Stuttgart bewirbt sich um Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Stuttgart will die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen auf lokaler Ebene künftig noch weiter stärken. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat dazu gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden des Vereins „Kinderfreundliche Kommune“, Anne Lütkes, am 8. März eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Dabei soll ein Aktionsplan erstellt werden, durch den die jungen Menschen der Stadt besser geschützt, gefördert und beteiliget werden können.

Der Verein „Kinderfreundliche Kommune“ zeichnet Städte und Gemeinden aus, die für die lokale Umsetzung der Kinderrechte – unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen in der Kommune – verbindliche Ziele in einem Aktionsplan entwickeln. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF und des Deutschen Kinderhilfswerks. Gleichzeitig ist das Siegel eine Selbstverpflichtung, die festgesteckten Ziele in einem Umsetzungszeitraum von vier Jahren zu erreichen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk gegründete Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ wird den gesamten Prozess begleiten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Kinder sind der Reichtum unserer Stadt. Ich will alles dafür tun, dass sie in Stuttgart gut leben können und dass ihre Rechte gewahrt werden. Mit der ‚Konzeption Kinderfreundliches Stuttgart 2015 – 2020‘ sind wir bereits seit Jahren auf sehr gutem Weg. Im Bereich der Kinder- und Jugendpartizipation setzen wir ein Beispiel für viele andere Kommunen. Wir sind also bestens für den kritischen Blick von außen gewappnet und wollen Stuttgart als kindergerechte Stadt und attraktiven Lebensort für junge Menschen und Familien weiterentwickeln.“

Anne Lütkes betonte: „Die Bewerbung der Landeshauptstadt Stuttgart für unser Verfahren ist eine folgerichtige Entscheidung nach der UNICEF-Städtepartnerschaft 2015/2016 im UNICEF-Städtepartnerschaftsjahr 2016 und der ‚Konzeption Kinderfreundliches Stuttgart 2015 – 2020‘. Diese Erfahrungen werden in den Aktionsplan einfließen, der gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet und umgesetzt wird. Die bisherigen Aktivitäten zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention werden darin konsequent fortgesetzt. Wir freuen uns sehr, dass die Landeshauptstadt unser Vorhaben bereichern wird.“

Das Verfahren „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme, die Ausgabe von Kinderfragebögen und Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen ein Aktionsplan für die nachfolgenden drei Jahre vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Gemeinderat prüft der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden Jahre.

Zahlreiche Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland wurden bereits in das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ aufgenommen, darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg und Wolfsburg.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, Kommunen kinderfreundlicher zu gestalten. Das UNICEF Innocenti Research Centre in Florenz hat dazu Standards und Instrumente entwickelt, die ein partizipatives kommunales Management unterstützen.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ansprechpartner/innen:

Verein „Kinderfreundliche Kommunen“, Geschäftsführerin Dr. Heide-Rose Brückner, Telefon 030 / 20911-601 und -624, Mobil 0170-5360447, E-Mail <link>info@kinderfreundliche-kommunen.de, <link http: www.kinderfreundliche-kommunen.de>www.kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Stuttgart, Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler, Telefon 0711 / 216-60765, E-Mail <link>Maria.Haller-Kindler@stuttgart.de 

UNICEF Deutschland, Pressestelle, Rudi Tarneden, Telefon 0221 / 93650-235 oder -315, E-Mail <link>presse@unicef.de 

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 / 308693-11, E-Mail <link>presse@dkhw.de 

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