Erste Phase der Kinderstudie des Deutschen Kinderhilfswerkes in Sindelfingen erfolgreich gestartet

Die erste Phase der Kinderstudie des Deutschen Kinderhilfswerkes ist in Sindelfingen erfolgreich gestartet. Bereits nach kurzer Zeit sind von den befragten Eltern viele Fragebögen zurückgeschickt worden. Das Deutsche Kinderhilfswerk führt diese Studie zu Aktionsräumen von Kindern in der Stadt gemeinsam mit den baden-württembergischen Städten Ludwigsburg, Offenburg, Pforzheim, Schwäbisch Hall und Sindelfingen durch. Die Studie mit dem Titel „Raum für Kinderspiel!“ konzentriert sich auf die Frage, wie sich die Beschaffenheit des Wohnumfeldes auf den Ablauf des Kinderalltags und auf die Lebensqualität von Kindern auswirkt. Durch die Studie ist mit vielfältigen Anregungen für eine kindergerechte Gestaltung des Wohnumfeldes und wohnungsnaher Freiräume zu rechnen.Die schriftliche Elternbefragung in Haushalten mit Kindern im Alter zwischen fünf und neun Jahren liefert die Grundlagen für die Untersuchung. Sie wurde an 2299 Haushalte in Sindelfingen versendet. Ab Mitte September schließt sich eine Begehung mit Kindern in ihrem Wohngebiet an. Gleichzeitig wird die Umgebung in einem sogenannten „Wohnumfeld-Inventar“ erfasst.Ulrike Tamme, die Leiterin des Kinderbüros, ist in Sindelfingen die Ansprechpartnerin für die Studie: „Die Stadt Sindelfingen beteiligt sich an der Untersuchung ‚Raum für Kinderspiel‘, da wir sehr an der direkten Meinung der Kinder und Eltern interessiert sind, wie sie die Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten ihres Wohnumfeldes einschätzen. Wir legen Wert darauf, dass sich auch die jungen Bürgerinnen und Bürger in ihrer Stadt wohl fühlen und möchten die Anregungen aus dieser Studie in unsere laufenden Planungen einbeziehen.“„Mit dem Projekt wollen wir die Informationsbasis über die Bedeutung und Entwicklung der Spielbedingungen von Kindern in der Stadt verbessern und Impulse für eine kinderfreundliche Stadtentwicklung geben, denn vieles hat sich dort zum Nachteil der Kinder verändert“, betont Holger Hofmann, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu dieser Studie werden vom Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sollen im Frühjahr 2014 präsentiert werden.Die Studie „Raum für Kinderspiel!“ schließt an die „Freiburger Kinderstudie“ an, die vor rund 20 Jahren außerordentliche Resonanz in der Fachwelt, Medienöffentlichkeit und Politik fand. Die neue Studie soll sich an ihre Vorgängerin anlehnen, jedoch methodisch und inhaltlich neu ausrichten sowie in mehreren Städten durchgeführt werden. Ein wesentliches Ergebnis der „Freiburger Kinderstudie“ war die Erkenntnis, dass die Aktionsraumqualität des Wohnumfeldes eine wesentliche Bedingung ist, um den Ablauf des Kinderalltags zu erklären. Diese ist ebenso hoch einzuschätzen wie das Alter und das Geschlecht der Kinder, die Familiensituation und das Bildungsmilieu oder der Sozialstatus der Eltern.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Dreitägige Online Fortbildung "Kinderrechtebasierte Demokratiebildung im Hort- und Ganztagsbereich"

Mit dem Ausbau des Ganztagsangebotes rücken Fragen der kindgerechten Gestaltung und Qualitätssicherung in den Fokus. Wie lassen sich Kinderrechte im pädagogischen Alltag konkret umsetzen? Wie können Kinder in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten, demokratisch handelnden Persönlichkeiten gestärkt werden? 

In unserer dreitägigen Fortbildung erhalten Mitarbeitende, Leitungen und Berater*innen aus…

Vorstellung Kinderreport 2026

Am 26. Mai 2026 stellen die Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Anja Siegesmund, die Bundesbildungsministerin Karin Prien und der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, gemeinsam den Kinderreport 2026 zum Thema Chancengerechte Bildung in Berlin vor.

Kinder basteln Bilderrahmen für ihre Bilder.

Ehrenamt nachhaltig stärken: Deutsches Kinderhilfswerk fordert mehr Wertschätzung und Unterstützung für ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über die Bedeutung des Ehrenamtes in Deutschland eine bessere und nachhaltige Absicherung und Förderung des Engagements und der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. „Schon viel zu lange wird beim Thema Ehrenamt vorrangig auf das Engagement von Erwachsenen geschaut. Dabei bestehen nach wie vor…