Deutsches Kinderhilfswerk und der Geflügelhersteller Plukon helfen Gudensberger Erstklässlern

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ortsansässige Geflügelproduzent Plukon verschenken heute 22 Schulranzen an Erstklässlerinnen und Erstklässler in Gudensberg. Damit soll gezielt im Bildungsbereich geholfen werden, denn immer mehr Kinder werden auf Grund ihrer sozialen Herkunft zu Bildungsverlierern. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften und einer Sporttasche.

„Der erste Schultag ist für jedes Kind ein ganz besonderer Tag. Für das Budget vieler Familien ist dieser Tag aber leider weniger ein Freudentag, als vielmehr eine enorme finanzielle Belastung“, so Mirka Coban, Standortbetreuerin des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung fängt das nicht immer auf, trotzdem ist es wichtig, dass Eltern diese Leistung für ihre Kinder beantragen. In Gudensberg leben viele Kinder, deren Eltern kein oder nur ein geringes Einkommen haben. Auch diese Kinder haben ein Recht auf Chancengleichheit. Wir können heute mit den 22 Ranzen zwar ganz konkret helfen, trotzdem ist das leider nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein. Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Bund, Länder und Kommunen dazu auf, diesen Kindern mehr als bisher zu helfen und sie besser als bisher zu unterstützen.“

Frank Grundl, Leiter des Plukon-Betriebs in Gudensberg, ergänzt: „Wir engagieren uns ja bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk für das Wohl von Kindern. Neben gesunder Ernährung sind gute Bildungschancen ein wichtiger Teil, damit Kinder gute Startchancen im Leben bekommen. Wir freuen uns daher, heute 22 Gudensberger Familien helfen zu können. Darüber hinaus werden wir natürlich auch weiterhin Familien in Gudensberg mit vielfältigen anderen Aktionen unterstützen.“

Sascha Ryffel, Fachbereichsleiter für Personal und Soziales der Stadt Gudensberg, fügt hinzu: „Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und der Geflügelhersteller Plukon unterstützen den Schulstart von 22 Gudensberger Kindern durch einen zweckmäßig gefüllten Schulranzen. Sie unterstützen damit Familien, für die eine gute Ausstattung des Ranzens nicht oder nur schwer erschwinglich ist. Aus der Sicht der Stadt Gudensberg ist das eine tolle und sehr sinnvolle Aktion, da alle Kinder mit gleich guten Chancen ihren Schulbesuch beginnen sollten.“

Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland ist jedes fünfte Kind von Armut betroffen und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Vielen Kindern fehlt es an elementaren Dingen wie einem Schulranzen oder einem Federmäppchen. Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk nicht nur durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, sondern auch durch unbürokratische Hilfe, wie mit seiner jährlichen Schulranzenaktion. Dabei wurden bisher rund 18.000 Schulranzen im Wert von knapp drei Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt. Die Schulranzen sind mit Utensilien wie einem Turnbeutel, Schreibmaterialien und Lese- und Lernheften gefüllt.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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