Am Weltkindertag machen wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen auf die Umsetzung der Kinderrechte aufmerksam.
Jedes Jahr am 20. September feiern wir den Weltkindertag – gemeinsam mit vielen engagierten Menschen in ganz Deutschland! Inzwischen machen mehr als 400 Städte und Gemeinden beim Weltkindertag mit und veranstalten Kinder- und Familienfeste, zeigen Ausstellungen, rufen zu Demonstrationen auf und diskutieren mit Politiker*innen über die Kinderfreundlichkeit in ihrer Kommune.
Das Motto des Weltkindertags legt das Deutsche Kinderhilfswerk jedes Jahr mit UNICEF Deutschland fest. Im Jahr lautete das Motto: „Starke Kinder, starke Zukunft!”. Damit rufen wir dazu auf, sich konsequenter für die Rechte der jungen Menschen, ihren Schutz und die Stärkung einzusetzen. Denn die junge Generation steht heute massiv unter Druck.
Hier erfahrt ihr, was wir dieses Jahr 2026 gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen auf die Beine gestellt haben und wie ihr selbst beim Weltkindertag mitmachen könnt.
Mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren haben sich deutschlandweit in diesem Jahr an unserer großen Mitmach-Aktion beteiligt. Sie haben gemalt und aufgeschrieben, was sie bereits stark macht und was sie sich für ihre Zukunft wünschen. Aus den Einsendungen ist zum Abschluss der Aktion ein ausdrucksstarkes Stimmungsbild entstanden.
Die Ergebnisse zeigen, was die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen bewegt und was sie brauchen, um sicher, gesund und zuversichtlich aufzuwachsen. Sie wünschen sich mehr Sicherheit, Schutz und Unterstützung sowie faire Bildungschancen für alle Kinder. Viele beschäftigen außerdem die Themen Frieden, eine saubere Umwelt und die Frage, wie sie bei Entscheidungen über ihre Zukunft stärker beteiligt werden können. Besonders wichtig ist Kindern und Jugendlichen heute, dass Erwachsene ihnen zuhören, ihre Meinung ernst nehmen und sie an Entscheidungen beteiligen
So schreibt ein Kind: “Ich wünsche mir, dass alle Kinder gleiche Chancen bekommen, egal woher sie kommen. Kinder sollen mehr mitbestimmen dürfen und ihre Meinung soll ernst genommen werden.”
Eine jugendliche Person betont: “Ich brauche Menschen, die mir zuhören und mich ernst nehmen. Ich brauche ein offenes Ohr für Probleme, aber auch die Bereitschaft, diese anzugehen. In der Schule wünsche ich mir mehr Unterstützung.”
Viele der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind sich ihrer eigenen Stärken bewusst und wissen genau, was sie selbst stark macht. Vor allem Familie und Freundschaften, Hilfsbereitschaft, einander zuhören, Sport, Kreativität und gegenseitige Unterstützung gehören zu den häufig genannten Stärken:
“Damit ich mich stark fühle, brauche ich ein Umfeld, das mich ernst nimmt und mir zuhört. Und dass meine Meinung und Erfahrung in der Gesellschaft zählt.”
“Ich brauche meine Familie und Freunde, Liebe, Vertrauen und Mut, damit ich mich stark und sicher fühle.”
Anfang September haben wir mit Schüler*innen aus Berlin in einem Workshop zu den Kinderrechten gearbeitet. Passend zum Motto fand dieser im Haus der Zukünfte im Futurium in Berlin statt. Gemeinsam beschäftigten sich die Kinder damit, was sie stark macht und was sie für eine gute Zukunft brauchen, und brachten ihre eigenen Gedanken, Wünsche und Forderungen ein.
Im Workshop gestalteten die Schüler*innen außerdem gemeinsam einen Koffer als Symbol für Stärke und Zukunft. Darin wurden anschließend die Wünsche, Gedanken und Forderungen aus der bundesweiten Mitmach-Aktion gesammelt. Unterstützt wurden die Kinder dabei von Enie van de Meiklokjes, Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes, sowie UNICEF-Unterstützerin Senta.
Kurze Zeit später, am 18. September, brachten Jugendvertreter*innen des Deutschen Kinderhilfswerkes und UNICEF den gemeinsam gestalteten Koffer ins Bundesfamilienministerium. Dort überreichten sie die Ergebnisse der bundesweiten Mitmach-Aktion an die Parlamentarische Staatssekretärin Mareike Wulf. Im Gepäck: die gesammelten Wünsche, Gedanken und Forderungen von Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland.
Bei der Übergabe kamen die Jugendvertreter*innen mit Frau Wulf über die Ergebnisse der Aktion ins Gespräch. Dabei machten sie deutlich, was Kinder und Jugendliche für eine starke Zukunft brauchen: Kinderrechte, Schutz, faire Bildungschancen, ernst gemeinte Beteiligung und Erwachsene, die ihnen zuhören und ihre Perspektiven berücksichtigen.

Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert. Doch wie und wann entstand die Idee eines Weltkindertages?
Bei Rückfragen zum Weltkindertag schreiben Sie uns gern eine Mail!