Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Gemeinde Hopsten haben heute gemeinsam einen „Kinderrechtepfad“ eröffnet. Der Lernpfad bietet Kindern und Erwachsenen gleichermaßen einen Zugang zu kinderrechtlichen Grundsatzthemen – und zwar optisch ansprechend, didaktisch versiert, spielerisch und lebensraumnah. Das Konzept ist an die allseits bekannten „Trimm-dich-Pfade“ angelehnt und funktioniert in ähnlicher Weise: Menschen stoßen auf ein in der Öffentlichkeit installiertes Schild und finden darauf raumbezogene, erlebnisorientierte Informations- und Spielangebote, in diesem Fall bezogen auf die Kinderrechte. Damit sind solche Lernpfade eine einfache und effiziente Möglichkeit für Kinder und Begleitende, sich kinderrechtlichen Themen spielerisch zuzuwenden. Ausgewählte Kommunen können den Kinderrechtepfad kostenfrei beim Deutschen Kinderhilfswerk beziehen.
„Wir freuen uns sehr, dass die Gemeinde Hopsten heute einen ‚Kinderrechtepfad‘ eingeweiht hat und damit ein wahrnehmbares Zeichen für Kinderrechte setzt. Kommunen sind die Orte, an denen Kinder und Jugendliche aufwachsen und mit denen sie sich identifizieren – und gerade deshalb so wichtig, um die vollumfängliche Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention voranzutreiben. Dass die Kinderrechte in Hopsten mit dem Lernpfad nun fest im Stadtbild verankert sind, ist ein wichtiges Signal. Denn wir brauchen die gesamte Gesellschaft, damit Deutschland ein kinderfreundliches Land wird“, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Ich freue mich sehr, dass der Kinderrechtepfad, auch mithilfe einer LEADER-Förderung, in Hopsten eröffnet wird. Er ist ein sichtbares Zeichen für die Rechte der Menschen, die unsere Zukunft sind: unsere Kinder. Ich danke allen ganz herzlich, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben“, sagt Ludger Kleine-Harmeyer, Bürgermeister der Gemeinde Hopsten.
In Hopsten befinden sich die Stationen des Kinderrechtepfads an verschiedenen, für die jeweiligen Kinderrechte passenden Orten im Ortskern. Der Rundweg beginnt an der Franziskus-Schule Hopsten und führt unter anderem über die Bücherei, den Jugendtreff, das Rathaus, die Polizei, einen Spielplatz, die Feuerwehr und den Schulsportplatz zurück zur Franziskus-Schule. Die einzelnen Stationen sind ansprechend und mit Wiedererkennungswert gestaltet und fest im öffentlichen Raum installiert. Die Lerninhalte sind dauerhaft zugänglich und können jederzeit mit Kindern besucht und vor allem sinnlich erlebt werden.
An jeder Station bieten die von Teresa Linke entworfenen Schilder eine kurze Einführung und ein Lernangebot zu kinderrechtlichen Fragen. Dabei steht der Spaß natürlich im Vordergrund, jedoch werden die Kinder vom Kleinkindalter bis hin zur Grundschule auch vor kleinere oder größere Herausforderungen gestellt. Durch das breite Schwierigkeitsspektrum soll jedes Kind bestärkende Erfolgserlebnisse verbuchen können. Die Aufgaben fördern Motorik, Sinneswahrnehmung, Erinnerungsvermögen, Fantasie, Kreativität, aber auch Achtsamkeit, Empathie und Rücksichtnahme. Zudem regen die Installationen dazu an, über die Ansprüche und Potenziale von Kinderrechten nachzudenken – und zwar so, wie sie im Lebensalltag der Menschen in der Kommune vorkommen.
Mehr dazu unter: www.dkhw.de/kinderrechtepfad
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.







