TV-Reporter und Kabarettist Alfons sammelt 33.343,70 Euro für die Ukraine-Hilfe des Deutschen Kinderhilfswerkes

Der TV-Reporter und Kabarettist Alfons überreicht heute 33.343,70 Euro an den Ukraine-Hilfsfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes. Dieser Fonds unterstützt zahlreiche Projekte für nach Deutschland geflüchtete Kinder aus der Ukraine. Für den Hilfsfonds war Alfons in den letzten Monaten in spezieller Mission unterwegs: Um ein Zeichen für Frieden in der Ukraine zu setzen und Geld für vom Krieg betroffene Kinder zu sammeln, hatte er seine berühmte orangefarbene Trainingsjacke gegen eine gelb-blaue getauscht: „La Friedensjacke“. Mit dieser Jacke konnten sich Theater-Besucherinnen und -Besucher nach seinen Auftritten gemeinsam mit ihm fotografieren lassen – und dafür auch gern Geld spenden.

„Merci, liebes Publikum, für Eure Großzügigkeit - und Merci auch für diese sehr menschlichen Momente, die wir nach den Veranstaltungen im Foyer zusammen verbracht haben! Als ich diese Aktion gestartet habe, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass wir so eine gewaltige Summe zusammen bekommen. Jetzt freue ich mich, dass wir dank „La Friedensjacke“ gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk tolle und wichtige Initiativen unterstützen können, die allesamt geflüchteten Kindern aus der Ukraine zugute kommen. Denn in einem Punkt sollten sich alle Menschen einig sein: Kein Kind auf dieser Welt hat einen Krieg verdient“, sagt TV-Reporter und Kabarettist Alfons.

„Ein riesiges und herzliches Dankeschön an Alfons für diese tolle Aktion. Das vertraute Wohnumfeld verlassen zu müssen, ist für Kinder immer schwer zu verkraften. Mit der sie täglich umgebenden Kriegsberichterstattung oder sogar selbst erfahrenem Leid, verlieren die Kinder ihr Grundvertrauen, entwickeln Ängste um das eigene Leben und von Angehörigen und Freunden. Das alles kann stark traumatisierend für sie sein. Deshalb ist es wichtig, auch über gute Projekte ihr Leben in Deutschland zu verbessern. Die Förderung solcher Projekte ist uns nur durch die sehr große Hilfs- und Spendenbereitschaft möglich, die sich in den letzten Monaten auf eindrucksvolle Weise gezeigt hat. Dafür möchten wir uns im Namen der Kinder bei allen, die dazu beigetragen haben, von ganzem Herzen bedanken“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Anlässlich der symbolischen Übergabe des Betrages an das Deutsche Kinderhilfswerk besuchte Alfons eines der aus dem Fonds unterstützten Projekte: „Kommt, wir bauen eine Stadt“ des Kiezanker 36 – Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg, das mit 2.700 Euro unterstützt wird. Bei diesem kreativen Projekt entsteht gemeinsam mit den geflüchteten Familien und ihren Kindern eine Stadt, in der sich ihr bisheriges Zuhause wiederfindet. Jede und jeder Zugezogene kann dabei den Wohnort ihrer oder seiner Kindheit nachbauen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und es kann mit den unterschiedlichsten Materialien gearbeitet werden wie z.B. Ton, Pappe oder Stein. Den ukrainischen Kindern und ihren Eltern soll so die Möglichkeit geben werden, auf liebevolle Weise „Abschied“ zu nehmen, auch wenn er vorübergehend sein sollte. Im Gegensatz zu anderen Projekten, die vielfach den Fokus auf das Ankommen in Deutschland setzen, wird das Augenmerk bei diesem Projekt darauf gelegt, miteinander ins Gespräch zu kommen, indem das eigene (bisherige) Zuhause sichtbar gemacht wird.

Gefördert wurde beispielsweise auch das „Geflüchteten-Café“ des Lovelite e.V. in Berlin-Friedrichshain mit 5.000 Euro. Hier wird den Geflüchteten ein Ort angeboten, wo sie sich aufhalten und austauschen können. Für die Kinder gibt es Bücher zum Lesen, sowie eine Spiel- und Bastelecke. Als Veranstaltungszentrum bietet das Lovelite zusätzliche vielfältige Angebote wie Deutsch-Kurse, Kinderkino, Lesenachmittage und gemeinsames Musizieren und Singen. Auch das Projekt „Schule auf Zeit“ in Frankfurt (Oder) wurde mit 5.000 Euro gefördert. Dieses Projekt unterstützt junge Geflüchtete aus der Ukraine beim Erwerb der deutschen Sprache. Dabei haben sich ehrenamtliche pensionierte Lehrerinnen und Lehrer dazu bereit erklärt, die Kinder zu unterrichten. Außerdem erhalten die Familien Unterstützung in der Bewältigung des Alltags.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte direkt nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine einerseits einen Fonds für Initiativen aufgesetzt, die geflüchtete Kinder und Jugendliche und ihre Familien aus der Ukraine unterstützen. Hier geht es darum für junge Geflüchtete kindgerechte Freizeit- und Bildungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen, die der Integration sowie körperlichen und seelischen Gesundheit dienen. Zum anderen ist über den Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes eine schnelle und unbürokratische Hilfe für einzelne Familien möglich, solange staatliche Hilfen noch nicht wirksam werden. Darüber werden Versorgung, Ausstattung, psychologische Betreuung, Übersetzung, medizinische Versorgung oder eine Schulausstattung finanziert. Insgesamt hat das Deutsche Kinderhilfswerk geflüchtete Kinder und Jugendliche und ihre Familien mit insgesamt mehr als einer Million Euro unterstützt.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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