ernährungsprojekte des deutschen kinderhilfswerkes

Täglich ein Teller Gesundheit für Kinder

Gesund leben ist nicht nur wichtig für den Körper sondern auch für die Seele. Wie sieht es in einem Kind aus, wenn es übergewichtig ist? Wie gut kann es sich konzentrieren, wenn es mit leerem Magen in die Schule kommt? Hunger kann richtig wehtun. Falsche Ernährung auch.

Das Deutsche Kinderhilfswerk ermöglicht es Kindern aus Familien, die von Armut betroffen sind, gute und vollwertige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Denn wer als Kind nicht erlebt, was gesunde Ernährung ist und wie gut sie schmecken kann, wird dies als Erwachsener kaum nachholen können.

Max ist 11 Jahre alt. Seine erste Mahlzeit am Tag nimmt er gegen 14 Uhr zu sich. Die besteht meist aus einer aufgetauten Tiefkühlpizza, die er sich selbst in den Ofen schiebt. Seine Mutter ist allein erziehend und arbeitet Vollzeit als Verkäuferin. Ihr fehlt die Zeit, das Geld und oft auch die Kraft, um Max ein vollwertiges Mittag- oder Abendessen zuzubereiten. Max weiß weder, dass er sich unzureichend ernährt, noch was alles zu einem gesunden Essen gehört. Max ist froh, wenn er es schafft, satt zu werden.

Der Ernährungsfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes

Über den Ernährungsfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes werden Schulen, Vereine und andere Einrichtungen bei Kochkursen finanziell gefördert. Gemeinsam wird geschnibbelt, gekocht und das eigens zubereitete Werk mit Stolz genossen. Auch Eltern werden in die Projekte miteinbezogen, schließlich soll das Gelernte zuhause gleich umgesetzt werden.

Gerade Kinder aus finanziell benachteiligten Familien greifen eher zu Fast Food oder Limonaden statt zu Vollkornbrot oder Obst. Bei ihnen zuhause fehlt oft das Geld für vollwertige Mahlzeiten oder für einen warmen Mittagstisch in der Schule.  

Bürgergeld-Regelsatz reicht vorn und hinten nicht

Ein Tagessatz in Bürgergeld-Haushalten reicht nicht für eine gesunde Ernährung, noch nicht einmal dann, wenn ausschließlich in Billig-Discountern eingekauft wird. Für ein gesundes Frühstück, Mittagessen, Abendbrot und einen kleinen Snack zwischendurch werden pro Tag rund 8 Euro benötigt. Der Bürgergeld-Regelsatz für die Ernährung von Kindern beträgt jedoch nur im Schnitt nur 4,18 Euro. 

Insbesondere Alleinerziehende haben es schwer

Das Einkommen von Alleinerziehenden reicht oft vorne und hinten nicht, sie arbeiten deswegen besonders viel und haben dadurch noch weniger Zeit für ein gemeinsames Essen oder um eine gesunde Mahlzeit zu kochen. 

Alleinerziehende (Mütter), die am häufigsten von Armut betroffen sind, gehen im Vergleich zu Personen in Paarfamilien überdurchschnittlich oft einer Erwerbstätigkeit nach. Von den insgesamt eine Million Frauen, die ihr minderjähriges Kind überwiegend allein betreuten, arbeiteten mehr als vier von zehn in Vollzeit. Ihr Anteil lag mit 42,8% deutlich über dem von vollzeiterwerbstätigen Müttern in Paarfamilien (32,0%). Bei Vollzeit und gleichzeitiger Kinderbetreuung fehlt oft die Zeit, täglich frische Lebensmittel einzukaufen und gesund zu kochen. 

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Folgen eines schlechten Essverhaltens gravierend

Die Folgen eines schlechten Essverhaltens dauern oft ein Leben lang. Starke Gewichtszunahme, Diabetes, Knochenschwäche oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gründen oft auf falscher Ernährung in der Kindheit.

Armutsbetroffene Kinder sind in einem wesentlich höherem Maß adipös als andere Kinder. Das liegt unter anderem an einem Mangel an Bewegung durch beengte Wohnverhältnisse. Außerdem haben diese Familien oft keine finanziellen Möglichkeiten an außerschulischen sportlichen Aktivitäten teilzunehmen. All das kann durch schlechte Ernährung verstärkt wirken.

Darüber hinaus kann sich ungesundes Essen negativ auf die kognitive Leistungsfähigkeit der Kinder und letztlich auf deren schulischen Leistungen auswirken. Zumal die meisten armutsbetroffenen Kinder bereits von Schulbeginn an einen Entwicklungsrückstand auf ihre Altersgenossen aus besser situierten Verhältnissen haben. 

Kurzum: Ein gesundes Essverhalten ist für die Entwicklung von Kindern immens wichtig - nicht nur aus gesundheitlichen und kognitiven Gründen, sondern auch, damit die Kinder ein gutes und positives Selbstwertgefühl für sich und ihren Körper entwickeln können.

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