Fünf Jahre nach New Yorker UN-Kindergipfel: Deutsches Kinderhilfswerk fordert mehr Initiative der Bundesregierung für ein kinderfreundliches Deutschland

Fünf Jahre nach Beginn des UN-Kindergipfels in New York stellt das Deutsche Kinderhilfswerk heute fest, dass sich trotz zahlreicher Versprechungen wenig in Richtung eines kinderfreundlichen Deutschlands getan hat.

„Deshalb fordere ich die Bundesregierung auf, zügig ihre Verpflichtungen aus dem Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland zu erfüllen.
Denn insbesondere auf den Handlungsfeldern Chancengerechtigkeit durch Bildung, Förderung eines gesunden Lebens und gesunder Umweltbedingungen, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Entwicklung eines angemessenen Lebensstandards für alle Kinder sind bis heute kaum messbare Fortschritte erkennbar. Im Gegenteil: Bei der Kinderarmut hat sich die Situation drastisch verschärft, heute leben mittlerweile 2,5 Millionen Kinder unter 18 Jahren in Armut, und das in einem der reichsten Länder der Erde“, betont Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes heute in Berlin.

„Vor fünf Jahren sind wir mit großem Enthusiasmus nach New York gefahren. Wir durften vor den Politikern reden, und sie hörten uns auch zu. Doch leider ist dieser Gipfel zumindest für die Kinder in Deutschland folgenlos geblieben. Sinnvoll wäre sicher ein neuer Kindergipfel, wobei ich mir generell mehr Mitbestimmung wünschen würde“ betont Marian Brehmer (15 Jahre), einer der 400 Teilnehmer des Kindergipfels in New York.

Von Chancengerechtigkeit in der Bildung sind wir meilenweit entfernt, wie die PISA-Studien und der Munoz-Bericht leider eindrucksvoll darlegen. Auch um die Gesundheit unserer Kinder steht es nicht zum Besten: Unsere Jüngsten werden immer dicker und leben immer ungesünder. Die verschiedenen Aktionsprogramme der Bundesregierung laufen oft ins Leere, weil Kinder und Jugendliche nicht an der Entwicklung solcher Programme beteiligt werden! Deutschland ist seinem selbst gesteckten Ziel eines kinderfreundlichen Landes in den letzten Jahren keinen Schritt näher gekommen. Deshalb muss die Bundesregierung ihre Bemühungen in dieser Hinsicht so schnell wie möglich intensivieren.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

Bitte helfen Sie: Spendenkonto 333 11 11, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00

Spenden können Sie aber auch unter www.dkhw.de oder in eine Spendendose in Ihrer Nähe

Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher (030/30 86 93 11)


Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Beteiligung

Aktionstage für sichere Schulwege bringen zehntausende Kinder in Bewegung – Gewinnerprojekte aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen

Zehntausende Kinder haben bei den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ mitgemacht. Drei Projekte wurden für ihre Ideen für sichere Schulwege ausgezeichnet.

 Goldene Göre – Der Deutsche Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes
Beteiligung

Jetzt mitmachen und bewerben: Deutscher Kinder- und Jugendpreis 2027 des Deutschen Kinderhilfswerkes

Jetzt bewerben!

Erwachsene und Kinder laufen auf einer 400-Meter-Bahn
Kinderrechte

Deutsches Kinderhilfswerk freut sich auf 24h-Lauf für Kinderrechte in Freiburg

Am 03. und 04. Oktober findet der diesjährige Freiburger 24h-Lauf für Kinderrechte statt. Dabei sollen die Themen Kinderrechte und Kinderschutz in die Öffentlichkeit getragen und Spendengelder für lokale Kinder- und Jugendprojekte "erlaufen" werden.