Deutsches Kinderhilfswerk hilft 70 Schulkindern in Flensburg

Mehrere Kinder sitzen an einem Tisch in einer Klasse.

Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt heute in Flensburg in Zusammenarbeit mit dem Jugendpark Schlachthof Schulranzen an 70 Erstklässlerinnen und Erstklässler. Damit soll Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen ein guter Schulstart ermöglicht werden. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel. Die Ranzen wurden von der BBBank Stiftung finanziert, die die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes für gerechte Bildungschancen mit insgesamt 85.000 Euro unterstützt. Dadurch werden unter anderem Schulranzenübergaben in Flensburg, Stuttgart und Berlin ermöglicht. 

Claudia Keul, Referentin für den Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes, betont: „Ob Kinder in Deutschland gut in die Schule starten können, darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Viele Familien können die rund 300 Euro für eine gute Ausstattung nicht aufbringen. Unsere Schulranzenaktion sorgt dafür, dass benachteiligte Kinder nicht ausgegrenzt werden. Wir schenken ihnen nicht nur eine Schultasche, sondern die Chance, genauso gut vorbereitet und selbstbewusst in die Schule zu starten wie alle anderen auch.“ 

„Wir verteilen die Schulranzen über ein Netzwerk mit Kitas, Grundschulen und Förderzentren“, sagt Dirk Dillmann, Leiter des Jugendparks Schlachthof, der Teil im Kinderhaus-Programm des Deutschen Kinderhilfswerkes ist. „Von unseren Partnereinrichtungen hören wir immer wieder, wie wichtig die Schulranzenaktion für die Familien ist. Die Eltern sind sehr erleichtert, dass ihre Kinder trotz finanzieller Einschränkungen gut in die Schule starten können. Und die Kinder selbst fiebern schon Wochen im Voraus auf den Tag der Aktion hin. Einige haben sogar ihren Traumschulranzen gemalt: von Super Mario, über Dinosaurier bis zu Regenbögen und Basketbällen war da alles mit dabei. Man spürt, wie viel es ihnen bedeutet, sich ihren Ranzen selbst aussuchen zu können.“   

„Jedes Kind verdient beim Schulstart faire Voraussetzungen. Deshalb freuen wir uns, dass wir gemeinsam auch in diesem Jahr vielen bedürftigen Kindern mit einem neuen Schulranzen-Set den Start erleichtern können. Damit schenken wir ihnen Freude, Mut und Selbstvertrauen für ihren Bildungsweg“, betont Projektpate Hauke Dolgener, BBBank Flensburg.

Die Schulranzenaktion 

Die Schulranzenaktion des Deutschen Kinderhilfswerkes soll mit dazu beitragen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer finanziellen Situation die gleichen Voraussetzungen für den Schulstart haben. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland lebt fast jedes vierte Kind mindestens an der Armutsgrenze und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Vielen Kindern fehlt es an elementaren Dingen wie einem Schulranzen oder einem Federmäppchen. Für manches geflüchtete Kind beginnt der erste Schultag mit völlig leeren Händen. 

Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk nicht nur durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, sondern auch durch unbürokratische Hilfe, wie mit seiner jährlichen Schulranzenaktion. Dabei wurden bisher rund 34.000 Schulranzen im Wert von mehr als sechs Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt. Mehr Informationen unter www.dkhw.de/schulranzen 

Das Kinderhaus-Programm

Der Jugendpark Schlachthof in Flensburg ist Partner im Kinderhaus-Programm des Deutschen Kinderhilfswerkes. Insgesamt unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk bundesweit bereits 17 Kinderhäuser. Kinderhäuser sind wichtige Anlaufstellen für Kinder, die beispielsweise von Armut betroffen sind oder zu Hause Vernachlässigung erleben müssen. Ohne Voranmeldung können sie dort an verschiedenen Angeboten teilnehmen, in Ruhe Hausaufgaben machen, unbeschwert spielen, andere Kinder treffen, mit Vertrauenspersonen über ihre Probleme sprechen oder eine warme Mahlzeit bekommen. In all diesen Kinderhäusern bildet die UN-Kinderrechtskonvention die Grundlage für die pädagogische Arbeit. Mehr Informationen unter www.dkhw.de/kinderhaeuser 

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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