Herzstück des Deutschen Kinderhilfswerkes

Unsere Arbeit zu Kinderrechten

Die Kinderrechte garantieren jedem Kind umfangreiche Rechte, wie zum Beispiel eine bestmögliche Gesundheitsversorgung, ein Dach über dem Kopf, eine gewaltfreie Erziehung und Mitbestimmung bei Entscheidungen. Die Kinderrechte wurden 1989 verabschiedet und von fast allen Ländern weltweit ratifizierten. Sie sind in der UN-Kinderrechtskonvention zusammengefasst.

Die Konvention basiert auf vier Grundprinizipien: dem Recht auf Gleichbehandlung, dem Recht auf Leben und persönliche Entwicklung sowie dem Vorrang des Kindeswohls und dem Recht auf Beteiligung und Meinungsfreiheit. Mit diesen Kinderrechten haben wir ein wichtiges und besonderes Dokument für den Schutz, die Förderung und die Beteiligung der kleinsten Mitglieder unserer Gesellschaft.

Das Herzstück unserer Arbeit ist die Kinderpolitik. Dazu gehört, dass wir immer wieder die Umsetzung der Kinderrechte einfordern – von der Regierung, von der Wirtschaft, von Institutionen oder von Einzelperson – und die Gesellschaft motivieren, sie im Alltag als eine Selbstverständlichkeit zu leben. Überall in Deutschland. Das bedeutet konkret:

1. Förderung von Projekten

Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert bundesweit rund 500 Kinder- und Jugendprojekte pro Jahr, die sich direkt vor Ort für Kinder und die Umsetzung der Kinderrechte engagieren – eben dort, wo es nötig und sinnvoll ist.

Wie zum Beispiel beim Bremer „Urban Gardening“-Projekt, bei dem erwachsene Anwohner/innen mit Kindern und Jugendlichen einen öffentlichen Platz liebevoll zu einem allseits nutzbaren Treffpunkt umgestalten. Hierbei werden verschiedene Kinderrechte und wichtige Erfahrungswerte vermittelt, wie Beteiligung, das Recht auf Spiel, die Gestaltung des eigenen Lebensraumes und das Verständnis der verschiedenen Generationen füreinander.

2. Umsetzung eigener Projekte

Analog zu unseren Schwerpunktthemen Überwindung von Kinderarmut, Beteiligung von Kindern, Vermittlung von Medienkompetenz, Spiel und Bewegung sowie Kinderkultur setzen wir viele eigene Projekte, Aktionen und Maßnahmen um, die sich unterschiedlichen kinderrechtlichen Schwerpunkten widmen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Schulranzenübergaben, um allen Kindern einen chancengleichen Schulstart zu ermöglichen.
  • Das Projekt Kinderrechteschulen, bei dem wir Schulen dabei begleiten, die Kinderrechte in den Schulalltag zu implementieren.
  • Die Kinder-Internetseite www.kindersache.de, die sich direkt an Kinder richtet und ihnen einen geschützten Raum bietet, in dem sie sich informieren und ausprobieren können – und so spielerisch mediale Kompetenzen erlernen.
  • Fort- und Weiterbildungen für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Wir vermitteln Fachkräften praktisches Handwerk für eine erfolgreiche Durchführung von Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekten.
  • Die Bereitstellung von praktischem Handwerkszeug auf der Seite www.kinderrechte.de inklusive Beteiligungsbausteinen, jede Menge Praxistipps und einer umfassende Methodendatenbank.
  • Die Koordinierung des Weltspieltags oder des Weltkindertagsfestes. Beide Veranstaltungen machen ein breites Publikum auf die Kinderrechte aufmerksam.
  • Die Verleihung des Deutschen Kinder- und Jugendpreises, mit dem Kinder und Jugendliche ausgezeichnet werden, die bei­spiel­haft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken.
  • Die jährlichen Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“, bei denen Kinder aufgerufen sind, den Schulweg zu Fuß zurückzulegen, um frisch und „ausgezappelt“ in den Unterricht zu starten.

All unsere Projekte, Aktionen und Maßnahmen dienen dazu, die Kinderrechte in der Gesellschaft bekannter zu machen und tiefer zu verankern sowie ihre aktive Umsetzung zu fördern.

3. Lobby- und Netzwerkarbeit für Kinder

DAX-Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Energieunternehmen, Autohersteller, Banken, Versicherungen – sie alle haben eine Lobby. Nur Kinder nicht. Die Kleinsten in unserer Gesellschaft, die eine Lobby am dringendsten bräuchten.

Wir setzen uns in der Politik immer wieder für Kinderinteressen ein und drängen auf ihre Berücksichtigung. Wir veröffentlichen Stellungnahmen zu Anträgen, Gesetzentwürfen des Bundestages und der Landesparlamente, führen Gespräche mit Entscheidungsträger/innen und Politiker/innen oder stellen Forderungen an die Politik, wie zum Beispiel unsere zehn Kernforderungen:

Kernforderungen des Deutschen Kinderhilfswerkes

Kernforderungen des Deutschen Kinderhilfswerkes

"Aufbruch in ein kindgerechtes Deutschland“: In unseren Kernforderungen geht es unter anderem um Themen wir Kinder- und Jugendbeteiligung, kinderfreundliche Stadtplanung oder digitale Teilhabe. Die zehn Forderungen finden Sie hier.

Das Ziel dabei: Die Interessen und Rechte der Kinder und Jugendlichen auf politischer Ebene weiter durchzusetzen und strukturelle gesellschaftliche Veränderungen zum Wohle von Kindern herbeizuführen. Darüber hinaus ist das Deutsche Kinderhilfswerk in mehreren Bündnissen und Initiativen aktiv. Ein breites Netzwerk stärkt die kinderrechtliche Arbeit in Deutschland und rückt die Belange von Kindern in den Fokus der Öffentlichkeit.

Kinderrechte sind wichtig!

Wer kann diesem Satz schon widersprechen. Doch schöne Worte allein bewirken nichts. Tun Sie etwas. Spenden Sie! Damit helfen Sie, die Kinderrechte zu stärken und Deutschland zu einem Ort zu gestalten, in dem die Bedürfnisse von Kindern im Zentrum stehen.

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Mit dem Projekt Kinderrechteschulen unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk Grundschulen darin, die Kinderrechte im Unterricht oder im Schulumfeld spielerisch aufzubereiten und zu vermitteln.
Kinderrechteschulen