Deutsches Kinderhilfswerk: Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche in Berlin muss umgehend verbessert werden

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert das Berliner Abgeordnetenhaus auf, den Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche in Berlin umgehend zu verbessern. „Das Nichtraucherschutzgesetz in Berlin verstößt gegen die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention“ betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Das Deutsche Kinderhilfswerk hat deshalb in einer Stellungnahme die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen im Abgeordnetenhaus schriftlich aufgefordert, hier sofort gesetzliche Änderungen auf den Weg zu bringen. Wir brauchen in Berlin ein ausnahmsloses Rauchverbot in den Räumlichkeiten der Kindertagespflege. Zudem muss es für einen umfassenden Nichtraucherschutz endlich ein flächendeckendes Rauchverbot auf Kinderspielplätzen im Freien und Indoor-Spielplätzen geben“ so Krüger weiter.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss eine ernsthafte Debatte darüber geführt werden, an welchen Orten ein umfassender Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche notwendig ist. Es ist an der Zeit, dabei auch Orte wie Freibäder oder Freizeitparks in der Diskussion zu berücksichtigen. Und es muss zumindest die ernsthafte Auseinandersetzung darüber geführt werden, ob im Sinne eines umfassenden Nichtraucherschutzes für Kinder und Jugendliche ein Rauchverbot auch in Autos und Wohnungen geboten ist.

Eine vom Deutschen Kinderhilfswerk vor kurzem vorgelegte bundesweite Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstoßen. Sowohl im Bereich der Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft, bei den Kindertageseinrichtungen und den Räumlichkeiten der Kindertagespflege, im Bereich der Kinderspielplätze im Freien und Indoor-Spielplätze wird in vielen Bundesländern dem Gesundheitsschutz der Kinder nicht der Stellenwert eingeräumt, den er eigentlich haben müsste. Für die Analyse wurden die Nichtraucherschutzgesetze der Bundesländer und zahlreiche Einzelvorschriften (Schulgesetze, Gesetze zur Kindertagesbetreuung etc.) sowie Landtagsdrucksachen und Anhörungen zum Nichtraucherschutz ausgewertet. Darüber hinaus wurde ein Fragebogen an die Gesundheits- und Sozialministerien der Bundesländer verschickt, der von 15 Ministerien mehr oder weniger ausführlich beantwortet wurde und eine wesentliche Grundlage der Studie war.

Die Studie mit den Einzelergebnissen in den Bundesländern steht unter www.dkhw.de zum Download bereit.

Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher und Leiter Information und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 030/308693-11, mail: kruse@dkhw.de)


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 35 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

Bitte helfen Sie: Spendenkonto 333 11 11, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00
Spenden können Sie aber auch unter www.dkhw.de oder www.chancen-spenden.de
oder in die Spendendose in Ihrer Nähe



 Pressemitteilung als PDF

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Bild vom Bremer Weihnachtsmarkt. In der Mitte ist das gläserne Studio zu sehen. Die Moderator*innen stehen auf dem Balkon des Studios. Unten stehen viele Menschen. Es ist dunkel und alles ist weihnachtlich geschmückt.

"Weihnachtswunder" wird wahr: Fast eine Viertelmillion Euro für Kinder im Nordwesten

Ein neuer Spendenrekord! Bei der Aktion Weihnachtswunder von Radio Bremen und dem Deutschen Kinderhilfswerk kamen in diesem Jahr knapp 250.000 Euro zusammen, die für Projekte im Nordwesten eingesetzt werden. Mit dabei waren auch prominente Musik Acts wie Stefanie Heinzmann und Bosse!

Kinderrechte

Deutsches Kinderhilfswerk fördert Kinderrechte-Projekt „Schmiere-Schmatzes Kultur-Kaleidoskop“ aus Wiesbaden mit 5.072 Euro

Das Projekt „Schmiere-Schmatzes Kultur-Kaleidoskop“ der Elterninitiative Kindergruppe Schmiere-Schmatze e.V. wird mit 5.072 Euro gefördert.

Ein Gruppe junger Kinder stimmt per Handzeichen ab.
Kinderrechte

Internationaler Tag des Ehrenamtes: Ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen besser absichern und fördern

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich des heutigen Internationalen Tages des Ehrenamtes eine bessere Absicherung und Förderung des Engagements und der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. „Es besteht nach wie vor eine grundsätzliche Bereitschaft und ein großes Interesse von Kindern und Jugendlichen am ehrenamtlichen Engagement in Deutschland. Aber leider werden ihre…