Puchheim bleibt „Kinderfreundliche Kommune“

Der Verein Kinderfreundliche Kommunen verlängert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Puchheim um weitere drei Jahre. Damit würdigt der Verein den zweiten Aktionsplan, mit dem die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie auf der gesamten lokalen Ebene fortsetzt. Der Aktionsplan knüpft an die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen des ersten Aktionsplans an. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet weiterhin den gesamten Prozess.

Die Stadt Puchheim nimmt bereits seit 2016 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil und wurde 2019 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem zweiten Aktionsplan hat Puchheim sich dazu entschlossen, den Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit weiter zu beschreiten und wird nun die kommenden drei Jahre diesen Aktionsplan umsetzen.

Norbert Seidl, Erster Bürgermeister der Stadt Puchheim betont zur Siegelverlängerung: „Der Start in eine neue Programmphase ist nun mit der Siegelverlängerung eingeleitet und soll alle dazu ermutigen, sich aktiv an der Umsetzung der Kinderrechte in der Kommune einzubringen. Denn nur mit gemeinsamem Engagement erreichen wir das Ziel, für unsere Kinder und Jugendlichen in Puchheim die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen zu schaffen. Dabei streben wir an, die Kinderrechte noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und das Bewusstsein für ihre Bedeutung zu stärken. Wir werden Kinder- und Jugendbeteiligung umsetzen und auch die Kinder und Jugendlichen dazu befähigen, eigene Ideen umzusetzen und Projekte anzustoßen. Eine gelebte Demokratie braucht starke Kinderrechte. Als Stadt stehen wir hinter der Überzeugung, dass die Umsetzung der Kinderrechte nicht nur den Kindern selbst zugutekommt, sondern unserer ganzen Gesellschaft.“

Haimo Liebich, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratuliert der Stadt Puchheim zur Verlängerung des Siegels und sagt: „Mit dem zweiten Puchheimer Aktionsplan erneuert die Stadt ihr Bekenntnis zur Umsetzung der UN-Kinderrechte auf kommunaler Ebene. Dabei ist insbesondere die fortdauernde Arbeit daran, die Folgen von Kinder- und Jugendarmut in Puchheim zu adressieren, beispielhaft. Es finden sich aber auch neue Impulse im zweiten Aktionsplan, die direkt auf die Anregung von Jugendlichen zurückgehen: So soll ein neuer mobiler Jugendtreff etabliert und die Kommunikation zwischen Verwaltung und Jugendlichen verbessert werden. Derartige Ziele sowie den daraus sprechenden Respekt vor den Interessen der Jugendlichen unterstützen wir aus vollster kinderrechtlicher Überzeugung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und sind gespannt auf die nächsten Jahre!“

Miriam Mahlberg und Marion Schäfer, Sachverständige des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, loben: „Als Sachverständige war und ist es uns eine große Freude Puchheim auf dem Weg der Kinderfreundlichen Kommune begleiten zu dürfen. Fortschritte, wie die feste Etablierung einer Kinder- und Jugendsprechstunde mit dem Bürgermeister sowie die Einführung eines Kinderrechtekoffers, sind gute Beispiele für die Stärkung des Rechts auf Beteilung sowie des Rechts auf Information. Daran gilt es anzuschließen, bestehende Angebote bekannter und zugänglicher zu machen und auch an die Impulse der Zukunftswerkstatt anzuschließen. In dem Workshopformat zum Abschluss der ersten Aktionsplanumsetzung hat sich klar gezeigt: die Puchheimer Jugendlichen wollen mitgestalten und tun es bereits. Wir ermutigen Puchheim und die Jugendlichen im Gespräch zu bleiben und zusammen die Kinderrechte in der Stadt weiter zu stärken.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft bei der Beantragung durch kleinere Kommunen vier Jahre (bei größeren Kommunen fünf Jahre) und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahre (bei größeren Kommunen in den ersten beiden Jahren) wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die politischen Gremien der Kommune prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre. 

Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Knapp 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Siegelverlängerung „Kinderfreundliche Kommune“ an Puchheim: https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-siegelverlaengerung-puchheim/ 

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org 

Weitere Informationen und Rückfragen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590-1357567, E-Mail: info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Puchheim, Pia Schnell, pädagogische Mitarbeiterin im Referat für Soziales, Telefon 089-80098-535, E-Mail pia.schnell@puchheim.de; Alvyda Zilvyte, pädagogische Mitarbeiterin im Referat für Soziales, Telefon 089-80098-528, E-Mail Alvyda.zilvyte@puchheim.de

UNICEF Deutschland, Valena Brand, Pressereferentin, Telefon 0221-93650-633, E-Mail: presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030-308693-11, E-Mail: presse@dkhw.de

 

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