Die Geschichte des Deutschen Kinderhilfswerkes

Seit über 40 Jahren im Einsatz für Kinder

Als drei Münchner Geschäftsmänner vor über 40 Jahren das Deutsche Kinderhilfswerk gründeten, hatten sie ein großes Ziel: Sie traten an, um die Spielplätze in Deutschland besser auszustatten. Das tun wir heute auch immer noch. Doch die Aufgaben, die wir für Kinder erfüllen, haben sich seit der Gründung stetig erweitert.

Mithilfe des Deutschen Kinderhilfswerkes finden die Kinderrechte in Deutschland mehr Beachtung und konnte so letztendlich ein Stück mehr Chancengleichheit in Deutschland geschaffen werden.

Die 1970er: Das Deutsche Kinderhilfswerk wird gegründet

Am Donnerstag, den 17. Februar 1972 wurde das Deutsche Kinderhilfswerk gegründet. Das Ziel war zunächst, die Spielplatzsituation verbessern. Die „heilige Dreifaltigkeit“ – Rutsche, Klettergerüst, Buddelkasten – sollte moderneren und kreativeren Spielplatzgeräten Platz machen. Dazu entstand eine vollkommen neue Idee, Menschen um Unterstützung zu bitten: Die Spendendose fand Einzug in die Geschäfte und wurde zum Symbol für Wohltätigkeit! Große Aktionen, wie beispielsweise die mit der Bild-Zeitung gemeinsam initiierte Spendengala „Ein Herz für Kinder“, folgten schnell und der Einsatz für Kinder wurde stetig weiter ausgebaut.

Die 1980er: Wende und Wandel

Der Beschluss der UN-Kinderrechtskonvention 1989 und die Ratifizierung 1992 in Deutschland war ein Wendepunkt für das Deutsche Kinderhilfswerk: Die Kinderrechte – besonders die Forderung, Kinder an den sie betreffenden Fragen zu beteiligen – wurden zum Herzstück der Arbeit. Das Deutsche Kinderhilfswerk profilierte sich als kinderpolitscher Verband, schuf die bundesweit erste Stelle eines Referenten für Kinderpolitik, initiierte Projekte und Veranstaltungen und wurde zu einem der wichtigsten Ansprechpartner für Kinderbeteiligung in Deutschland. Auch wurde mehr Kinderfreundlichkeit in Kommunen sowie bei Stadtplanungen angestoßen.

Die 1990er: Weitere Profilschärfung

1993 wurde aufgrund der enormen Nachfrage der Kindernothilfefonds für bedürftige Kinder und ihre Familien ins Leben gerufen. Im selben Jahr zog die Bundesgeschäftsstelle vollständig nach Berlin, um in der zukünftigen Hauptstadt nahe am politischen Geschehen zu sein.

Das Referat Neue Medien und die Infostelle Kinderpolitik bereicherten die Themenfelder des Deutschen Kinderhilfswerkes Ende der 1990er Jahre. Dazu trug auch die Internetseite für Kinder www.kindersache.de bei, auf der Kinder nach Belieben spielen, chatten, sich informieren und vor allem eigene Aktivitäten entwickeln können, wie beispielsweise eigene Artikel verfassen. Als weiteres Angebot für Kinder wurden die K-Teams ins Leben gerufen, die aus Kindern bestanden, die sich in ihrem Umfeld um sie betreffende Angelegenheiten kümmerten. Dazu erhielten sie Unterstützung vom Deutschen Kinderhilfswerk, das ihnen zum Beispiel zeigte, wie ein Brief an eine Behörde aussehen muss. Auch für Erwachsene wurden zahlreiche neue Angebote geschaffen, wie die Infostelle als Service-, Beratungs- und Vernetzungsstelle für kinderpolitische Aktivitäten.

Heute: Überwindung von Kinderarmut, Beteiligung, Spiel & Bewegung, Medienkompetenz und Kinderkultur

Diese Bereiche bilden seit vielen Jahren unsere Schwerpunkte, denn sie umfassen die zentralen Themen aus der Lebenswelt von Kindern.

Wir kümmern uns darum, dass die Bedürfnisse  von Kindern wahrgenommen werden und sozial benachteiligte Kinder einen Ausweg aus der Armut finden. Wir initiieren und unterstützen Aktionen, die Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten von Kindern fördern, setzen eigene Projekte um und leisten bundesweit politische Lobbyarbeit für Kinder.

Wir stellen uns der Aufgabe, für Kinder und Familien eine kinderfreundliche Lebenswelt zu schaffen. Und so lange Kinderinteressen nicht im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Geschehens stehen, haben wir noch viel vor!