Das Kinderrechte-Projekt „Künstlerische Partizipation“ aus Hamburg-Hammerbrook ist vom Deutschen Kinderhilfswerk als Förderprojekt des Monats Mai 2026 ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Kinderrechtsorganisation jeden Monat ein Projekt, das eine Förderung des Deutschen Kinderhilfswerkes erhalten hat und in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche wirkt. Die ausgezeichneten Projekte sollen beispielsweise mit einem besonders kreativen Konzept oder ihrer nachhaltigen Wirkung für Kinder und Jugendliche überzeugen. Außerdem wird ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Projekt gelegt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert.
Im Projekt „Künstlerische Partizipation“ des „Hallo: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.“ haben Kinder und Jugendliche, die in umliegenden Geflüchtetenunterkünften leben, auf einer großen brachliegenden Fläche eines ehemaligen Recyclinghofes in Hamburg-Hammerbrook ein Bodenbild gestaltet. Die gesamte Fläche soll in den nächsten Jahren partizipativ zu einem Bildungsort entwickelt werden. Das Projekt war der erste Schritt dafür. Für das Bodenbild erstellten die Kinder und Jugendlichen zunächst maßstabgetreue Modelle und Skizzen, die sie anschließend selbst umsetzten. Dabei erfuhren sie Selbstwirksamkeit, indem sie einen öffentlichen Raum mitgestalten konnten.
„Selten werden Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung öffentlicher Räume in den Planungs- und Umsetzungsprozess einbezogen. Ihre Bedarfe und Perspektiven werden häufig übersehen. Das Projekt macht auf kreative Weise auf diesen Missstand aufmerksam, indem es junge Menschen einlädt, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen und diese mit künstlerischen Mitteln sichtbar zu machen. Insbesondere junge Geflüchtete in Unterkünften, die als besonders vulnerable Gruppe nur wenige Möglichkeiten haben, Selbstwirksamkeit zu erfahren, erhalten hier eine Stimme. Sie erleben, dass ihre Anliegen wichtig sind und ernst genommen werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 2.341 Projekte mit insgesamt rund 14.686.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung zielgruppengerechter Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.







