Landkreis Friesland tritt als zweiter Landkreis in Deutschland dem Modellvorhaben „Kinderfreundliche Landkreise“ bei

Der Landkreis Friesland bewirbt sich als zweiter Landkreis in Deutschland um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit verpflichtet er sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Landrat Sven Ambrosy hat dazu heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird der Landkreis einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen im Landkreis Friesland besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung des Landkreises und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet den gesamten Prozess.

Mit dem Modellvorhaben „Kinderfreundliche Landkreise“ öffnet sich das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ nach Städten und Gemeinden nun auch für Landkreise. Das Modellvorhaben ist auf viereinhalb bis fünf Jahre angelegt und startet mit einer Phase der Anpassung von Instrumenten und Angeboten, um das bestehende Programm an die Anforderungen von Landkreisen anzupassen. Der Landkreis Friesland ist nach dem Landkreis Stade der zweite Landkreis, der im Rahmen des Modellvorhabens dem Programm „Kinderfreundliche Kommune“ beitritt. Die Zusammenarbeit beginnt am 01. September 2024.

Sven Ambrosy, Landrat des Landkreises Friesland, zeigte sich erfreut über die künftige Zusammenarbeit mit dem Verein: „Kinder und Jugendliche sind die Zukunft. Ihre Rechte und Interessen haben im Landkreis Friesland einen hohen Stellenwert, wir investieren in ihren Bildungsweg, ihren Schutz, ihre Freizeit, damit sie sich bestmöglich entfalten können. Ich bin stolz, dass unser Landkreis Friesland als einer der ersten drei Landkreise in Deutschland Teil des Vorhabens ist. Am Ende bekommen wir das Siegel nicht, weil schon alles perfekt ist, sondern, weil wir aktiv daran arbeiten, noch kinder- und jugendfreundlicher zu sein.“

Dr. Heide-Rose Brückner, Senior-Consultant des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, sagte: „Wir freuen uns sehr, den Landkreis Friesland als zweiten Landkreis in unserem Programm begrüßen zu dürfen. Mit der Teilnahme an unserem Vorhaben unterstreicht der Landkreis Friesland die Bedeutsamkeit der Belange der Kinder und Jugendlichen vor Ort. Der Landkreis hat bereits erste Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung gesammelt. Besonders hervorzuheben ist hier das Jugendparlament des Landkreises, das sich mit Themen, die für junge Menschen relevant sind, auseinandersetzt und Mitsprache und Partizipation bei der Gestaltung des Landkreises Friesland sichert. Im nächsten Schritt wird es nun darum gehen, die Situation der jungen Menschen vor Ort zu analysieren und Maßnahmen für mehr Kinderfreundlichkeit zu entwickeln. Mit großer Freude werden wir den Landkreis Friesland auf diesem Weg begleiten.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Gemeinde- oder Stadtrat bzw. Kreistag prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit über zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden und nun auch Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Über 50 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Vereinbarungsunterzeichnung im Landkreis Friesland: https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-vereinbarungsunterzeichnung-landkreis-friesland/ 

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org 

Weitere Informationen und Rückfragen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590-1357567, E-Mail: info@kinderfreundliche-kommunen.de

Landkreis Friesland, Karoline Möller, Pressestelle Landkreis Friesland, Telefon 04461-919-3181, E-Mail: presse@friesland.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, Telefon 0221-93650-257, E-Mail: presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030-308693-11, E-Mail: presse@dkhw.de
 

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