Elisa Bönisch

Projektleitung Kinderrechteschule

030 - 30 86 93-16
als Schule Kinderrechte leben

Kinderrechteschule werden!

Die Schule ist einer der wichtigsten Lern- und Lebensorte für Kinder. Hier verbringen sie einen Großteil ihrer Zeit. Hier finden sie Freunde, bilden sich, haben Erfolgserlebnisse oder müssen mit Niederlagen umgehen. Hier bekommen sie gute Laune oder manchmal auch schlechte. Die Schule prägt Kinder wie kaum ein anderer Ort. Um so wichtiger ist es, dass Kinder hier zu eigenständigen, starken Persönlichkeiten heranwachsen können – und vor allem in ihrer individuellen Entwicklung gefördert werden.

Dazu gehört insbesondere, Schülerinnen und Schülern die Kinderrechte zu vermitteln und diese aktiv im Schulalltag zu leben, wie zum Beispiel Kinder an schulinternen Entscheidungen zu beteiligen.

Mit dem Projekt Kinderrechteschulen unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk Grundschulen über einen Zeitraum von einem Jahr darin, die Kinderrechte im Unterricht altersgerecht zu vermitteln und sowohl in der Schule als auch im Schulumfeld umzusetzen. Am Ende eines erfolgreich absolvierten Prozesses wird die Schule mit dem Siegel „Kinderrechteschule“ ausgezeichnet – ein öffentlichkeitsstarkes Zeichen und Qualitätsmerkmal zugleich. Der Prozess verbindet das gesamte Schulteam und schafft eine Identifikation, auf die sowohl Schüler/innen als auch Lehrkräfte stolz sind. 

Kinderrechteschule werden

Die Kinderrechte sind geltendes Recht in Deutschland. Wer mit Kindern arbeitet, trägt die Verantwortung, diese zu kennen und umzusetzen. Und das zahlt sich aus: An Orten, an denen sie gelebt werden, fühlen sich Kinder wohl und ernst genommen. Das Deutsche Kinderhilfswerk begleitet und berät Grundschulen bei diesem Prozess. Das bedeutet konkret:

  • Die gemeinsame Entwicklung eines individuellen Jahresplans für die Verankerung von Kinderrechten in der gesamten Institution
  • Eine thematische Einführungsveranstaltung für das Lehrpersonal
  • Das Arbeitsheft „Hier steht nichts drin – was du nicht über Kinderrechte wissen musst.“ für den Unterricht sowie weitere Arbeitsmaterialien
  • Die gemeinsame Planung, Vorbereitung und Durchführung eines Kinderrechte-Aktionstags an der Schule
  • Eine Reflektion zum Projektverlauf sowie die Entwicklung eines Maßnahmenplans für die Vermittlung und Verankerung der Kinderrechte in den Folgejahren
  • Optional: die Teilnahme am Programm KINDERCENT, in dem Kindergruppen lernen, sich selbst aktiv für andere einzusetzen

Wer kann wie mitmachen?

Bewerben können sich Grundschulen aus dem gesamten Bundesgebiet. Vorteilhaft ist es, wenn bereits Strukturen zur Beteiligung von Schüler/innen etabliert wurden. Wer Interesse hat, kann sich einfach beim Deutschen Kinderhilfswerk melden oder sich zu Beginn des kommenden Jahres für die Projektteilnahme bewerben. In der blauen Kontaktbox oben rechts auf dieser Seite finden Sie die Kontaktdaten Ihrer Ansprechperson Elisa Boenisch.

Was muss die Schule tun?

Wichtig ist, dass das gesamte Kollegium bereit ist, sich intensiv mit Kinderrechten auseinanderzusetzen und aktiv an ihrer Umsetzung im Schulumfeld mitzuwirken. Dazu gehört die Einbindung von Kinderrechten im Lehrprogramm sowie die Vorbereitung des Kinderrechte-Aktionstags. Außerdem sollte an der Schule mindestens eine feste Ansprechperson zur Verfügung stehen.

Wenn wir es hier bei uns an der Schule nicht schaffen, dass Kinderrechte wichtig sind, wie soll es dann auf der ganzen Welt klappen?“, sagt Tijen aus der Klasse 6b. Christa Niclasen, Schulleiterin der Löcknitz-Grundschule, ergänzt: „Diese Aussage war uns als Kollegium Verpflichtung, die Kinderrechte in unserer Schule bekannt und transparent zu machen. Wir alle – auch die Eltern – wurden durch die Arbeit der Kinder sensibilisiert und motiviert auf die Einhaltung der Kinderrechte auch während der Schul- und Betreuungszeit zu achten. Ein Haus der Kinderrechte im Erdgeschoss der Schule, gestaltet von den Kindern wird uns alle in Zukunft täglich an die Einhaltung erinnern.“
Christa Niclasen, Schulleiterin der Löcknitz-Grundschule, Berlin

„Unsere Schule setzt auf die Beteiligung und die demokratische Bildung von Kindern. Beteiligung stärkt das Selbstvertrauen, akzeptiert die Unterschiede der Einzelnen und nutzt der Entwicklung der Gemeinschaft. Durch das Projekt Kinderrechteschule bekommt das Lehrpersonal neue Anregungen und wir können so die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, sich aktiv zu beteiligen und etwas zu bewirken. Das hat uns überzeugt.“
Jürgen Stolze, Schulleiter der Grundschule an der Marie, Berlin

Welche Schulen sind dabei?

Klicken Sie auf "Weiterlesen" und erhalten Sie einen Überblick, welche Schulen bereits als Kinderrechteschulen des Deutschen Kinderhilfswerkes ausgezeichnet wurden und welche zur Zeit auf dem Weg dorthin sind.

Als Kinderrechteschule des Deutschen Kinderhilfswerkes wurden folgende Schulen ausgezeichnet:

  • Grundschule an der Marie, Berlin

  • Friedrich-Wöhler-Schule, Kassel

  • Schule am Wall, Kassel

  • Grundschule Fallersleben, Wolfsburg

  • Laagbergschule, Wolfsburg

  • Löcknitz-Grundschule, Berlin

  • Grundschule am Humboldtring, Potsdam

In dem Prozess, eine Kinderrechteschule zu werden, befinden sich zur Zeit folgende Schulen:

  • Weidenhof-Grundschule, Potsdam

  • Schloss-Ardeck-Grundschule, Gau-Algesheim

  • Uhland-Grundschule, Dortmund

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„Die Beteiligung von Kindern ist ein wichtiger Bestandteil des demokratischen Lernens und gehört zu unserem Bildungsverständnis. Alle Kinder und Erwachsenen unserer Schule bekommen durch das Projekt Kinderrechteschule neue Impulse.“
Ute Gezer, Schulleiterin der Laagbergschule, Wolfsburg

„Schon seit vielen Jahren haben wir in unserem Leitbild das Ziel verankert, Kinder in ihren Sozialkompetenzen, ihren individuellen Fähigkeiten sowie in ihrem Arbeits- und Lernverhalten auf die Herausforderungen vorzubereiten. Die Teilnahme am Projekt Kinderrechteschule, der Aktionstag und die kompetente Unterstützung durch das Deutsche Kinderhilfswerk haben uns in unseren Bemühungen sehr bestärkt, und unsere Arbeit mit vielen guten Impulsen bereichert.“
Monika Dittmer, Schulleiterin der Grundschule Fallersleben, Wolfsburg

„Die Leitidee ‚Kinder stark machen‘ leben wir schon seit vielen Jahren an unserer Schule. Im Rahmen der Projekttage ‚Kinderrechte‘ sollen sich unsere Schülerinnen und Schüler aktiv, mit Kopf, Herz und Hand mit der doch recht schwierigen Thematik auseinandersetzen, sie begreifen und erleben. In den einzelnen Projektgruppen erfahren die Kinder, welche Rechte sie haben und dass Kinderrechte nicht selbstverständlich sind.“
Hannelore Siewert, Leiterin der Schule Am Wall, Kassel

Zeigen Sie, dass Ihnen Kinder am Herzen liegen! Machen Sie Ihre Schule zu einer Kinderrechteschule!

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