Deutsches Kinderhilfswerk hilft 35 Schulkindern in Erfurt

Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt heute im Jugendhaus Wiesenhügel in Erfurt 35 Schulranzen an Erstklässlerinnen und Erstklässler. Damit soll Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen ein guter Schulstart ermöglicht werden. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel.

Claudia Keul, Referentin für den Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes, betont: „Für Kinder ist die Einschulung ein unheimlich wichtiger Tag, dem sie lange entgegenfiebern. Sich selbst einen Schulranzen auszusuchen, ist dabei ein sehr prägender Moment. Doch ein gut ausgestatteter Ranzen mit Heften, Büchern und Stiften kann bis zu 300 Euro kosten. Gerade für viele junge Eltern oder Alleinerziehende ist das eine riesige finanzielle Belastung. Für jede vierte Familie in Deutschland ist dies kaum noch zu schaffen.“ 

Katrin Leipold-Kuller, Leiterin des Jugendhauses Wiesenhügel fügt hinzu: „Die Erzieher der Kitas berichten uns, dass die Familien zu einem Großteil von Armut betroffen sind. Viele haben nicht nur finanzielle Sorgen, sondern auch Sucht- und andere Erkrankungen, wenig Bildungserfahrungen, ein eingeschränktes soziales Umfeld oder einen Migrationshintergrund, der sie aufgrund sprachlicher oder anderer Hürden weniger teilhaben lässt. Besonders in finanzieller Sicht sehen sich einige Familien vor Herausforderungen gestellt: der Schulranzen, die Ausstattung der Federmappe, Sportsachen, eine Zuckertüte und auch die Einschulungsfeier kommen bei aller Vorfreude auf die Schule zu den sonstigen Ausgaben im Sommer hinzu.“

Die Schulranzenaktion des Deutschen Kinderhilfswerkes soll dazu beitragen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer finanziellen Situation die gleichen Voraussetzungen für den Schulstart haben. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch die Realität sieht anders aus. Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Kindern fehlt es an elementaren Dingen wie einem Schulranzen oder einem Federmäppchen. 

Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk nicht nur durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, sondern auch durch unbürokratische Hilfe. Dabei wurden seit 2005 mehr als 31.000 Schulranzen im Wert von mehr als fünf Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt. Die Schulranzen sind mit Utensilien wie einem Turnbeutel, Schreibmaterialien und Lese- und Lernheften gefüllt.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
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Mail: presse@dkhw.de
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. In seinem Jubiläumsjahr ist es dem Deutschen Kinderhilfswerk ein besonderes Anliegen auf die mangelnde Kinderfreundlichkeit in Deutschland hinzuweisen. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.
 

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