Förderfonds „Kinderrechte stärken“ in Thüringen nimmt weiterhin Bewerbungen entgegen

Der Förderfonds „Kinderrechte stärken“ des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Freistaats Thüringen nimmt weiterhin Bewerbungen entgegen.

Der Förderfonds „Kinderrechte stärken“ des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Freistaats Thüringen nimmt weiterhin Bewerbungen entgegen. Für Projekte stellen das Deutsche Kinderhilfswerk und der Freistaat Thüringen in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 35.000 Euro bereit. Ziel des Förderfonds „Kinderrechte stärken“ ist es, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Ihnen soll insbesondere eine Beteiligung an sie betreffenden gesellschaftlichen Entscheidungen ermöglicht werden. Förderanträge können bis zum 15. November 2025 gestellt werden. Die Projekte müssen bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Mit dem Gemeinschaftsfonds, den es seit dem Jahr 2012 gibt, streben das Land Thüringen und das Deutsche Kinderhilfswerk an, ein stärkeres Bewusstsein für Kinderrechte und ihre Umsetzung zu vermitteln. Durch den Förderfonds „Kinderrechte stärken“ können Initiativen sowie freie und öffentliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 5.000 Euro erhalten, die die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zum Grundsatz ihrer Arbeit machen. Vorrangig werden solche Projekte gefördert, die sich für die Verbreitung und Durchsetzung von Kinderrechten engagieren und bei denen Kinder und Jugendliche von Anfang an mitentscheiden können. Die Projekte sollen beispielgebend für die fachliche Weiterentwicklung in Thüringen sein.

„Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört und beteiligt zu werden – sei es in der Schule, in der Kommune oder bei politischen Entscheidungen. Der Förderfonds setzt genau hier an: Er unterstützt gezielt Projekte, die Kinderrechte erlebbar machen und echte Mitbestimmung ermöglichen“, betont Thüringens Sozial- und Familienministerin Katharina Schenk. „Ich ermutige alle Engagierten, ihre Ideen einzureichen – für eine kinderfreundliche Zukunft, in der Beteiligung nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist.“

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, sagt: „Die Beteiligung von jungen Menschen ist ein zentraler Wert einer demokratischen Gesellschaft. Deshalb freut es uns sehr, dass wir den gemeinsamen Förderfonds mit dem Freistaat Thüringen fortführen können. Das Ausgestalten von Bildung oder Jugendarbeit kann nur gelingen, wenn Kinder und Jugendliche sich an den sie betreffenden Fragen beteiligen können. Schließlich sind sie Expertinnen und Experten in eigener Sache. Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen gehört zu unserer Demokratie, sie schafft Stärke und erzeugt Selbstbewusstsein. Damit ist sie eine wesentliche Grundlage für ein gutes Aufwachsen.“

Wichtige Erfahrungen im sozialen Gemeinwesen und erste Demokratieerfahrungen werden von Kindern und Jugendlichen in der Kindertagesstätte, in der Schule sowie in der außerschulischen Jugendbildung gesammelt. Der Förderfonds unterstützt daher Maßnahmen, die die altersgemäße Mitwirkung in pädagogischen Feldern und Einrichtungen fördern. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Beteiligung an politischen Prozessen und Entscheidungen sowie die Mitwirkung im Rahmen von Projekten.

Weitere Informationen zur Antragstellung und zu den Förderrichtlinien erhalten Sie auf der Homepage des Deutschen Kinderhilfswerkes unter www.dkhw.de/foerderfonds/thueringen.

Weitere Informationen und Rückfragen: 

Sandra Röseler, stv. Pressesprecherin

Telefon: 030-308693-92
Mail:  presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de 
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de 
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

 

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