Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung fordert Beteiligungslandschaften

 

Das Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung hat sich für eine konsequente Weiterentwicklung lokaler Bildungslandschaften hin zu Beteiligungslandschaften ausgesprochen. In einer „Weimarer Erklärung“ fordert das Netzwerk alle relevanten Akteure auf, die Partizipation junger Menschen an der Entwicklung lokaler Bildungslandschaften als durchgängiges Prinzip von Anfang an mitzudenken, zu planen und konsequent umzusetzen. Das Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung geht davon aus, dass eine solche Entwicklung auch zu einer gerechteren Verteilung von Bildungschancen und einer innovationsfähigen Gesellschaft beiträgt.

Mit der Weimarer Erklärung tritt das Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung dafür ein, den Blick auf die Notwendigkeit, die Chancen und die Voraussetzungen für das Engagement und die aktive Teilhabe junger Menschen innerhalb aller Prozesse im Rahmen von lokalen und kommunalen Bildungslandschaften zu richten. Dafür bedarf es einer Reihe von Voraussetzungen: Die Beteiligung ist gewollt und wird offiziell beschlossen. Kinder und Jugendliche werden befähigt, sich qualifiziert mit ihrer Expertise einzubringen. Außerdem müssen die Beteiligungsprozesse in angemessener Weise von Erwachsenen unterstützt werden. Voraussetzung ist aber auch, dass sich eine Kultur für demokratische Aushandlungsprozesse entwickelt und eingeübt wird.

Das Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein bundesweites Netzwerk von Fachkräften aus dem Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung. Das Netzwerk setzt sich dafür ein, dass das Recht von Kindern und Jugendlichen, sich zu beteiligen, gesetzlich in Bund, Ländern und Kommunen verankert wird. Außerdem tritt das Netzwerk dafür ein, dass Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein Qualitätsmerkmal in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen wird. Das Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung wurde 2008 auf Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes gegründet und hat inzwischen fast 100 Mitglieder.

 

 

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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