Eltville auf dem Weg zur „Kinderfreundlichen Kommune“

Die Stadt Eltville am Rhein verpflichtet sich die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Bürgermeister Patrick Kunkel hat dazu gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Dr. Heide-Rose Brückner, heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Eltville besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen. An der Vereinbarungsunterzeichnung nahm auch Kai Klose, Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, anlässlich des 5. Hessischen Tags der Nachhaltigkeit teil.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechte an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Die Wein- und Rosenstadt Eltville ist die vierte hessische Kommune im Verfahren. Sie liegt in direkter Nachbarschaft zu den Kommunen Taunusstein und Oestrich-Winkel, die beide bereits Teil des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommunen“ sind.

Bürgermeister Patrick Kunkel betonte: „Wir wollen in Eltville am Rhein nachhaltig und wahrhaftig für Kinderrechte eintreten. Seit Jahren mache ich mich als Bürgermeister für die Familienstadt Eltville am Rhein stark. An den Bedürfnissen von Familien und Kindern orientiere ich mein politisches Handeln. Deshalb ist die Teilnahme am Verfahren ‚Kinderfreundliche Kommune‘ ein logischer Schritt.“

Dr. Heide-Rose Brückner sagte: „Mit Eltville wird eine weitere hessische Kommune in das Vorhaben aufgenommen. Die Stadt meint es ernst mit der Beteiligung junger Menschen. Lange schon besteht der Kinder- und Jugendbeirat. Durch eine enge Verzahnung des Kinder- und Jugendbeirates auch mit der Arbeit des Magistrats sollen Anliegen von Kindern und Jugendlichen und Angelegenheiten, die sie betreffen, einen selbstverständlichen Platz in Politik und Verwaltung bekommen. Wir freuen uns darauf, diese Erfahrungen mit anderen Kommunen im Vorhaben zu teilen. Besonders interessant wird die Zusammenarbeit mit dem Nachbarort Oestrich-Winkel, die Stadt befindet sich bereits im Vorhaben und es wird sicher interessante Synergieeffekte geben.“

„Es ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung, dass alle Kinder und Jugendlichen in Hessen gut leben können. Ihre Entwicklungsmöglichkeiten und ihre Chancen auf Teilhabe an der Gesellschaft hängen entscheidend davon ab, wie sie aufwachsen. Ein kinder- und jugendfreundliches Umfeld auf kommunaler Ebene ist eine Voraussetzung dafür. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Stadt Eltville mit der heutigen Unterzeichnung der Vereinbarung ‚Kinderfreundliche Kommune‘ einen weiteren Schritt geht und die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Eltville stärkt“, erklärte der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose.

Das Verfahren „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese hat ein weltweit anwendbares Rahmenwerk für die Verwirklichung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene erarbeitet. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.kinderfreundliche-kommunen.de  

www.childfriendlycities.org 

Ansprechpartner/innen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführerin Dr. Heide-Rose Brückner, Telefon 030 / 20911-601 und -624, Mobil 0170-5360447, E-Mail  info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Eltville, Ursula Wolf, Jugendpflege, Telefon 06123 / 697265, E-Mail  ursula.wolf@eltville.de

UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, Telefon 030 / 2758079-11, E-Mail  presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 / 308693-11, E-Mail  presse@dkhw.de

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