Das Kinderrechte-Projekt „Kinder- und Jugendbeteiligungsgremium“ aus Oranienburg ist vom Deutschen Kinderhilfswerk als Förderprojekt des Monats Oktober 2026 ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Kinderrechtsorganisation jeden Monat ein Projekt, das eine Förderung des Deutschen Kinderhilfswerkes erhalten hat und in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche wirkt. Die ausgezeichneten Projekte sollen beispielsweise mit einem besonders kreativen Konzept oder ihrer nachhaltigen Wirkung für Kinder und Jugendliche überzeugen. Außerdem wird ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Projekt gelegt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert.
Im Judo-Club „Samura“ haben meistens die Erwachsenen das Sagen, obwohl die meisten Mitglieder des größten Teil im Vereins Kinder sind. Deswegen haben diese statt eines geplanten Sportcamps in den Sommerferien ein Beteiligungscamp durchgeführt. Dabei haben sie nicht nur eine Jugendvertretung aufgestellt und organisiert, sondern auch überlegt, was sie sich für den Verein wünschen: zum Beispiel einen Kummerkasten, eine Übernachtung im Dojo oder mehr Mitbestimmung bei den Trainingseinheiten. Damit haben sie nicht nur Beteiligungsstrukturen im Verein geschaffen, sondern dienen auch als Vorbild für andere Vereine in der Umgebung.
„Das Projekt verknüpft den Sport im Verein erfolgreich mit demokratischen Prozessen. Dadurch wird ein gut strukturiertes Beteiligungsprojekt im organisierten Sport umgesetzt, das Jugendliche nicht nur informiert, sondern Beteiligung konkret erlebbar macht. Besonders lobenswert ist der praktische Ansatz: Durch Impulse zum Mitwirken und das Aufstellen erster fester Beteiligungsstrukturen wird Mitbestimmung nicht nur theoretisch vermittelt, sondern direkt im eigenen Verein ausprobiert und reflektiert. Außerdem erfahren die Jugendlichen dadurch, dass die Jugendvertretung sogar in die Vereinssatzung aufgenommen wird, ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und erleben nachhaltige Möglichkeiten, sich einzubringen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 2.341 Projekte mit insgesamt rund 14.686.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung zielgruppengerechter Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.
Weitere Infos zum Projekt unter www.dkhw.de/projektdesmonats
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.







