18.05.2021

Euskirchen bewirbt sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Euskirchen verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Bürgermeister Sacha Reichelt hat dazu heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Euskirchen besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Die Kreisstadt Euskirchen ist nach Köln, Dormagen, Weilerswist und Brühl die fünfte Kommune aus Nordrhein-Westfalen, die dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ beitritt.

Bürgermeister Sacha Reichelt sagte: „Für die Stadt Euskirchen ist der Leitgedanke von Familien- und Kinderfreundlichkeit von besonderer Bedeutung – und dies auch ohne eigenes städtisches Jugendamt. Elementar ist dabei die kontinuierliche Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in vielfältigen Belangen der Stadtgestaltung. Hierfür haben wir unter anderem bereits ein Kinder- und Jugendbüro eingerichtet. Ich freue mich über die Teilnahme am Programm ‚Kinderfreundliche Kommunen‘ und die damit verbundene weitere Sensibilisierung für die Bedeutung dieses Themas. Darüber hinaus bin ich zuversichtlich, dass aufgrund der externen Begleitung durch den Verein Kinderfreundliche Kommunen weitere Anregungen und Impulse für die Bedarfe von Kindern in Euskirchen entstehen.“

„Wir freuen uns sehr, Euskirchen in unserem Vorhaben begrüßen zu dürfen“, sagte Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. „Mit dem Kinder- und Jugendbüro und einer Vielzahl von Beteiligungsprojekten hat die Stadt bereits eine vielversprechende kinderfreundliche Basis geschaffen. Im nächsten Schritt wird es nun darum gehen, diese Strukturen zu stärken und die Kinderrechte stärker ins Verwaltungshandeln einzubinden. Dabei dürfen die Stimmen der jungen Menschen als Expert_innen in eigener Sache natürlich nicht fehlen. Wir sind gespannt auf die nächsten Jahre und freuen uns, Euskirchen auf dem Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit zu begleiten zu dürfen.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen dem Programm angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Vereinbarungsunterzeichnung in Euskirchen: http://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-euskirchen/

www.kinderfreundliche-kommunen.de

www.childfriendlycities.org