Claudia Neumann

Bereichsleiterin Kinder- und Jugendbeteiligung

030-30 86 93-22
Jährliche Aktionstage Vom 18. bis 29. September

"Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"

Bei den jährlichen Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" sind Kinder und Jugendliche aufgerufen, zu Fuß zur Schule oder zur Kita zu laufen. Das trainiert die Verkehrssicherheit, bringt Schwung in den Morgen und schont nebenbei auch noch die Umwelt.

Das Motto in diesem Jahr lautet: "Das Elterntaxi hilft uns nicht!" Mit den Aktionstagen gewinnen Kinder mehr Sicherheit im Straßenverkehr und können neue Spielmöglichkeiten im Umfeld ihrer Schule oder Kita entdecken. Sie werden selbstständig, machen eigene Erfahrungen und haben das Erfolgserlebnis, den Weg selbst geschafft zu haben. Auch die Eltern müssen lernen, ihren Kindern wieder mehr zuzutrauen. Das Elterntaxi hilft zum Beispiel auch nicht in punkto Sicherheit, denn mehr Autos vor dem Schultor bedeuten weniger Übersicht.

Zu den Aktionstagen ruft das Deutsche Kinderhilfswerk jedes Jahr zusammen mit dem ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf.

Wir sind nominiert!

Stimmen Sie für uns ab beim Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises

Der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement wird seit 2009 verliehen und würdigt das freiwillige Engagement der Menschen in Deutschland. Nun wurden die Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2017 nominiert, weshalb wir auf Ihre Stimmen angewiesen sind. Stimmen Sie ab jetzt bis zum 20. Oktober 2017 hier direkt für uns ab und helfen uns dadurch, die Aktionstage noch bekannter zu machen. Vielen Dank!

Prominente Unterstützung für die Aktionstage

Auch in diesem Jahr unterstützen bekannte Persönlichkeiten "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" und erklären, warum sie sich für die Aktion einsetzen.

Regina Halmich - Boxweltmeisterin und Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes 

Die Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" zielen darauf ab, dass Kinder nicht mit dem Elterntaxi bis vor das Schultor chauffiert werden, sondern den Schulweg möglichst eigenständig zurücklegen. In Begleitung von Freundinnen und Freunden macht das ja viel mehr Spaß, als auf dem Rücksitz im Auto die Welt an sich vorbeiziehen zu sehen. Und es sorgt vor allem schon vor dem Schulbeginn für mehr Bewegung im Alltag. Davon können die Kinder doch gar nicht genug bekommen, denn Bewegung tut Körper und Geist unheimlich gut, kommt bei Schulkindern aber leider viel zu häufig zu kurz.

Darüber hinaus zielen die Aktionstage darauf ab, dass unsere Städte kinderfreundlicher gestaltet werden und die Verkehrsplanung mehr Rücksicht auf die jungen Menschen nimmt. Als Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes und Engagierte für die Rechte der Kinder kann ich dieses Anliegen daher aus vollem Herzen unterstützen.

Beate Walter-Rosenheimer - MdB, Vorsitzende der Kinderkommission Bündnis 90/Die Grünen

Als Kind bin ich immer zu Fuß in die Schule gegangen, am Anfang als kleines Mädchen mit meiner Mutter, nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit dann mit anderen Kindern, später im Gymnasium alleine einen wunderschönen Weg durch einen Park, der an meine Schule grenzte.

Dieses in die Schule laufen habe ich deswegen in sehr guter Erinnerung. Mit meiner Mutter hat es immer Spaß gemacht, wir haben uns unterhalten, gelacht, die Verkehrsregeln geübt und manchmal auch über den anstehenden Schultag geredet. Irgendwann wollte ich dann lieber mit den anderen Kindern zur Schule laufen. Auch das war lustig und eine schöne Einstimmung auf den Schultag. Als ich älter war, hab ich den Weg genutzt um morgens richtig wach zu werden, nachzudenken, mich zu konzentrieren. Auch diese ruhige Zeit für mich war mir sehr wertvoll.

Deshalb unterstütze ich die Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" sehr. Unser Alltag ist oft so verdichtet, da sind kleine "Auszeiten" wie ein Schulweg zu Fuß eine gute Gelegenheit durchzuatmen. Es muss nicht immer Mamas oder Papas Taxi sein, das belastet die Umwelt und bringt – gerade in den Städten – oft noch mehr Hektik und Stress für alle Beteiligten.

Auch mit meinen eigenen Kindern bin ich Wege zusammen gegangen, habe ihnen beigebracht, diese auch alleine zu gehen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Das stärkt dann zusätzlich die Selbstständigkeit und das Gefühl Räume nach und nach entdecken und "erobern" zu können.

10 Jahre "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"!

Im Jahr 2016 feierten wir das 10-jährige Jubiläum der Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"! Dazu gratulierten uns auch einige prominente Persönlichkeiten.

Nico Rosberg - Formel-1-Rennfahrer

„Seit der Geburt meiner Tochter Alaia ist mir noch bewusster geworden, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen müssen, Kindern eine lebens- und liebenswerte Welt zu hinterlassen. Damit sie gesund und mit einer echten Zukunftsperspektive aufwachsen können. Dazu gehört es auch, dass sich Kinder ausreichend bewegen. Eine gute Gelegenheit dazu sind die Aktionstage ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten‘. Auf das Elterntaxi zu verzichten und gemeinsam mit dem Kind auf dem Weg in die Kita oder die Schule die Wohngegend zu erkunden und spannende Dinge zu sehen, und dabei auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erlangen, finde ich toll. Denn auf dem Rücksitz im Auto geht das nicht. Ich hoffe, dass viele Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer bei den Aktionstagen mitmachen.“

Senatorin Dr. Claudia Bogedan - Präsidentin der Kultusministerkonferenz

„Für die ersten eigenen Schritte ins Leben müssen Kinder sich gehörig überwinden. Noch etwas wackelig auf den Beinen lassen sie die Tischkante los und tapsen überglücklich los. Später sind Kindergarten und Schule weitere entscheidende Schritte für die kindliche Entwicklung. Natürlich wollen wir sie dabei begleiten. Und es ist allzu bequem, die Kinder mit dem Auto auf unserem Arbeitsweg kurz abzusetzen, um im quirligen und hektischen Alltagsgeschehen Zeit für ‚Wichtigeres' zu haben – z.B. in Ruhe gemeinsam zu frühstücken. Die Aktionstage ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten' wollen Eltern kein schlechtes Gewissen machen. Aber sie lenken unsere Aufmerksamkeit darauf, dass der Verzicht auf das Elterntaxi auch Vorteile haben kann. Neben den ökologischen und verkehrlichen Aspekten unterstütze ich die Intention der Aktionstage, Kinder – wo immer möglich – in ihrem Bewegungsdrang zu unterstützen. Bewegung ist für die Entwicklung von entscheidender Bedeutung, weil sie damit ihre Welt erkunden und mit ihr in Kontakt treten. Noch als Erwachsene erinnern wir uns an unseren ersten Schulweg ohne Begleitung eines Erwachsenen. Schenken wir unseren Kindern mehr Bewegungsräume. Auch auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten.“

Hermann Gröhe - Bundesgesundheitsminister

„Der morgendliche Weg zur Schule oder zum Kindergarten ist immer auch ein Aufbruch in einen neuen Tag. Durch jeden zu Fuß zurückgelegten Weg werden bereits vielfältige Eindrücke gesammelt und auch die Umgebung wird bewusster wahrgenommen als im Auto. Außerdem lernen Kinder sich schon frühzeitig im Straßenverkehr eigenständig zu bewegen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit. Dies erfordert Aufmerksamkeit und Umsicht. Bewegung leistet immer einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Aufwachsen. Sie ist gut für den Muskelaufbau, stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor. Kinder die viel zu Fuß unterwegs sind, können sich in der Regel auch besser konzentrieren. Wird die körperliche Aktivität von Kindern schon früh unterstützt, kann sie zu einer guten Gewohnheit, ja zu einer Selbstverständlichkeit für das weitere Leben werden. Ich freue mich daher über die Aktionstage zur Kampagne ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten‘, die in diesem Jahr bereits zu 10. Mal stattfinden und wünsche allen Kindern stets einen sicheren Weg!“

Norbert Müller - Vorsitzender der Kinderkommission des Deutschen Bundestages

„Ich unterstütze die 10. Aktionstage ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten' sehr gerne, denn sie machen auf ein wichtiges Anliegen aufmerksam. Wer zu Fuß zur Schule läuft oder mit dem Fahrrad fährt, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern trägt damit auch ein kleines Stück zum Schutz der Umwelt bei. Dort wo unnötige Fahrten mit dem Auto durch andere umweltschonendere Verkehrsmittel ersetzt werden, oder Wege, wo möglich, auch zu Fuß zurückgelegt werden, kann effektiv das umweltschädliche Treibhausgas CO? eingespart werden. Das gilt nicht nur auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit oder bei alltäglichen Erledigungen. Darüber hinaus trägt eine Verminderung des PKW-Verkehrs auch zur Steigerung der Verkehrssicherheit bei. Letztlich ist der eigenständige Weg zur Schule auch ein wichtiger Beitrag zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit unserer Kinder. Es gibt also viele gute Gründe, warum unsere Kinder nicht nur an den Aktionstagen zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten gehen, beziehungsweise mit dem Rad oder dem Roller fahren, sollten, sondern so oft es geht.“  

Darum geht es bei den Aktionstagen

  • Klar: Wer teilnimmt, kommt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule oder in den Kindergarten. Darüber hinaus können die teilnehmenden Einrichtungen weitere Projekte zu dem Thema veranstalten.
  • Schülerinnen und Schüler, Klassen oder auch ganze Schulen oder Kindergärten erhalten auf unserem Aktionsplakat Tipps und Anregungen zur Teilnahme.
  • Kostenlose Aktionsplakate sowie weiteres kostenpflichtiges Material wie zum Beispiel Straßenbanner oder Sicherheitswesten können bei den Initiatoren bestellt werden.
  • Auf der Homepage www.zu-fuss-zur-schule.de erhalten alle Teilnehmenden viele Tipps und Ideen zur Teilnahme an den Aktionstagen.
  • Die Projekte können von den Schulen bzw. Klassen vor den Aktionstagen für alle sichtbar auf der Homepage eingetragen und dargestellt werden. Nach Projektende kann dort auch die Durchführung des Projekts dokumentiert werden.
  • Auf Anfrage können sich die Teilnehmenden vor Ort bei ihrer Pressearbeit unterstützen lassen.
  • Die besten Projekte werden mit Angabe der Einrichtung auf dem Aktionsposter des Folgejahres vorgestellt.

Warum zu Fuß laufen für Kinder so wichtig ist

Wer läuft, hat´s besser: Kinder gewinnen Sicherheit im Straßenverkehr, entdecken auf ihrem Schul- oder Kindergartenweg oftmals schöne Plätze, die ihnen im Auto entgangen wären und bevor in der Schule stundenlanges Sitzen angesagt ist, kann sich richtig ausgezappelt werden. Dazu jede Menge Spaß und das Gemeinschaftsgefühl, zusammen teilzunehmen und gemeinsam zu laufen.

Eltern wiederum können sich davon überzeugen, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen, wenn sie selbstständig die Schulwege zurücklegen und sparen sich außerdem morgens Stress und Zeit. Sollte die Schule für einen kompletten Fußmarsch zu weit weg liegen, können Kinder auf Parkplätzen in Schulnähe abgesetzt werden und das letzte Stück Weg zu Fuß zurücklegen, nach dem liebenswerten Motto „Kiss & Go“. Selbstverständlich sind auch Eltern, Lehrkräfte und Kindergarten-Erziehende aufgerufen, das Auto stehen zu lassen. So hilft die Aktion ganz nebenbei, das Verkehrschaos vor Schulen zu minimieren und einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Langfristig verfolgen wir mit der Aktion das Ziel, nicht nur Kinder an den Straßenverkehr anzupassen, sondern vor allem den Straßenverkehr kinderfreundlicher zu gestalten. Daher setzen wir uns auch für Tempo 30 ein und sind Mitglied in der Europäischen Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“

Seit 2007 Zu Fuß zur Schule

Seit dem Jahr 2000 gibt es den jährlichen internationalen „I walk to school“-Tag. Seit 2007 richten das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub Deutschland gemeinsam die Aktionstage zu diesem Thema aus. An den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule" 2016 beteiligten sich rekordverdächtig rund 85.000 Kinder aus mehr als 3.000 Schulklassen in ganz Deutschland.

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