Deutsches Kinderhilfswerk zieht positive Bilanz des bundeszentralen Weltkindertagsfestes in Berlin

Das Deutsche Kinderhilfswerk zieht eine positive Bilanz des bundeszentralen Weltkindertagsfestes in Berlin. „Mit unserem Motto ‚Kinder brauchen Zeit!’ haben wir vielen aus der Seele gesprochen. Das haben uns die vielen Gespräche und Diskussionen mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen auf dem Weltkindertagsfest gezeigt. Kinder und Jugendliche in Deutschland arbeiten im Schnitt mehr als 38,5 Stunden pro Woche in oder für die Schule – und damit ähnlich viel wie Erwachsene in Vollzeitjobs. Entsprechend weniger Zeit bleibt ihnen für andere Aktivitäten, für ihre Familie, zum Spielen mit Freunden oder für Hobbys. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Kinder nicht in ein zu enges Zeitkorsett stecken und ihnen dadurch zu wenig Zeit für die Entwicklung von motorischen und sozialen Kompetenzen geben“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.Bei der offiziellen Eröffnung am Mittag hatte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Thomas Krüger, an Politik und Zivilgesellschaft appelliert, für ein kinderfreundlicheres Deutschland zu sorgen. Dazu gehörten neben einer Umsetzung der Kinderrechte zum Beispiel verbesserte Rahmenbedingungen bei Arbeitszeiten und eine Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur bei Kindertageseinrichtungen.Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Dr. Philipp Rösler appellierte an die Erwachsenen, Kindern mehr Zeit und Zuneigung zu geben. Zudem forderte er mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt und den Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Dadurch bekämen Familien die Freiräume, die sie bräuchten.Die Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, Diana Golze, sprach sich für eine Entschleunigung des Alltags von Kindern aus. Die Schwierigkeit bestehe aber darin, dass Erwachsene den Kindern mehr frei gestaltbare Zeit einräumen müssten. Und zwar auch, wenn das nicht ihrem eigenen Zeitverständnis entspräche.Das Weltkindertagsfest in Berlin ist das größte nichtkommerzielle Kinderfest in Deutschland und die bundeszentrale Hauptveranstaltung zum Weltkindertag. Das Motto „Kinder brauchen Zeit!“ für den diesjährigen Weltkindertag wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk gemeinsam mit UNICEF Deutschland festgelegt. Dazu fanden bundesweit viele hundert Aktionen statt. UNICEF und das Deutsche Kinderhilfswerk nutzten den Weltkindertag am 20. September gemeinsam mit vielen anderen Kinder- und Jugendorganisationen, um mit Aktionen, Festen und anderen Veranstaltungen auf die Situation der Kinder und ihre Rechte aufmerksam zu machen. Die Kinderrechte sind seit 1989 in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes festgeschrieben. Danach hat jedes Kind das Recht auf Überleben und persönliche Entwicklung, einen angemessenen Lebensstandard sowie Schutz und Beteiligung.Nähere Informationen finden Sie unter www.weltkindertag.de.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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