Das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verein Bispingen für Kinder e.V. haben am heutigen Weltkindertag am Rathaus in Bispingen gemeinsam einen „Kinderrechtepfad“ eröffnet. Ein solcher Pfad bietet Kindern und Erwachsenen gleichermaßen einen Zugang zu kinderrechtlichen Grundsatzthemen – und zwar optisch ansprechend, didaktisch versiert, spielerisch und lebensraumnah. Das Konzept ist an die allseits bekannten „Trimm-dich-Pfade“ angelehnt und funktioniert in ähnlicher Weise: Spazierende stoßen auf ein in der Öffentlichkeit installiertes Schild und finden darauf raumbezogene, erlebnisorientierte Informations- und Spielangebote, in diesem Fall bezogen auf die Kinderrechte. Damit sind solche Lernpfade eine einfache und effiziente Möglichkeit, für Kinder und Begleitende, sich kinderrechtlichen Themen spielerisch zuzuwenden.
„Wir freuen uns sehr, dass die Gemeinde Bispingen heute einen ‚Kinderrechtepfad‘ eingeweiht hat und damit ein wahrnehmbares Zeichen für Kinderrechte setzt. Kommunen sind die Orte, an denen Kinder und Jugendliche aufwachsen und mit denen sie sich identifizieren – und gerade deshalb so wichtig, um die vollumfängliche Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention voranzutreiben. Dass die Kinderrechte in Bispingen mit dem Kinderrechtepfad nun fest im Gemeindebild verankert sind, ist ein wichtiges Signal. Denn wir brauchen die gesamte Gesellschaft, damit Deutschland ein kinderfreundliches Land wird”, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Der Verein Bispingen für Kinder e.V. hat gemeinsam mit zehn Patenorganisationen der Gemeinde den Lernpfad in Bispingen errichtet. Wir sind sehr stolz darauf, mit so breiter zivilgesellschaftlicher Unterstützung in Bispingen ein starkes Zeichen für Kinderrechte zu setzen“, sagt Cornelia Baden, Erste Vorsitzende des Vereins Bispingen für Kinder e.V.
Bürgermeister Dr. Jens Bülthuis ergänzt: „Bispingen ist eine Gemeinde mit viel Tourismus und deshalb freuen wir uns, dass der Lernpfad sicher nicht nur von Bispingerinnen und Bispingern, sondern auch von vielen Gästen erwandert und erlebt wird. So platzieren wir uns mit dem Sichtbarmachen der Kinderrechte einmal mehr als demokratische Kommune, die ihre Kinder und Jugendlichen nicht vergisst.“
Die einzelnen Stationen des „Kinderrechtepfads" sind ansprechend und mit Wiedererkennungswert gestaltet und fest im öffentlichen Raum installiert. In Bispingen liegen die Stationen entlang eines kleinen Wanderweges in der Gemeinde. Die Lerninhalte sind dauerhaft zugänglich und können jederzeit mit Kindern besucht und vor allem sinnlich erlebt werden. An jeder Station bieten die von Teresa Linke entworfenen Schilder eine kurze Einführung und ein Lernangebot zu kinderrechtlichen Fragen. Dabei steht der Spaß natürlich im Vordergrund, jedoch werden die Kinder vom Kleinkindalter bis hin zur Grundschule auch vor kleinere oder größere Herausforderungen gestellt. Durch das breite Schwierigkeitsspektrum soll jedes Kind bestärkende Erfolgserlebnisse verbuchen können. Die Aufgaben fordern Motorik, Sinneswahrnehmung, Erinnerungsvermögen, Fantasie, Kreativität, aber auch Achtsamkeit, Empathie und Rücksichtnahme. Zudem regen die Installationen dazu an, über die Ansprüche und Potenziale von Kinderrechten nachzudenken – und zwar so, wie sie im Lebensalltag der Menschen in der Kommune vorkommen.
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.






