Harsum erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Gemeinde Harsum erhält heute das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Harsum dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

Die Gemeinde Harsum liegt im niedersächsischen Landkreis Hildesheim und ist nach Wolfsburg, Algermissen, Wedemark und Bad Pyrmont die fünfte niedersächsische Kommune, die das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhält.

Bürgermeister Marcel Litfin freut sich, das Siegel entgegennehmen zu dürfen: „Endlich ist es so weit! Sportlich formuliert feiern wir unsere Halbzeitpause mit einem äußert erfolgreichen Zwischenergebnis: Die Gemeinde Harsum bekommt das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ verliehen. Der bisherige Weg war allerdings bedingt durch die Pandemielage ein hürdenreicher Weg. Alle ursprünglich in Präsenzform geplanten Arbeitstreffen mussten digital absolviert werden. Doch auch dies wurde mit Bravour gemeistert und ein gemeinsam erarbeiteter Aktionsplan ist das Ergebnis einer hervorragenden Teamarbeit. Wir freuen uns auf die Umsetzungsphase. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten.“

Christine Langen, stellvertretende Vereinsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratuliert der Gemeinde Harsum zur Verleihung des Siegels und sagt: „Die Gemeinde Harsum macht sich nun mit dem umfassenden Aktionsplan auf den Weg die Rechte aller Kinder zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche soll durch die Benennung entsprechender Ansprechpartner_innen gestärkt werden. Zudem soll ein Kinder- und Jugendgremium eingerichtet werden. Wir freuen uns darauf zu sehen, wie die Verwirklichung des Aktionsplans zu noch mehr Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Harsum führen wird.“

Sophie Gatzsche, Referentin für Kinderrechte von UNICEF Deutschland, beglückwünscht die Gemeinde: „Kindheit findet dort statt, wo Kinder zu Hause sind – in ihrer Nachbarschaft, in ihrer Schule, in ihrem Stadtviertel. Wir freuen wir uns, dass Harsum sich auf den Weg macht, die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf kommunaler Ebene weiter zu stärken und sind gespannt auf die nächsten Jahre.“

„Die Siegelerlangung ist für die Gemeinde Harsum bedeutend und vermittelt genau dieses auch der Gemeindeöffentlichkeit. Der Aktionsplan enthält Ziele und Maßnahmen aus allen vier Schwerpunkten einer kinderfreundlichen Kommune und legt einen Grundstein zur Umsetzung der UN-Kinderrechte. Vorranging ist das geplante Kinder- und Jugendparlament zu nennen, das auch einen Sitz im Gemeinderat bekommen soll“, sagen die Sachverständigen, Claudia Brunsemann und Angelika Liebrecht.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Gemeinderat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen dem Programm angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Siegelübergabe in Harsum: https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-harsum/ 

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org 

Weitere Informationen und Rückfragen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590-1357567, E-Mail  info@kinderfreundliche-kommunen.de

Gemeinde Harsum, Sandra Löbke, Telefon 05127-405139, E-Mail  Sandra.loebke@harsum.de

UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, Pressereferentin, Telefon 030-2758079-19, E-Mail  presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030-308693-11, E-Mail  presse@dkhw.de

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Dreitägige Online Fortbildung "Kinderrechtebasierte Demokratiebildung im Hort- und Ganztagsbereich"

Mit dem Ausbau des Ganztagsangebotes rücken Fragen der kindgerechten Gestaltung und Qualitätssicherung in den Fokus. Wie lassen sich Kinderrechte im pädagogischen Alltag konkret umsetzen? Wie können Kinder in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten, demokratisch handelnden Persönlichkeiten gestärkt werden? 

In unserer dreitägigen Fortbildung erhalten Mitarbeitende, Leitungen und Berater*innen aus…

Online-Veranstaltung "Kinderrechte im Kontext häuslicher Gewalt in der Familienrechtsreform"

Wie können Kinderrechte und eine kindgerechte Justiz in der anstehenden Familienrechtsreform im Kontext häuslicher Gewalt wirksam Eingang finden?

Online-Vortrag "Tipps zur Testamentsgestaltung und wie Sie mit dem Erbe Gutes tun können"

Am Mittwoch, den 6. Mai 2026, lädt die Prinzip-Apfelbaum-Community zwischen 18 und 19 Uhr zu dem kostenfreien Online-Vortrag „Tipps zur Testamentsgestaltung und wie Sie mit dem Erbe Gutes tun können“ ein. Im Rahmen des Vortrags gibt es Rat zur Nachlassgestaltung für den guten Zweck sowie Hilfestellung zur Testamentsgestaltung im Allgemeinen. Potenzielle Erblasserinnen und Erblasser erfahren, wie…