Krefeld bewirbt sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Krefeld verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Oberbürgermeister Frank Meyer hat dazu heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Krefeld besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Die Stadt Krefeld ist nach Köln, Dormagen, Weilerswist, Brühl, Euskirchen, Schwelm und Haan die achte Kommune aus Nordrhein-Westfalen, die dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ beitritt.

Oberbürgermeister Frank Meyer erklärte: „Kinderfreundlichkeit ist kein Begriff, der nur zur Zierde auf dem Briefkopf dient. Er will mit Leben und Inhalt gefüllt werden, sonst geht er ins Leere. Wir haben als Stadt in den vergangenen Jahren viel getan, um Kindern ein gutes Zuhause zu bieten, etwa durch hohe Investitionen im Bildungsbereich und die Initiative ‚Krefeld für Kinder‘. Mit der Teilnahme am Programm ‚Kinderfreundliche Kommunen‘ möchten wir weitere Schritte in diese Richtung gehen. Kinder sind unsere Zukunft - das muss sich im täglichen Handeln einer Kommune widerspiegeln.“

Birgit Schmitz, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., sagte: „Wir freuen uns, die Stadt Krefeld in unserem Programm begrüßen zu dürfen. Mit der Durchführung von Veranstaltungen wie der ‚KinderExpo‘ oder Projekttagen in Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen zum Thema Kinderrechte zeigt die Stadt Krefeld ihre bereits gesammelten Erfahrungen mit unterschiedlichen Partizipations- und Bildungsformaten für Kinder und Jugendliche. Im nächsten Schritt wird es nun darum gehen, die Kinderrechte auf allen Ebenen von Politik und Verwaltung zu verankern. Hierfür werden wir zunächst gemeinsam mit der Kommune die aktuelle Situation der Kinder und Jugendlichen vor Ort untersuchen. Wir sind gespannt auf die kommenden Jahre und freuen uns auf die Zusammenarbeit!“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft fünf Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit 10 Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Über 40 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Wolfsburg, Hanau und Senftenberg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Vereinbarungsunterzeichnung in Krefeld: https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-krefeld/ 

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org 

Weitere Informationen und Rückfragen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590-1357567, E-Mail  info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Krefeld, Dr. Sabrina Diana Lesch, Leiterin Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit, Telefon 02151-86-3188, E-Mail  sabrina.lesch@krefeld.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, Telefon 0221-93650-315, E-Mail  presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030-308693-11, E-Mail  presse@dkhw.de

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