Das Kinderrechte-Projekt „Teilhabe ermöglichen - Ferien und Begegnung” aus Borken ist vom Deutschen Kinderhilfswerk als Förderprojekt des Monats September 2026 ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Kinderrechtsorganisation jeden Monat ein Projekt, das eine Förderung des Deutschen Kinderhilfswerkes erhalten hat und in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche wirkt. Die ausgezeichneten Projekte sollen beispielsweise mit einem besonders kreativen Konzept oder ihrer nachhaltigen Wirkung für Kinder und Jugendliche überzeugen. Außerdem wird ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Projekt gelegt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert.
In Borken leben viele Jugendliche, die als Geflüchtete ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Besonders hier braucht es Unterstützung und vielfältige Angebote für einen normalen Alltag. Deshalb haben die Jugendlichen gemeinsam mit dem Verein jusina e.V. überlegt, worauf sie in den Ferien Lust haben. Daraus ist ein Projekt entstanden, in dem die Jugendlichen ihre Freizeit individuell mit tollen Ausflügen und kulturellen Angeboten gestalten konnten. Mit dem Ferienticket NRW und der RuhrTopCard konnten sie außerdem eigenständig ihre neue Umgebung erkunden, mit spannenden Ausflügen nach Oberhausen oder Bochum. Eigenständige Mobilität ist ohne Unterstützung vom Projekt für viele nicht möglich. Durch das Projekt konnten die Jugendlichen nicht nur lernen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden, sondern auch Wege finden, ihre freie Zeit sinnvoll zu gestalten.
„Gerade für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sind verlässliche Strukturen und positive Erlebnisse wichtig. Dieses Projekt bedeutet mehr als nur Integration – es ist echte Teilhabe. Mit der RuhrTopCard und dem Ferienticket NRW wurde den Jugendlichen Mobilität geschenkt und ihnen die Möglichkeit gegeben, ihre Umgebung und neue Heimat eigenständig zu erkunden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 2.341 Projekte mit insgesamt rund 14.686.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung zielgruppengerechter Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.
Weitere Infos zum Projekt unter www.dkhw.de/projektdesmonats
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.







