Im Rahmen des Projekts „Kinderrechteläufe“ des Deutschen Kinderhilfswerkes sammeln Schülerinnen und Schüler der Grundschule Holzhausen in Bad Pyrmont morgen bei einem Kinderrechtelauf Spenden für die Unterstützung von Lernpatenschaften und für neue Spielgeräte auf dem Schulhof. Da diese Spendenzwecke zur Umsetzung der Kinderrechte auf Bildung (Artikel 28 UN-Kinderrechtskonvention) sowie auf Spiel, Freizeit und Erholung (Artikel 31 UN-Kinderrechtskonvention) beitragen, erhöht das Deutsche Kinderhilfswerk die erlaufene Spendensumme aus Eigenmitteln um maximal 5.000 Euro.
Bei einem Kinderrechtelauf können die Schülerinnen und Schüler den Lauf aktiv mitgestalten und sich beispielsweise bei der Auswahl des Spendenzwecks, der Organisation des Events oder der Suche nach Sponsorinnen und Sponsoren einbringen.
„Das Deutsche Kinderhilfswerk freut sich, den Kinderrechtelauf der Grundschule Holzhausen in Bad Pyrmont, vor allem aber das Engagement der Schülerinnen und Schüler für Kinderrechte tatkräftig zu unterstützen. Mehrere Studien des Deutschen Kinderhilfswerkes zeigen, dass wir in Deutschland eine Bildungsoffensive in Sachen Kinderrechte brauchen, die Kinder und Erwachsene erreicht. Kinderrechte sind leider nicht so selbstverständlich wie es nötig wäre, sie gehören deshalb ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit. Und natürlich hoffen wir auch, dass möglichst viele Spendengelder beim Kinderrechtelauf zusammenkommen – denn der Erfolg der Kinder kann Großes bewirken“, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Ich denke, es wird cool. Ich mag einfach rennen. Ich finde es wichtig, Sport zu machen und für unsere Rechte zu laufen“, sagt Fatima (4. Klasse). Und Musa (4. Klasse) ergänzt: „Ich spiele gerne Fußball und bin gut im Laufen. Ich freue mich darauf, mit meinen Freunden für einen guten Zweck zu laufen.“
„Jede Runde, die unsere Schülerinnen und Schüler laufen, steht symbolisch für ihren Einsatz für die Kinderrechte. Wir sind sehr stolz auf das Engagement unserer gesamten Schulgemeinschaft“, so Schulleiter Jan Liebold. „Ich finde es wichtig und toll, dass die Kinder durch den Spendenlauf etwas Gemeinschaftliches erleben und damit auf ihre Rechte aufmerksam machen. Gleichzeitig setzen die Kinder sich nicht nur für ihre eigenen Wünsche ein, sondern auch darüber hinaus für andere“, sagt Schulsozialarbeiterin Freya Gittel.
Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt die Schulen bei Kinderrechteläufen mit Informationen, praxisnahen Anregungen und Materialien zur Vorbereitung und Durchführung des Laufs. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für ihre Rechte zu sensibilisieren und sie gleichzeitig darin zu bestärken, sich für deren Umsetzung einzusetzen. Die Kinderrechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Die Konvention umfasst 41 konkrete Kinderrechte, die sich jeweils mindestens einer der drei grundlegenden Säulen – Beteiligung, Förderung und Schutz – zuordnen lassen. Ein Projekt hat dann einen klaren Kinderrechtebezug, wenn es mindestens eines dieser Rechte konkret stärkt, schützt oder seine Umsetzung aktiv unterstützt.
Das Projekt „Kinderrechteläufe“ ist Teil des Programms „Kinderrechte-Landschaften“ des Deutschen Kinderhilfswerkes. Ziel des Programms ist es, Kinderrechte im Bildungsweg von Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren durchgängig zu verankern sowie ihre Umsetzung im pädagogischen Alltag zu stärken und damit im Alltag der Kinder erlebbar zu machen. Das Programm „Kinderrechte-Landschaften“ wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Weitere Informationen zum Projekt „Kinderrechteläufe“ unter: https://www.dkhw.de/informieren/unsere-angebote/fuer-kitas-und-schulen/kinderrechtelaeufe/
Weitere Informationen zum Programm „Kinderrechte-Landschaften“ unter: https://www.kinderrechte.de/projekte/programm-kinderrechte-landschaften/
Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.







