforderungspapier zur Absenkung des Wahlalters.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert: Kinder- und Jugendbeteiligung endlich ernst nehmen

Kinder- und Jugendbeteiligung endlich ernst nehmen

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an sie betreffenden Entscheidungen muss endlich zu einer Selbstverständlichkeit werden. Deshalb sollten verbindliche Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen systematisch ausgebaut und strukturell verankert werden, wie zum Beispiel durch die Einrichtung eines Ständigen Beirates für Kinder- und Jugendbeteiligung bei der Bundesregierung. Mehr dazu in unserem Kernforderungspapier zum Recht auf Beteiligung.

Studie "Eine Stadt – getrennte Welten?" der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Deutschen Kinderhilfswerk

Kinderarmut in Deutschland besiegen

Das strukturelle Problem der Kinderarmut muss endlich nachhaltig beseitigt werden. Laut Statistischem Bundesamt geben reiche Familien dreimal mehr für den Lebensunterhalt und die Teilhabe ihrer Kinder aus als arme. Wir fordern daher u.a. die Einführung einer Kindergrundsicherung in Höhe von 695 Euro für jedes Kind direkt nach der Bundestagswahl. Mehr dazu in unserem Kernforderungspapier zu gleichen Teilhabechancen für armutsbetroffene Kinder.

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich dafür ein, dass die Kinderrechte mit ins Grundgesetz aufgenommen werden.

Kinderrechte ins Grundgesetz!

Die Kinderrechte müssen endlich im Grundgesetz verankert werden. Sie sind ein unverzichtbarer Baustein, um kindgerechtere Lebensverhältnisse und bessere Entwicklungschancen für alle Kinder zu schaffen, ihre Rechtsposition deutlich zu stärken, und Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen. Mehr dazu in unserem Kernforderungspapier Kinderrechte ins Grundgesetz.

Kinderrechte im EU-Migrations- und Asylpaket konsequent verankern!

Gleiche Rechte für alle Kinder

Wir fordern die rechtliche Gleichstellung von Flüchtlingskindern in Deutschland direkt nach der Bundestagswahl. In der derzeitigen Flüchtlingspolitik mangelt es insbesondere an der Berücksichtigung des Kindeswohls und einem gleichberechtigten Zugang zu grundlegenden Kinderrechten wie Bildung und Gesundheit für geflüchtete Kinder. Mehr dazu in unserem Kernforderungspapier Kindeswohl geflüchteter Kinder.

Das Deutsche Kinderhilfswerk, der ökologische Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) haben eine Umfrage zum Thema „Sicherer Schulweg“ veröffentlicht.

Kinderfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung

Auch die Stadt- und Verkehrsplanung hat sich laut UN-Kinderrechtskonvention am Vorrang des Kindeswohls zu orientieren. Daher fordern wir unter anderem, dass Kinder und Jugendliche an den Erneuerungsprozessen ihrer Stadtteile beteiligt werden, ebenso wie Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts sowie die erleichterte Möglichkeit der Einrichtung von Schulstraßen und temporären Spielstraßen. Mehr dazu in unserem Kernforderungspapier Kinderfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung.