Stadt Frankfurt am Main und Deutsches Kinderhilfswerk eröffnen „Kinderrechtepfad“

Der Lernpfad bietet Kindern und Erwachsenen gleichermaßen einen Zugang zu kinderrechtlichen Grundsatzthemen.

Kinderrechtepfad auf einem Spielplatz in Meckenheim

Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Stadt Frankfurt am Main haben heute in Fechenheim gemeinsam einen „Kinderrechtepfad“ eröffnet. Der Lernpfad bietet Kindern und Erwachsenen gleichermaßen einen Zugang zu kinderrechtlichen Grundsatzthemen – und zwar optisch ansprechend, didaktisch versiert, spielerisch und lebensraumnah. Das Konzept ist an die allseits bekannten „Trimm-dich-Pfade“ angelehnt und funktioniert in ähnlicher Weise: Menschen stoßen auf ein in der Öffentlichkeit installiertes Schild und finden darauf raumbezogene, erlebnisorientierte Informations- und Spielangebote, in diesem Fall bezogen auf die Kinderrechte. Damit sind solche Lernpfade eine einfache und effiziente Möglichkeit, für Kinder und Begleitende, sich kinderrechtlichen Themen spielerisch zuzuwenden. Ausgewählte Kommunen können den Kinderrechtepfad kostenfrei beim Deutschen Kinderhilfswerk beziehen. 

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Frankfurt am Main heute einen ‚Kinderrechtepfad‘ eingeweiht hat und damit ein wahrnehmbares Zeichen für Kinderrechte setzt. Kommunen sind die Orte, an denen Kinder und Jugendliche aufwachsen und mit denen sie sich identifizieren – und gerade deshalb so wichtig, um die vollumfängliche Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention voranzutreiben. Dass die Kinderrechte in Frankfurt am Main mit dem Lernpfad nun fest im Stadtbild verankert sind, ist ein wichtiges Signal. Denn wir brauchen die gesamte Gesellschaft, damit Deutschland ein kinderfreundliches Land wird”, betonte Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Kinderrechte gehören mitten in unseren Alltag und müssen sichtbar sein. Der neue Kinderrechtepfad macht Kinderrechte auf spielerische und niedrigschwellige Weise sichtbar und erlebbar. So entsteht ein Ort, an dem Kinder und Erwachsene gemeinsam spielerisch mehr über die Rechte der Kinder erfahren und erleben können“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber bei der Eröffnung.

„Alle Kinder brauchen Platz zum Draußensein: zum Spielen, Bewegen und Entdecken. Das ist wichtig für ihre Gesundheit und Entwicklung. Der Heinrich-Kraft-Park bietet mit seinem neuen, spannenden Kinderrechtepfad genau das – einen Ort, der Natur, Bewegung und Bildung verbindet. Denn jedes Kind hat das Recht, sich frei zu entfalten. Deshalb müssen wir als Stadt dafür sorgen, dass alle Kinder solche Räume haben“, sagte Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration.

In Frankfurt am Main befinden sich die Stationen des Lernpfades im Waldspielpark Heinrich-Kraft-Park und führen über den Spielplatz. Die Standorte wurden gemeinsam mit der Kinderbeauftragten des Stadtteils Fechenheim festgelegt. Die einzelnen Stationen sind ansprechend und mit Wiedererkennungswert gestaltet und fest im öffentlichen Raum installiert. Die Lerninhalte sind dauerhaft zugänglich und können jederzeit mit Kindern besucht und vor allem sinnlich erlebt werden. 

Die Idee für den Kinderrechtepfad im Heinrich-Kraft-Park entstand durch die Kinderbeauftragte des Stadtteils Fechenheim, Daniela Schulze-Biermann. Mit ihrem Engagement brachte sie das Projekt nach Fechenheim und setzte sich dafür ein, Kinderrechte dauerhaft im Stadtteil und darüber hinaus sichtbar zu machen. „Mir war wichtig, dass Kinderrechte nicht irgendwo versteckt erklärt werden, sondern mitten im Leben der Kinder sichtbar sind. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir den Kinderrechtepfad jetzt im Heinrich-Kraft-Park bekommen haben“, so Schulze-Biermann.

Das Frankfurter Kinderbüro und das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt begleiteten die Umsetzung und unterstützten die Planung sowie die Realisierung des Pfades im Heinrich-Kraft-Park.

An jeder Station bieten die von Teresa Linke entworfenen Schilder eine kurze Einführung und ein Lernangebot zu kinderrechtlichen Fragen. Dabei steht der Spaß natürlich im Vordergrund, jedoch werden die Kinder vom Kleinkindalter bis hin zur Grundschule auch vor kleinere oder größere Herausforderungen gestellt. Durch das breite Schwierigkeitsspektrum soll jedes Kind bestärkende Erfolgserlebnisse verbuchen können. Die Aufgaben fordern Motorik, Sinneswahrnehmung, Erinnerungsvermögen, Fantasie, Kreativität, aber auch Achtsamkeit, Empathie und Rücksichtnahme. Zudem regen die Installationen dazu an, über die Ansprüche und Potenziale von Kinderrechten nachzudenken – und zwar so, wie sie im Lebensalltag der Menschen in der Kommune vorkommen.

Mehr dazu unter: www.dkhw.de/kinderrechtepfad   

 

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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