"In dem Projekt geht es darum, dass alle zusammen spielen können", erzählt Ilsa, 10 Jahre. Denn auf vielen Spielplätzen werden Kinder mit Behinderungen ausgeschlossen. Das wollen die Kinder vom Projekt "Vom Autoverwahrplatz zum inklusiven Spielort" zusammen ändern und dafür sorgen, dass auf einem leerstehenden Parkplatz bald ein neuer Spielplatz entsteht.
Gefördert wird das Projekt vom Deutschen Kinderhilfswerk über dessen Themenfonds Spielraum.
Gemeinsam gestalten
Was muss man alles beachten, wenn man einen Spielplatz inklusiv machen möchte? Das haben sich die Kinder gefragt und in einem Workshop zusammen mit Erwachsenen ausprobiert, überlegt und geplant, wie ihr perfekter Spielplatz aussehen soll. Eine Überlegung: Der Spielplatz soll viele Schattenplätze haben und für Rollstühle und Kinderwägen zugänglich sein.
Aus den Ergebnissen des Workshops wird im nächsten Schritt ein Ideenwettbewerb gestartet. Eine Jury aus Kindern und erwachsenen Expert*innen soll dann entscheiden, welches Konzept am besten zu den Anforderungen passt.
Teilhabe für mehr Inklusion
Eine wichtige Rolle spielen dabei Kinder, die mit unterschiedlichen Behinderungen leben. Denn vor allem für sie soll es einen Spielplatz geben, auf dem alle miteinander spielen können.
„Ich habe mich gefreut, dass wir Kinder bei der Beteiligung sagen konnten, was wir uns wünschen, das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Als ich noch kleiner war, hätte ich mir einen Spielplatz, den auch Rolli-Kinder nutzen können, sehr gewünscht", erzählt Mia (14). Sie ist auf den Rollstuhl angewiesen und ist beim Projekt dabei, weil sie anderen Kindern im Rollstuhl helfen möchte.
Bei jedem Schritt dabei
Wie der Spielplatz am Ende aussehen wird, ist noch nicht klar. Erstmal müssen sich alle auf ein Konzept einigen. Was klar ist, ist dass die Kinder bei allen Schritten dabei sind. Denn auch beim Bauen, Streichen und Bepflanzen werden sie tatkräftig mit anpacken. Das macht das Projekt aus, erzählt Ilsa: “dass man selber mitentscheiden darf, wie der Spielplatz am Ende aussieht."
Und obwohl der Spielplatz noch nicht steht, haben die Kinder schon jetzt jede Menge gelernt und neue Freund*innen gefunden.
Jurybegründung
„Dort, wo heute dicht an dicht Autos stehen, werden Kinder spielen und toben. Was in unseren von Autos geprägten Städten beinahe wie eine Utopie klingt, lässt das Projekt ‘Vom Autoverwahrplatz zum inklusiven Spielort’ Wirklichkeit werden. Gemeinsam mit Expert*innen aus der Spielplatzplanung haben Kinder mit und ohne Behinderung Ideen für ihren zukünftigen Spielraum entwickelt. So kann ein Ort entstehen, der den tatsächlichen Bedürfnissen der Kinder entspricht und dem hohen Bedarf an inklusiven Spielmöglichkeiten entgegenkommt. Das Projekt zeigt damit vorbildlich, wie Beteiligung und Inklusion gemeinsam verwirklicht und öffentliche Räume kindgerecht umgestaltet werden können.“







