Gaming gehört zum Alltag junger Menschen

Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland spielt regelmäßig digital. Am meisten gefällt ihnen, eigene Ideen umzusetzen und in andere Welten einzutauchen. Aber nur gut die Hälfte hat das Gefühl, dass sich auch Eltern oder andere Erwachsene für ihr Gaming interessieren. Das ergab eine Umfrage zum Weltspieltag 2026.

Gaming gehört zum Alltag junger Menschen

Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland spielt regelmäßig digital. Am meisten gefällt ihnen, eigene Ideen umzusetzen und in andere Welten einzutauchen. Aber nur gut die Hälfte hat das Gefühl, dass sich auch Eltern oder andere Erwachsene für ihr Gaming interessieren. Das ergab eine Umfrage zum Weltspieltag 2026.

Umfrage zur Bedeutung von Gaming

Der Weltspieltag am 11. Juni steht in diesem Jahr unter dem Motto “Spielen verbindet – auch digital!”. Damit will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im “Bündnis Recht auf Spiel” auf die besondere Bedeutung des Gaming als wesentlichem Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen aufmerksam machen. Im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes hat die forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH dazu eine repräsentative Befragung durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.027 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren vom 26. März bis 08. April 2026 befragt.

Die Befragung zum Weltspieltag 2026 zeigt:

Nur gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen haben den Eindruck, dass sich ihre Eltern oder andere Erwachsene in angemessenem Maße für die digitalen Spiele interessieren, die sie spielen. 

Zugleich sind knapp zwei Drittel der Meinung, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene gut über die von ihnen gespielten Spiele Bescheid wissen. Fast ebenso viele sagen, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene verstehen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen. Weniger als die Hälfte geben jedoch an, dass sie häufig mit ihren Eltern oder anderen Erwachsenen über die digitalen Spiele sprechen, die sie selbst spielen, und ein Drittel hat den Eindruck, dass Eltern oder andere Erwachsene Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben. 

Besonders gut gefällt den Kindern und Jugendlichen am digitalen Spielen, dass sie eigene Ideen umsetzen und zum Beispiel Welten, Häuser oder Figuren bauen können, und die Möglichkeit, beim digitalen Spielen in andere Welten einzutauchen und Neues zu entdecken.

Vollständige Umfrage zum Weltspieltag 2026 zum Download

Hier können Sie sich die vollständigen Ergebnisse der repräsentativen forsa-Befragung zum Weltspieltag am 11. Juni 2026 herunterladen.

Download Umfrage  

Alle Grafiken 

Ausgewählte Ergebnisse der Umfrage

Spielverhalten bei digitalen Spielen – Spielhäufigkeit

Abgefragt wurde zunächst das Spielverhalten bei digitalen Spielen, die Spielhäufigkeit und die bevorzugte Spielart. Die deutliche Mehrheit der 10- bis 17-Jährigen spielt regelmäßig: 58 Prozent spielen (fast) täglich digitale Spiele, 23 Prozent mehrmals pro Woche und weitere 7 Prozent einmal pro Woche. 9 Prozent der Befragten spielen solche interaktiven Spiele seltener als einmal pro Woche und 3 Prozent nie.

Spielverhalten bei digitalen Spielen – Bevorzugte Spielart

Danach wurde gefragt, was den Kindern und Jugendlichen am digitalen Spielen besonders gefällt. 42 Prozent der Kinder bzw. Jugendlichen, die zumindest ab und zu digitale Spiele spielen, spielen am liebsten gemeinsam mit anderen im Team. Bei denjenigen, die (fast) täglich spielen, sind es sogar 48 Prozent. 14 Prozent treten dagegen am liebsten digital gegen andere an. 38 Prozent spielen digitale Spiele am liebsten alleine.

Was am digitalen Spielen besonders gefällt

Den Spielerinnen und Spielern gefällt am digitalen Spielen besonders gut, dass sie eigene Ideen umsetzen und zum Beispiel Welten, Häuser oder Figuren bauen können (53 Prozent). Für 48 Prozent ist besonders positiv, dass sie beim digitalen Spielen in andere Welten eintauchen und Neues entdecken können. Dass sie beim digitalen Spielen verschiedene Figuren oder Rollen ausprobieren können, gefällt 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen besonders gut. 28 Prozent gefällt besonders gut, dass sie beim digitalen Spielen besser sein können als andere oder gegen andere gewinnen. 

Fast ebenso beliebt ist es, gemeinsam mit anderen, schwierige Aufgaben und Level zu bewältigen (25 Prozent). Vergleichsweise selten (14 Prozent) wird als positiver Aspekt genannt, dass sie durch digitale Spiele neue Freundinnen und Freunde kennenlernen können, auch wenn diese mitunter weit entfernt wohnen.

Interesse der Eltern oder anderer Erwachsener für die gespielten digitalen Spiele

Darauf aufbauend wurde von den Kindern und Jugendlichen das Interesse und der Wissensstand der Eltern oder anderer Erwachsener eingeschätzt. 54 Prozent der Spieler*innen haben den Eindruck, dass sich ihre Eltern oder andere Erwachsene in angemessenem Maße für ihre digitalen Spiele interessieren. 21 Prozent finden dagegen, dass sie sich zu wenig für die von ihnen gespielten Spiele interessieren. 16 Prozent sind gegenteiliger Meinung und empfinden das Interesse als zu groß, 9 Prozent kann oder möchte dazu keine Einschätzung abgeben.

Wissensstand der Eltern oder anderer Erwachsener zu den gespielten digitalen Spielen

Mehrheitlich haben die befragten Spieler*innen das Gefühl, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene gut über die von ihnen gespielten Spiele Bescheid wissen (64 Prozent). 28 Prozent sehen das nicht so. Dass ihre Eltern oder andere Erwachsene verstehen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen, sagen 59 Prozent. Dabei haben Befragte, die der Meinung sind, dass sich ihre Eltern oder andere Erwachsene in ausreichendem Maße für ihre digitalen Spiele interessieren, überdurchschnittlich häufig den Eindruck (72 Prozent), dass diese auch verstehen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen. Und 42 Prozent geben an, dass sie häufig mit ihren Eltern oder anderen Erwachsenen über die digitalen Spiele sprechen, die sie selbst spielen. Auf mehr als die Hälfte trifft das nicht zu (52 Prozent). Schließlich haben 33 Prozent den Eindruck, dass Eltern oder andere Erwachsene Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben. Das sehen diejenigen, die (fast) täglich spielen, eher so im Gegensatz zu denjenigen, die seltener spielen (39 Prozent zu 23 Prozent).