Kreative Lernorte drinnen und draußen: Deutsches Kinderhilfswerk, ROSSMANN und Procter & Gamble fördern mit der Initiative „Zukunft Mitgemacht“ bundesweit Ideen für die Schule von morgen mit über 1,2 Millionen Euro

Drei Schüler*innen sitzen an einem Tisch und arbeiten mit Werkzeugen und einem Laptop.

102 Schulen aus allen 16 Bundesländern freuen sich zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, ROSSMANN und Procter & Gamble über mehr als 1,2 Millionen Euro zur Umsetzung innovativer Ideen für die Schule von morgen. Die Schulen wurden unter dem Dach der Initiative „Zukunft Mitgemacht“ ausgewählt. Gefördert werden dabei die Einrichtung offener, kreativer Lernräume – sogenannte Maker Spaces – als auch „DigitalSchoolStory“ – ein Format, das Schulen dabei unterstützt, digitales Storytelling in Form von Kurzvideos in den Unterricht zu integrieren. Zusätzlich werden Schulen erstmals über ein zweites Projekt gefördert: das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie von Acker. Die GemüseAckerdemie bringt Kindern und Jugendlichen die Herkunft ihrer Lebensmittel näher – direkt auf der schuleigenen Ackerfläche. Unterstützt werden die Schulen bei der Projektrealisierung der Maker Spaces von der Initiative #wirfürschule, bei der GemüseAckerdemie von Acker.

Um eine wirksame und kontinuierliche Unterstützung der Schulen zu gewährleisten, werden über die Initiative „Zukunft Mitgemacht“ über 30 bereits geförderte Schulen der Vorjahre mit Anschlussförderungen gestärkt sowie Mittel für eine Absicherung der Mitbestimmung und Medienbildung von Schülerinnen und Schülern bereitgestellt.

Insgesamt hatten sich mehr als 600 Schulen um eine Förderung beworben. Dieses große Interesse der Schulen zeigt eindrücklich, wie wichtig das Feld der Schulentwicklung ist und dass hier eine Initiative ins Leben gerufen wurde, die in Schulen langfristige Veränderungen und größere Chancengleichheit bewirken kann. Alle Förderungen verdankt die Initiative „Zukunft Mitgemacht“ den Kundinnen und Kunden, die das ganze Jahr über mit ihrem Kauf von P&G-Produkten (wie Pampers, Ariel oder auch Head&Shoulders) bei ROSSMANN die Initiative unterstützt haben – so fließt pro gekauftes Produkt je 1 Cent in den Fördertopf.

„Damit unsere Schulen fit für die Zukunft werden, müssen sie sich an vielen Stellen ändern. Das wird aber nur funktionieren, wenn die notwendigen Entwicklungen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltet werden. Diese ‚beteiligungsorientierte Schulentwicklung‘ darf aber keine leere Phrase bleiben, sondern muss gemeinsam gelebt werden. Denn Bildung wird nur nachhaltig funktionieren, wenn es gelingt alle Beteiligten dafür zu begeistern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Gerade die Anschlussfinanzierung von Gewinnerschulen im Rahmen von ‚Zukunft Mitgemacht‘ markiert für mich einen wichtigen Fortschritt in der Fördergestaltung der Initiative. Unsere Schulen brauchen verlässliche Perspektiven. Wenn wir überzeugende Konzepte über mehrere Jahre begleiten, entsteht die Substanz, aus der echte Erneuerung der Schullandschaft erwachsen kann – und Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihre Ideen gehört werden und Schule sich durch ihr Mitwirken verändert“, so Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung der Dirk Rossmann GmbH. 

„Mit der Initiative ‚Zukunft Mitgemacht‘ möchten wir der jungen Generation neue Perspektiven im Schulalltag eröffnen. In unseren Schulen braucht es mehr denn je kreatives und kooperatives Arbeiten für neue Ideen und Denkweisen, so wie auch in der Arbeitswelt. Bildung ist für alle jungen Menschen und den Standort Deutschland entscheidend – für Forschung und Entwicklung, für Innovation und auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Auch deshalb ist das Thema Schulentwicklung ein echter Standortfaktor für Deutschland“, sagt Bettina Fröhner, Senior Sales Director bei Procter & Gamble für die D-A-CH-Region.

„Es braucht mehr als nur finanzielle Unterstützung, wenn neue Technologien und Konzepte den Weg in die Klassenzimmer finden sollen. Hier sind sowohl nachhaltige Förderung als auch Austausch auf Augenhöhe und Angebote gefragt, die Schulen dort abholen, wo sie stehen. Genau das bietet #wirfürschule – mit Workshops, digitalen Sprechstunden und einem starken Netzwerk. Die enge und langjährige Zusammenarbeit von ‚Zukunft Mitgemacht‘ und #wirfürschule zahlt genau auf dieses Ziel ein“, unterstreicht Verena Pausder, Co-Initiatorin von #wirfürschule und Expertin für digitale Bildung.

„Kinder brauchen Kontakt mit der Natur, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, um sich zu entwickeln. Mit dem Bildungsprogramm ‚GemüseAckerdemie‘ erfahren Schüler*innen, wo unsere Lebensmittel herkommen. Während sie auf einer Ackerfläche ihr eigenes Gemüse anbauen, wird ihr Interesse für die Natur geweckt. Beim Pflanzen, Mulchen und Ernten erwerben sie wertvolles Wissen über ökologische Zusammenhänge und die Lebensmittelproduktion. Und ganz nebenbei steigern sie ihre Wertschätzung für die Natur und natürliche Lebensmittel“, sagt Dr. Christoph Schmitz, Gründer und Geschäftsführender Vorstand von Acker e.V.

In einem Maker Space wird projektorientiert, experimentell und kreativ gearbeitet – mithilfe von verschiedenen digitalen sowie analogen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel 3D-Druckern, Fräsern, Lasercuttern oder Plottern für handwerkliches Arbeiten, Kameras und Greenscreens zur Produktion von Filmen und Videos sowie mit Laptops und Tablets zum Programmieren und Visualisieren. Dem Konzept des forschenden Lernens folgend, tragen die Maker Spaces durch den freien und niedrigschwelligen Zugang zur Bildungsgerechtigkeit bei. Ziel ist es, die Maker Spaces auch in den Regelunterricht zu integrieren und damit Schulentwicklung nachhaltig zu gestalten.

Das Projekt „DigitalSchoolStory“ verwandelt die Begeisterung junger Menschen für soziale Medien in eine kraftvolle Lernressource, in dem sie ihre regulären Lerninhalte in kreative Kurzvideoformate übersetzen. Es fördert die Persönlichkeitsbildung und Potenzialentwicklung von Jugendlichen durch innovative Bildungsansätze und baut in der Schule Lern-Communities auf. Die Stärkung der digitalen, methodischen und sozialen Kompetenzen der Schüler*innen fördert den kritischen Blick auf soziale Medien sowie die gesellschaftliche Verantwortung und damit die Demokratie.

Mit dem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie des Sozialunternehmens Acker, erleben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer vierjährigen Programmteilnahme gemeinsam mit ihren Lehrkräften den gesamten Wachstumsprozess von Pflanzen, übernehmen Verantwortung für ihren Acker und erkennen, welche Auswirkungen ihr eigenes Handeln auf Natur und Umwelt hat. Sie erforschen natürliche Zusammenhänge hautnah, erweitern ihr Wissen über nachhaltige Landwirtschaft und entwickeln ein Bewusstsein für eine ressourcenschonende Zukunft. Während die Maker Spaces als kreative Lernorte innerhalb der Schule spannende Experimente und technologische Innovationen ermöglichen, bringt die GemüseAckerdemie das Lernen nach draußen in ein grünes Klassenzimmer an der frischen Luft.

Bereits seit vielen Jahren engagieren sich das Deutsche Kinderhilfswerk, ROSSMANN und Procter & Gamble gesellschaftlich für Familien und Kinder – seit 2021 unter dem gemeinsamen Dach „Zukunft Mitgemacht“. Ziel der Partner ist es, junge Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt zu lernen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Dabei wird Schülerinnen und Schülern besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Neben Digitalisierung geht es bei „Zukunft Mitgemacht“ auch um Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität oder die Förderung der MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften. In diesem Zusammenhang unterstützen die Partner auch in diesem Jahr wieder die Bildungsinitiative #wirfürschule.

Weitere Informationen und Rückfragen: Sandra Röseler, stv. Pressesprecherin 

Telefon: 030-308693-92
Mail:  presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de 
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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