Deutsches Kinderhilfswerk und Kultusministerkonferenz starten weltweit einzigartiges Modellprojekt in der Lehrerfortbildung

Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Kultusministerkonferenz starten heute in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin ein weltweit einzigartiges Modellprojekt zur Lehrerfortbildung im Bereich der digitalen Medien. Im Rahmen von einjährigen Gastprofessuren an der Humboldt-Universität werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 die Lehrerfortbildung in diesem Bereich übernehmen. Der Einstiegskurs mit dem Titel „Nie mehr mit der Maus abrutschen“ zum heutigen Start des Modellprojekts am 1. April wird online unter <link _blank internal-link internal link in current>www.dkhw.de/endlichschlauelehrer übertragen.

„In der Lehrerfortbildung stoßen viele Institute der Bundesländer im Bereich der digitalen Medien an ihre Grenzen. Hier müssen deshalb neue Konzepte her, auch wenn es auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint, dass Schülerinnen und Schüler die Lehrerfortbildung übernehmen. Aber wer weiß denn heutzutage noch, wo im Second Screen die Bluetooth-Schnittstelle der Instagram-iCloud liegt oder wie ich für ein Hashtag-Selfie über Whatsapp mit einem Storify-Tool mehr Facebook-Likes bekomme. Deshalb müssen Lehrerinnen und Lehrer von denen fortgebildet werden, die etwas davon verstehen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Auf die bundesweite Ausschreibung der Gastprofessuren hatten sich sieben Kinder und Jugendliche beworben. „Das ist auf den ersten Blick nicht viel, aber da die Bewerbungsunterlagen per Post geschickt werden mussten, doch ein stolzes Ergebnis“, so Hofmann weiter.

„Ich denke viele Interessierte kannten schlicht die Formulierung ‚Bewerbungen bitte per Post‘ nicht mehr. Daran werden wir bei der eventuellen Weiterführung des Modellprojektes arbeiten müssen.“

 

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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