Claudia Neumann

Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendbeteiligung

030 - 30 86 93 - 55
Jetzt für Aktionstage im September anmelden!

"Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"

Der 22. September ist jedes Jahr der „Zu Fuß zur Schule“-Tag, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. An diesem Tag werden Kinder aufgefordert sich zu bewegen – also zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller zur Schule zu kommen. Auch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, sowie Erzieherinnen und Erzieher sollen mitmachen und an diesem Tag das Auto stehen lassen. Um Kinder und Erwachsene zum zu Fuß gehen zu ermutigen, iniitieren wir mit dem Aktionsbündnis "Zu Fuß zur Schule" jährlich die Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten". Dieses Jahr vom 19. September - 30. September.

Die Aktionstage richten sich gezielt an Grundschulen und Kindergärten, die mit einer eigenen, selbständig umzusetzenden, Aktion teilnehmen können. Anregung dafür finden sie auf unserer Webseite. Ihre jeweiligen Aktionen können sie auf der Webseite eintragen und so an unserem Wettbewerb teilnehmen. Die drei besten Ideen können tolle Preise gewinnen!

Durch die Aktion gewinnen Kinder mehr Sicherheit im Straßenverkehr und können neue Spielmöglichkeiten im Umfeld ihrer Schule oder Kita entdecken. Sie werden selbstständig, machen eigene Erfahrungen und haben das Erfolgserlebnis, den Weg selbst geschafft zu haben. Auch die Eltern müssen lernen, ihren Kindern wieder mehr zuzutrauen.

So können Sie mitmachen

Schulen und Kitas können sich auf unserer Webseite für die Aktion anmelden und dazu gleich Materialien wie Poster, Schnapparmbänder oder Luftballons bestellen: www.zu-fuss-zur-schule.de

Prominente Unterstützung für die Aktionstage

Bekannte Persönlichkeiten unterstützen "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" und erklären, warum sie sich für die Aktion einsetzen.

Karin Prien – Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Schirmherrin der Aktion 

"In der kindlichen Entwicklung spielt Bewegung eine entscheidende Rolle. Dem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen, ist für ein gesundes Aufwachsen von Kindern elementar. Daher sollte jede Gelegenheit genutzt werden, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Der Weg zur Schule oder zum Kindergarten ist dafür perfekt geeignet. Die Strecken sind meist relativ kurz. Und mit anfänglicher Begleitung durch Erwachsene oder ältere Kinder können sie in der Regel problemlos zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zurückgelegt werden. So starten Kinder aktiv in den Tag und können den Weg gemeinsam mit Freunden oder der Familie erleben. Und nur so werden wir es schaffen, die allmorgendliche Auto-Rushhour vor den Eingangstoren unserer Bildungseinrichtungen in den Griff zu bekommen.

Die Aktionstage 'Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten' zeigen mit vielfältigen Aktionsideen die Alternativen zum Elterntaxi auf und machen deren Vorteile für Kinder und Eltern erlebbar. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern befähigt die Kinder zur eigenständigen Teilnahme am Straßenverkehr. Die Aktionstage ermutigen Kinder, sich ihren Aktionsraum zunehmend eigenständig zu erobern. Laufbusse oder -gemeinschaften entlasten zudem die Eltern mit ihrem eng getakteten Tagesablauf: Ein Gewinn für alle Beteiligten. Als Schirmherrin freut es mich deshalb sehr, wenn sich möglichst viele Schulen und Kindergruppen an den diesjährigen Aktionstagen beteiligen. Ich wünsche allen Kindern auf ihrem Weg zur Schule oder in den Kindergarten eine bewegte Zeit mit vielen schönen Begegnungen."

Enie van de Meiklokjes - Moderatorin und Botschafterin der Aktionstage

„Es gibt bei eigentlich jedem Wetter fast nichts Schöneres, als den Tag mit ein bisschen Bewegung draußen an der frischen Luft zu starten. Und genau deshalb sollten Kinder möglichst zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller zur Schule oder in den Kindergarten kommen und eben nicht mit dem Elterntaxi. Laufen, radeln und rollern macht viel Spaß und gesund ist es auch noch. Denn es stärkt die Abwehrkräfte und beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor. Zudem können die Kinder auf dem Schul- oder Kitaweg gemeinsam mit ihren Freundinnen und Freunden vieles erleben und besprechen, Quatsch machen und lachen. Sie nehmen ohne Elterntaxi ihre Umgebung bewusster wahr und lernen, sich selbstständig im Verkehr zu bewegen. Das lernen sie nicht auf der Rückbank im Auto.“

Videobotschaft von Enie van de Meiklokjes

Sarah Alles - Schauspielerin

"Ich hatte das große Glück, dass Kindergarten, Schule und Hort von meinem Zuhause fußläufig erreichbar waren. Und so bin ich fast jeden Morgen gelaufen, später bin ich dann auch öfter Rad gefahren. Für mich war das ein super Start in den Tag. Die Bewegung am Morgen half mir, in den Schulstunden stillzusitzen. Ich erinnere mich an Schneeballschlachten, blühende Kirschbäume und Geheimnisse, die ich auf dem Weg mit meinen Freundinnen austauschte - das sind tolle Erinnerungen, die ich auch allen anderen Kindern für ihren morgendlichen Schulweg wünsche!"

Regina Halmich - Boxweltmeisterin und Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes 

"Die Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" zielen darauf ab, dass Kinder nicht mit dem Elterntaxi bis vor das Schultor chauffiert werden, sondern den Schulweg möglichst eigenständig zurücklegen. In Begleitung von Freundinnen und Freunden macht das ja viel mehr Spaß, als auf dem Rücksitz im Auto die Welt an sich vorbeiziehen zu sehen. Und es sorgt vor allem schon vor dem Schulbeginn für mehr Bewegung im Alltag. Davon können die Kinder doch gar nicht genug bekommen, denn Bewegung tut Körper und Geist unheimlich gut, kommt bei Schulkindern aber leider viel zu häufig zu kurz.

Darüber hinaus zielen die Aktionstage darauf ab, dass unsere Städte kinderfreundlicher gestaltet werden und die Verkehrsplanung mehr Rücksicht auf die jungen Menschen nimmt. Als Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes und Engagierte für die Rechte der Kinder kann ich dieses Anliegen daher aus vollem Herzen unterstützen."

Darum geht es bei den Aktionstagen

  • Klar: Wer teilnimmt, kommt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Rollerzur Schule oder in den Kindergarten. Darüber hinaus können die teilnehmenden Einrichtungen weitere Projekte zu dem Thema veranstalten.
  • Schülerinnen und Schüler, Klassen oder auch ganze Schulen oder Kindergärten erhalten auf unserem Aktionsplakat Tipps und Anregungen zur Teilnahme.
  • Kostenlose Aktionsplakate sowie weiteres kostenpflichtiges Material wie zum Beispiel Straßenbanner können bei den Initiatoren bestellt werden.
  • Auf der Homepage www.zu-fuss-zur-schule.de erhalten alle Teilnehmenden viele Tipps und Ideen zur Teilnahme an den Aktionstagen.
  • Die Projekte können von den Schulen bzw. Klassen vor den Aktionstagen für alle sichtbar auf der Homepage eingetragen und dargestellt werden. Nach Projektende kann dort auch die Durchführung des Projekts dokumentiert werden.
  • Auf Anfrage können sich die Teilnehmenden vor Ort bei ihrer Pressearbeit unterstützen lassen.
  • Die besten Projekte werden mit Angabe der Einrichtung auf dem Aktionsposter des Folgejahres vorgestellt.

Warum zu Fuß laufen für Kinder so wichtig ist

Wer läuft, hat´s besser: Kinder gewinnen Sicherheit im Straßenverkehr, entdecken auf ihrem Schul- oder Kindergartenweg oftmals schöne Plätze, die ihnen im Auto entgangen wären und bevor in der Schule stundenlanges Sitzen angesagt ist, kann sich richtig ausgezappelt werden. Dazu jede Menge Spaß und das Gemeinschaftsgefühl, zusammen teilzunehmen und gemeinsam zu laufen.

Eltern wiederum können sich davon überzeugen, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen, wenn sie selbstständig die Schulwege zurücklegen und sparen sich außerdem morgens Stress und Zeit. Sollte die Schule für einen kompletten Fußmarsch zu weit weg liegen, können Kinder auf Parkplätzen in Schulnähe abgesetzt werden und das letzte Stück Weg zu Fuß zurücklegen, nach dem liebenswerten Motto „Kiss & Go“. Selbstverständlich sind auch Eltern, Lehrkräfte und Kindergarten-Erziehende aufgerufen, das Auto stehen zu lassen. So hilft die Aktion ganz nebenbei, das Verkehrschaos vor Schulen zu minimieren und einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Langfristig verfolgen wir mit der Aktion das Ziel, nicht nur Kinder an den Straßenverkehr anzupassen, sondern vor allem den Straßenverkehr kinderfreundlicher zu gestalten. Als Teil des Kidical Mass – Aktionsbündnisses unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk die Forderung einer Reform des Straßenverkehrsrechts: Das neue Straßenverkehrsgesetz muss erstens die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und Vision Zero – null Verkehrstote – zum Ziel haben. Zweitens muss es die selbständige Mobilität der Kinder ermöglichen.

Das umfasst zum Beispiel: 

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen und Landstraßen sowie geschützte Kreuzungen
  • Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrtverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrradzonen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegenetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (Bsp. Kiezblocks Berlin, Superblocks Barcelona)

Zudem wollen wir erreichen, dass mehr Straßen vor Schulen zu Schulstraßen werden. Das bedeutet, dass die Straßen in den Zeiten rund um Schulbeginn und -ende für eine halbe Stunde für den Autoverkehr gesperrt ist. Mehr Informationen dazu, wie Sie eine Schulstraße beantragen können, finden Sie auf unserer Webseite.

Seit 2007 Zu Fuß zur Schule

Seit dem Jahr 2000 gibt es den jährlichen internationalen „I walk to school“-Tag. Seit 2007 richten das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub Deutschland gemeinsam die Aktionstage zu diesem Thema aus. An den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule" 2021 beteiligten sich mehrere zehntausend Kinder in ganz Deutschland.

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