Das Kinderrechte-Projekt „LAUSTARK“ aus Oschatz (Landkreis Nordsachsen) ist vom Deutschen Kinderhilfswerk als Förderprojekt des Monats Juni 2026 ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Kinderrechtsorganisation jeden Monat ein Projekt, das eine Förderung des Deutschen Kinderhilfswerkes erhalten hat und in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche wirkt. Die ausgezeichneten Projekte sollen beispielsweise mit einem besonders kreativen Konzept oder ihrer nachhaltigen Wirkung für Kinder und Jugendliche überzeugen. Außerdem wird ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Projekt gelegt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert.
Im Projekt LAUTSTARK entwickeln und produzieren Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren gemeinsam Radiosendungen und Podcasts, die der Leipziger Radiosender „Radio Blau“ ausstrahlt. Dabei erlernen sie Radiotechnik, Recherche und Gesprächsführung. Im Team übernehmen sie Verantwortung und entwickeln Selbstbewusstsein. Die Teilnehmenden entscheiden gemeinsam über die Themen, Formate und Inhalte. Sie sind zudem an der redaktionellen Planung, der technischen Umsetzung und der Veröffentlichung beteiligt.
„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Kinder und Jugendliche durch eigene Medienbeiträge ihre Perspektiven sichtbar machen und demokratische Teilhabe ganz praktisch erleben können. Wenn sie ihre Themen selbst recherchieren, diskutieren und veröffentlichen, entsteht echte Beteiligung. Das Projekt vermittelt Kindern und Jugendlichen nicht nur technische und journalistische Fähigkeiten, sondern gibt ihnen vor allem eine hörbare Stimme. Durch die Ausstrahlung von einem echten Radiosender erfahren sie, dass ihre Meinung zählt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 2.341 Projekte mit insgesamt rund 14.686.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung zielgruppengerechter Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.







