05.08.2021

Deutsches Kinderhilfswerk hilft 56 Schulkindern in Hamburg

Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt heute 56 Schulranzen an Erstklässlerinnen und Erstklässler in Hamburg. Damit soll Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen ein guter Schulstart ermöglicht werden. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel.

Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes, betont: „Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit das Leben unserer Kinder enorm belastet, heißt es hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Wir wünschen uns sehr, dass die Kinder in Hamburg einen unbeschwerten ersten Schultag erleben werden. Dieser erste Schultag ist für jedes Kind ein ganz besonderes Ereignis. Für Familien mit wenig Einkommen bedeutet er jedoch eine außerordentliche finanzielle Belastung. Gerade ein guter Schulranzen kostet sehr viel Geld. Mit unserer Schulranzenaktion wollen wir Kindern aus einkommensschwachen Familien den Schulstart erleichtern, damit sie ihren Spaß am Lernen behalten. Eine gute Grundausstattung ist der erste Schritt dazu.“

„Kinder und Familien haben – bei einer ohnehin hohen Sozialleistungsquote – unter den Folgen der Corona-Pandemie außerordentlich gelitten. Besonders schlimm traf es Familien, wenn das kleine Einkommen wegen Kurzarbeit oder Kündigung noch geschmälert wurde oder wegfiel. Familienarmut bedeutet auch Kinderarmut und davor darf man die Augen nicht verschließen. Die Hansestadt Hamburg freut sich darum sehr über die Schulranzenaktion. So wird den Kindern ein guter und schöner Start in ihr Schulleben ermöglicht und auch den Eltern wird der Schulstart ihrer Kinder etwas erleichtert. Dafür danke ich dem Deutschen Kinderhilfswerk sehr herzlich“, sagt Mirijam Klose vom SpielTiger und der Kontaktstelle des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland wächst jedes fünfte Kind in Armut auf und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Vielen Kindern fehlt es an elementaren Dingen wie einem Schulranzen oder einem Federmäppchen. Für manches Flüchtlingskind beginnt der erste Schultag mit völlig leeren Händen. Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk nicht nur durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, sondern auch durch unbürokratische Hilfe, wie mit seiner jährlichen Schulranzenaktion. Dabei wurden bisher rund 24.000 Schulranzen im Wert von mehr als vier Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt. Die Schulranzen sind mit Utensilien wie einem Turnbeutel, Schreibmaterialien und Lese- und Lernheften gefüllt.