Kein Rückbau von Spielflächen!

In einer Resolution fordern wir, dass Kindern weiterhin gut vernetzte und erreichbare Spielräume zur Verfügung gestellt werden.

Viele Kinder spielen auf einem Spielplatz mit einer Wasserpumpe und Sand.

Wo sollen Kinder spielen? Die meistgenannte Antwort würde voraussichtlich lauten: Auf Spielplätzen. Doch was tun, wenn es immer weniger Flächen zum Spielen gibt?

Diese Situation ist in Deutschland eingetreten: In zahlreichen Kommunen werden Spielplätze teilweise oder vollständig rückgebaut. Hinzu kommt, dass informelle Spielplätze mit hohem Spielwert für Kinder, wie zum Beispiel Brachflächen, immer weniger werden, um Platz für neue Gebäude oder Straßenverkehrsmaßnahmen zu schaffen. Es kommt sogar vor, dass Spielflächen, die in Bebauungsplänen als solche festgesetzt sind, zu Bauland erklärt und veräußert werden.

Dabei sind Spielflächen wichtige Bausteine für die Entwicklung von Kindern. Kinder brauchen das Spiel wie Nahrung und Schlaf. Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern, das ihre sozialen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten fördert. Und nicht nur das: Spielflächen sorgen auch für einen sozialen Ausgleich. Denn gerade in Stadtteilen mit städtebaulichen Missständen ballen sich oftmals einkommensschwache Bevölkerungsschichten – und so sind die Kinder und Jugendlichen gleich mehrfachen Belastungen ausgesetzt, nämlich ihrer familiären Situation und der Konsequenzen, die diese mit sich bringt sowie der nicht kindgerechten Wohnumgebung.

Resolution zum Erhalt von Spielflächen

Aus diesem Grund haben der Beirat vom "Bündnis Recht auf Spiel"  , in dem das Deutsche Kinderhilfswerk Mitglied ist und die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz  eine gemeinsame Resolution aufgesetzt. Diese beinhaltet die Aufforderungen

  • an die Bundesländer, gesetzliche Regelungen für beteiligungsorientierte Spielflächenkonzepte zu verabschieden, die ausreichende und qualitätvolle Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen sicherstellen
  • an die Kommunen, Kindern weiterhin in ausreichendem Maße sichere, gut vernetzte und erreichbare Spielräume zur Verfügung zu stellen
  • in allen Kommunen ein Spielflächenentwicklungskonzept und eine Spielleitplanung zu entwickeln und zu beschließen
  • in benachteiligten Quartieren Maßnahmen zur Sicherung, Weiterentwicklung und Neuschaffung von Spielräumen schwerpunktmäßig zu bündeln
  • Kinder und Jugendliche mit geeigneten Methoden zu beteiligen

Übrigens: Nicht nur Kinder, sondern alle Generationen profitieren von ausreichenden Spielflächen. Denn diese sind nicht nur für Spielen und Bewegung wichtig sondern auch für das Stadtklima, die Biodiversität und die Gesundheitsvorsorge durch die Bewegungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen

Informieren Sie sich weiter: Hier finden Sie die gesamte Resolution zum Download  sowie ergänzende Handlungsempfehlungen zum Thema „Sanierungsstau auf kommunalen Spielplätzen – Rückbau als Ausweg aus der Krise?“ 

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