Das bewirkt Ihre Spende!

Dank Ihrer Spenden kann das Deutsche Kinderhilfswerk deutschlandweit Initiativen und Projekte fördern, die nachhaltig für Kinder und Jugendliche wirken. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen einige davon vor – und berichten Ihnen ganz konkret, was die Projekte verändert haben. 

Gefördert mit einem Gesamtwert von 45.000 Euro

Haus Steinstraße e.V. im Kinderhausprogramm

Theresa (9) und Kleo (10) rennen die bunten Treppenstufen eilig nach oben. Drei Stockwerke sind es bis zum “Theater im Dach”: einem ausgebauten Dachboden mit schwarzem Tanzboden, Beleuchtung und Stühlen für das Publikum. Dort haben die beiden Freundinnen gleich ihren Theaterkurs. Gerade arbeiten sie an einem Stück über einen magischen Müllberg in einem Wald. “Der Müllberg taucht immer wieder auf, weil die Menschen ihn verursacht haben”, erzählt Theresa.

Im Haus Steinstraße finden jede Woche mehrere Theaterkurse statt. Kinder in den unterschiedlichsten Altersstufen machen mit. Auch bei den anderen Angeboten im Haus können sich die Kinder frei ausprobieren. Es gibt eine Keramikwerkstatt, ein Podcaststudio, Tanz- und Bewegungsangebote sowie ein Atelier mit Schneidemaschine und Druckerpresse.

Schon am Eingang wird sichtbar, dass Kinder diesen Ort mitgestaltet haben. Überall hängen bunte Zeichnungen, sogar außen an der Hausfassade. Neben dem Haus Steinstraße betreut der Träger, die Kulturpark gGmbH, noch ein weiteres Projekt im Robert-Koch-Park in Grünau. Dort gestaltet das Team den Park gemeinsam mit dort lebenden Kindern und Jugendlichen zu einem Treffpunkt für alle Generationen.

Was bewirkt das Kinderhausprogramm?

  • Finanzielle Sicherheit: Wegen der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage zeichnet sich ab, dass an vielen Ecken gespart werden muss. Die Förderung dient als Stütze für einen festen Zeitraum von drei Jahren. 
  • Kreativität: Das Kinderhaus bietet Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges Angebot. So können sie sich ausprobieren und herausfinden, was ihnen in ihrer Freizeit Spaß macht und wirklich zu ihnen passen.
  • Beteiligung: Indem Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung eingebunden werden, erleben sie eine direkte Mitgestaltung ihrer Umgebung und entwickeln ein nachhaltiges Bewusstsein für ihre Lebenswelt.

Gefördert mit 4.000 Euro

Theaterprojekt "Young Visions"

„Young Visions – Junge Perspektiven für die Bühne von morgen“ ist eine Diskursreihe der Jugendbeteiligungsgruppe am theater für niedersachsen (tfn) in Hildesheim. Einmal in der Woche treffen sich Kinder und Jugendliche mit dem Ziel, ihre Themen und Perspektiven am Theater einzubringen. Sie zeigen, wie Theater ein Ort des Dialogs und der Veränderung werden kann.

Die Projektgruppe spricht über Themen, die sie im Alltag und am Theater besonders interessieren. „In den letzten Monaten haben wir uns zum Beispiel mit Adultismus und Pranks beschäftigt und uns die Strukturen des Theaters angeschaut“, berichten Niklas und Heja, beide 17 Jahre alt. Sie erklären, dass am Theater oftmals Kinderrollen von Erwachsenen gespielt werden. Einerseits ist das oft wenig authentisch, finden sie. Andererseits fragen sich die Jugendlichen: Warum dürfen Kinder hier nicht mit auf die Bühne, wenn sie das möchten?

Wenn ein Thema gefunden ist, brainstormen die Jugendlichen gemeinsam und überlegen, wie sie es in ein Format für die Diskursreihe übersetzen können. Denn bei regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen kommen junge Menschen vor Ort mit Künstler*innen, Expert*innen und Entscheidungsträger*innen ins Gespräch.

Was bewirkt das Förderprojekt?

  • Beteiligung: Das Projekt fördert kulturelle Teilhabe, stärkt die Stimmen junger Menschen und schafft einen kreativen Raum für Austausch und Mitgestaltung.
  • Sichtbarkeit: “Young Visions” macht junge Perspektiven sichtbar und zeigt, dass Theater ein Ort des Dialogs und der Veränderung sein kann.
  • Kreativität: Durch interaktive Formate wie Panels, Workshops und künstlerische Interventionen entstehen Ideen, die langfristig in die Theaterarbeit einfließen.

Gefördert mit 20.000 Euro

Kinderreport Deutschland 2026

Das Deutsche Kinderhilfswerk gibt regelmäßig den Kinderreport Deutschland heraus, der die Umsetzung der UN-Kinderrechte in Deutschland untersucht. Im Mai wurde der Kinderreport 2026 zum Thema chancengerechte Bildung veröffentlicht und zeigt: Für echte Bildungsgerechtigkeit in Deutschland sind dringend mehr finanzielle Mittel und Teilhabe erforderlich.

Der Kinderreport enthält einen Zustandsbericht aus der Sicht von Kindern und Erwachsenen. Er zeigt, wie sie den aktuellen Stand chancengerechter Bildung in Deutschland einschätzen und welche konkreten Veränderungen und Maßnahmen sie für wichtig halten. Daraus resultieren politische Handlungsempfehlungen, die von der frühkindlichen und schulischen Bildung bis hin zur außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit reichen. In einem Essay werden verschiedene Kontexte von Bildungsgerechtigkeit beziehungsweise Bildungsungerechtigkeit thematisiert und eingeordnet.

Was bewirkt das Projekt? 

  • Datengrundlage und Beteiligung: Durch die repräsentative Befragung von Erwachsenen sowie von über 1.000 Kindern und Jugendlichen lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, welche Meinungen zum Thema Bildung derzeit besonders relevant sind und welche konkreten Veränderungen und Maßnahmen besonders wichtig. Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen sind ebenso wie die der Erwachsenen in den Ergebnissen des Kinderreports sichtbar. Sie werden thematisch in den politisch wie gesellschaftlichen in den Kontext gestellt. 
  • Reichweite: Durch eine reichweitenstarke mediale Berichterstattung werden Kinderrechte und ihre Umsetzung im Bereich Bildung sowie das Deutsche Kinderhilfswerk als Kinderrechtsorganisation in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.
  • Öffentliche Vorstellung gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Karin Prien: Der Kinderreport bildet eine wichtige Grundlage für die politische Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Woher weiß das Deutsche Kinderhilfswerk, ob das Geld wirklich bei den Kindern ankommt?

Um sicherzustellen, dass die uns anvertrauten Mittel bei den Kindern und Jugendlichen ankommen und ihr Leben nachhaltig und positiv verändern, verfolgt das Deutsche Kinderhilfswerk verschiedene Maßnahmen zur Wirkungsbeobachtung. 

So müssen beispielsweise alle Antragstellenden, die über unsere Förderfonds Zuwendungen für Projekte erhalten, Zwischenberichte und einen Abschlussbericht einreichen sowie eine Erklärung darüber, wie die Mittel verwendet wurden. Dadurch wissen wir genau, wie viele Kinder das Projekt erreicht hat, welche kinderrechtlichen Ziele verfolgt wurden und was die eingesetzten Spendengelder bewirkt haben. 

Bei allen Aktionen, die wir selbst für Kinder und Jugendliche umsetzen, wie zum Beispiel den Weltspieltag oder die Verleihung des Deutschen Kinder- und Jugendpreises, steht am Anfang ein Konzept, in dem genau festgehalten wird, wie wir durch die Maßnahme Kinder stärken, beteiligen und die Kinderrechte bekannt machen können. Alle Aktionen werden im Nachhinein umfassend evaluiert. 

Haben Sie Fragen dazu, wie Ihre Spende wirkt?

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