Claudia Neumann

Referentin Spiel und Bewegung

030-30 86 93-22
Jährliche Aktionstage Vom 19. bis 30. September

"Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"

Täglich grüßt der Bürgersteig: Bei den jährlichen Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ sind Kinder und Jugendliche aufgerufen, zu Fuß zur Schule oder zur Kita zu laufen. Das trainiert die Verkehrssicherheit, bringt Schwung in den Morgen und schont nebenbei auch noch die Umwelt.

Das elterliche Schultaxi stehen lassen und stattdessen selber laufen, bringt eine Menge Vorteile mit sich. Deswegen rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) jedes Jahr zur Teilnahme an den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf.

10 Jahre "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"!

Im Jahr 2016 feierten wir das 10-jährige Jubiläum der Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"! Dazu gratulieren uns auch einige prominente Persönlichkeiten. Wir sagen danke und freuen uns auf die nächsten Jahre!

Nico Rosberg - Formel-1-Rennfahrer

„Seit der Geburt meiner Tochter Alaia ist mir noch bewusster geworden, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen müssen, Kindern eine lebens- und liebenswerte Welt zu hinterlassen. Damit sie gesund und mit einer echten Zukunftsperspektive aufwachsen können. Dazu gehört es auch, dass sich Kinder ausreichend bewegen. Eine gute Gelegenheit dazu sind die Aktionstage ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten‘. Auf das Elterntaxi zu verzichten und gemeinsam mit dem Kind auf dem Weg in die Kita oder die Schule die Wohngegend zu erkunden und spannende Dinge zu sehen, und dabei auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erlangen, finde ich toll. Denn auf dem Rücksitz im Auto geht das nicht. Ich hoffe, dass viele Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer bei den Aktionstagen mitmachen.“

Senatorin Dr. Claudia Bogedan - Präsidentin der Kultusministerkonferenz

„Für die ersten eigenen Schritte ins Leben müssen Kinder sich gehörig überwinden. Noch etwas wackelig auf den Beinen lassen sie die Tischkante los und tapsen überglücklich los. Später sind Kindergarten und Schule weitere entscheidende Schritte für die kindliche Entwicklung. Natürlich wollen wir sie dabei begleiten. Und es ist allzu bequem, die Kinder mit dem Auto auf unserem Arbeitsweg kurz abzusetzen, um im quirligen und hektischen Alltagsgeschehen Zeit für ‚Wichtigeres' zu haben – z.B. in Ruhe gemeinsam zu frühstücken. Die Aktionstage ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten' wollen Eltern kein schlechtes Gewissen machen. Aber sie lenken unsere Aufmerksamkeit darauf, dass der Verzicht auf das Elterntaxi auch Vorteile haben kann. Neben den ökologischen und verkehrlichen Aspekten unterstütze ich die Intention der Aktionstage, Kinder – wo immer möglich – in ihrem Bewegungsdrang zu unterstützen. Bewegung ist für die Entwicklung von entscheidender Bedeutung, weil sie damit ihre Welt erkunden und mit ihr in Kontakt treten. Noch als Erwachsene erinnern wir uns an unseren ersten Schulweg ohne Begleitung eines Erwachsenen. Schenken wir unseren Kindern mehr Bewegungsräume. Auch auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten.“

Hermann Gröhe - Bundesgesundheitsminister

„Der morgendliche Weg zur Schule oder zum Kindergarten ist immer auch ein Aufbruch in einen neuen Tag. Durch jeden zu Fuß zurückgelegten Weg werden bereits vielfältige Eindrücke gesammelt und auch die Umgebung wird bewusster wahrgenommen als im Auto. Außerdem lernen Kinder sich schon frühzeitig im Straßenverkehr eigenständig zu bewegen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit. Dies erfordert Aufmerksamkeit und Umsicht. Bewegung leistet immer einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Aufwachsen. Sie ist gut für den Muskelaufbau, stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor. Kinder die viel zu Fuß unterwegs sind, können sich in der Regel auch besser konzentrieren. Wird die körperliche Aktivität von Kindern schon früh unterstützt, kann sie zu einer guten Gewohnheit, ja zu einer Selbstverständlichkeit für das weitere Leben werden. Ich freue mich daher über die Aktionstage zur Kampagne ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten‘, die in diesem Jahr bereits zu 10. Mal stattfinden und wünsche allen Kindern stets einen sicheren Weg!“

Norbert Müller - Vorsitzender der Kinderkommission des Deutschen Bundestages

„Ich unterstütze die 10. Aktionstage ‚Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten' sehr gerne, denn sie machen auf ein wichtiges Anliegen aufmerksam. Wer zu Fuß zur Schule läuft oder mit dem Fahrrad fährt, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern trägt damit auch ein kleines Stück zum Schutz der Umwelt bei. Dort wo unnötige Fahrten mit dem Auto durch andere umweltschonendere Verkehrsmittel ersetzt werden, oder Wege, wo möglich, auch zu Fuß zurückgelegt werden, kann effektiv das umweltschädliche Treibhausgas CO? eingespart werden. Das gilt nicht nur auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit oder bei alltäglichen Erledigungen. Darüber hinaus trägt eine Verminderung des PKW-Verkehrs auch zur Steigerung der Verkehrssicherheit bei. Letztlich ist der eigenständige Weg zur Schule auch ein wichtiger Beitrag zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit unserer Kinder. Es gibt also viele gute Gründe, warum unsere Kinder nicht nur an den Aktionstagen zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten gehen, beziehungsweise mit dem Rad oder dem Roller fahren, sollten, sondern so oft es geht.“  

Aktionen und Wettbewerbsgewinner 2016

Viele tolle Aktionen haben Schulen mit ihren Schülerinnen und Schülern auf die Beine gestellt. Erfahren Sie hier, was zu den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" alles gelaufen ist!

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Aktionstage fand in diesem Jahr ein Wettbewerb der besten Projektideen statt. Hier sind die Gewinneraktionen!

  • Platz 1: Die Kinder der Klasse 3b in Dieburg visualisierten die durch den Verzicht auf das Elterntaxi eingesparten CO2-Emissionen mit Wasser. Für jeden Liter Wasser spendete der Bürgermeister von Dieburg einen Euro, die nach den Aktionstagen zum Ausbau des Schulgartens verwendet werden.

  • Platz 2: In Kirchheim am Neckar organisierten Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 eine Woche lang jeden Morgen einen Laufbus für die Grundschüler. Für jeden fleißigen Läufer gab's einen Stempel zu sammeln und der Einsatz wurde belohnt.

  • Platz 3: In Gelsenkirchen wurden zu den Aktionstagen neben den Eltern, auch die Polizei und die Verkehrswacht mit eingebunden. Alle zusammen zogen sich Warnwesten über, auch die Schulleiterin, die die Kinder am Tor zur Schule begrüßte.

Der 1. Platz wurde mit 500 Euro, der 2. Platz mit 300 Euro und der 3. Platz mit 200 Euro belohnt. Zudem kommen die Gewinneraktionen natürlich auf das Plakat für das Jahr 2017!
Herzlichen Glückwunsch! 

Darum geht es bei den Aktionstagen

  • Klar: Wer teilnimmt, kommt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule oder in den Kindergarten. Darüber hinaus können die teilnehmenden Einrichtungen weitere Projekte zu dem Thema veranstalten.
  • Schülerinnen und Schüler, Klassen oder auch ganze Schulen oder Kindergärten erhalten auf unserem Aktionsplakat Tipps und Anregungen zur Teilnahme.
  • Kostenlose Aktionsplakate sowie weiteres kostenpflichtiges Material wie zum Beispiel Straßenbanner oder Sicherheitswesten können bei den Initiatoren bestellt werden.
  • Auf der Homepage www.zu-fuss-zur-schule.de erhalten alle Teilnehmenden viele Tipps und Ideen zur Teilnahme an den Aktionstagen.
  • Die Projekte können von den Schulen bzw. Klassen vor den Aktionstagen für alle sichtbar auf der Homepage eingetragen und dargestellt werden. Nach Projektende kann dort auch die Durchführung des Projekts dokumentiert werden.
  • Auf Anfrage können sich die Teilnehmenden vor Ort bei ihrer Pressearbeit unterstützen lassen.
  • Die besten Projekte werden mit Angabe der Einrichtung auf dem Aktionsposter des Folgejahres vorgestellt.

Warum zu Fuß laufen für Kinder so wichtig ist

Wer läuft, hat´s besser: Kinder gewinnen Sicherheit im Straßenverkehr, entdecken auf ihrem Schul- oder Kindergartenweg oftmals schöne Plätze, die ihnen im Auto entgangen wären und bevor in der Schule stundenlanges Sitzen angesagt ist, kann sich richtig ausgezappelt werden. Dazu jede Menge Spaß und das Gemeinschaftsgefühl, zusammen teilzunehmen und gemeinsam zu laufen.

Eltern wiederum können sich davon überzeugen, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen, wenn sie selbstständig die Schulwege zurücklegen und sparen sich außerdem morgens Stress und Zeit. Sollte die Schule für einen kompletten Fußmarsch zu weit weg liegen, können Kinder auf Parkplätzen in Schulnähe abgesetzt werden und das letzte Stück Weg zu Fuß zurücklegen, nach dem liebenswerten Motto „Kiss & Go“. Selbstverständlich sind auch Eltern, Lehrkräfte und Kindergarten-Erziehende aufgerufen, das Auto stehen zu lassen. So hilft die Aktion ganz nebenbei, das Verkehrschaos vor Schulen zu minimieren und einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Langfristig verfolgen wir mit der Aktion das Ziel, nicht nur Kinder an den Straßenverkehr anzupassen, sondern vor allem den Straßenverkehr kinderfreundlicher zu gestalten. Daher setzen wir uns auch für Tempo 30 ein und sind Mitglied in der Europäischen Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“

Seit 2007 Zu Fuß zur Schule

Seit dem Jahr 2000 gibt es den jährlichen internationalen „I walk to school“-Tag. Seit 2007 richten das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) gemeinsam die Aktionstage zu diesem Thema aus. Am Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ 2015 beteiligten sich deutschlandweit 67.000 Kinder.

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