Uwe Kamp

Pressesprecher

030-308693-11

04.12.2014

Deutsches Kinderhilfswerk zeichnet Schule Am Wall in Kassel als Kinderrechteschule aus

Das Deutsche Kinderhilfswerk zeichnet heute die Schule Am Wall in Kassel als Kinderrechteschule aus. In diesem Projekt werden Schulen angeregt, die Vermittlung von Kinderrechten zu einem Leitgedanken ihrer Einrichtung zu machen. Zentrale Zielstellung ist es, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur abstrakt zu diskutieren, sondern ihnen zugleich einen konkreten Alltagsbezug zu vermitteln. Die Auszeichnung wird im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Modellprojektes „Kinderrechteschule“ verliehen.

„25 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention müssen die Kinderrechte in allen Lebensbereichen verwirklicht werden. Natürlich ist die Diskussion über Kinderrechte im Unterricht wichtig, zentral ist für uns aber ebenso die Umsetzung im Lebensumfeld der Kinder. Leider werden hier die Kinderrechte im Alltag an vielen Stellen missachtet. Durch die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler wollen wir dazu anregen, dass die Kinder und Jugendlichen über die Schule hinaus für ihre Rechte eintreten und ihre Lebenswelt so kinderfreundlicher machen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Die Leitidee ‚Kinder stark machen‘ leben wir schon seit vielen Jahren an unserer Schule“, erklärt Hannelore Siewert, Leiterin der Schule Am Wall in Kassel. „Im Rahmen der Projekttage ‚Kinderrechte‘ sollen sich unsere Schülerinnen und Schüler aktiv, mit Kopf, Herz und Hand mit der doch recht schwierigen Thematik auseinandersetzen, sie begreifen und erleben. In den einzelnen Projektgruppen erfahren die Kinder, welche Rechte sie haben und dass Kinderrechte nicht selbstverständlich sind.“

Das Projekt „Kinderrechteschule“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Kultusministerkonferenz unterstützt. Kooperationspartner ist das Berliner MACHmit! Museum für Kinder. Das Projekt knüpft an den Kinderrechte-Koffer des Deutschen Kinderhilfswerkes an, den bereits mehr als 800 Schulen bundesweit für ihre Arbeit nutzen. Es ist im Januar 2013 mit zwei Modellschulen gestartet, das Projektende ist für Ende 2015 geplant. In diesem Jahr sind vier Schulen hinzugekommen, weitere werden im nächsten Jahr ins Projekt aufgenommen.

 

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.