Deutsches Kinderhilfswerk: Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen in Berlin an aktuelle Gesetzeslage anpassen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Berliner Bezirke auf, mögliche Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen an die aktuelle Gesetzeslage anzupassen. „Seit den Änderungen im Bundesimmissionsschutzgesetz ist klar, dass Kinderlärm grundsätzlich zu tolerieren ist. Deshalb müssen die Bezirke hier unzulässige Einschränkungen von Spielzeiten an Werktagen oder sogar die komplette Schließung an Sonntagen zurücknehmen. Das wäre auch im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention, die seit 1992 in Deutschland geltendes Recht ist und eine Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Kindern betreffenden Entscheidungen normiert“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes anlässlich der aktuellen Debatte um Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen in Steglitz-Zehlendorf.

Kinder brauchen Platz und Bewegung um zu lernen, über das Spiel entwickeln sie ihre motorischen Fähigkeiten und reifen zu selbständigen Persönlichkeiten. Viele Kinder leiden schon früh unter Haltungsschwächen und haben Schwierigkeiten bei einfachsten motorischen Herausforderungen. Das sind alarmierende Signale, die in enger Verbindung zu den außerhäuslichen Bedingungen stehen. In unseren Städten gibt es jedoch immer weniger Platz zum Spielen, auch auf den Straßen lässt der zunehmende Autoverkehr kaum noch Möglichkeiten zum Spielen. Deshalb sind öffentliche Spielplätze nach wie vor wichtig und dürfen nicht durch ausufernde Beschränkungen den Kindern entzogen werden.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Kinder fahren mit dem Rad
Spiel und Bewegung

Kidical Mass fordert von Bundesländern und Kommunen mehr Engagement zur Einrichtung von Schulstraßen

Rund 20.000 Menschen demonstrieren bei den Kidical Mass Aktionswochen

Kinderrechte

Kinderrechte-Projekt aus Oranienburg Förderprojekt des Monats Oktober 2026

Endlich mitreden im Sportverein. Kinder äußern ihre Wünsche.

Die Kinder sind um Tische versammelt und arbeiten an ihrem Kinder- und Jugendbeteiligungsgremium.

Judo-Verein: Kinder zeigen, wie Beteiligung geht

Im Sportverein haben oft die Erwachsenen das Sagen. Das gefällt den Kindern vom Judo-Club "Samura" aus Oranienburg gar nicht! Deswegen haben sie sich überlegt, wie Kinder in ihrem Verein beteiligt werden können. Unser Projekt des Monats!