Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert das Projekt „Kraxelnd, pflanzend, spielend – im Superblock!“ des SUPERBLOCKS e.V. aus Leipzig mit 9.752 Euro. Das partizipative Projekt gibt Kindern und Jugendlichen im Leipziger Osten die Möglichkeit, aktiv in die Gestaltung ihres urbanen Lebensraums einzugreifen. Ziel des Projekts ist es, verkehrsberuhigte Zonen im Superblock zu verschönern, zu gestalten und mit kreativen Ideen zu bereichern, die den Raum auch funktional verbessern.
Bis Oktober 2026 entwickeln Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren in einer Reihe von Workshops zusammen kreative und nachhaltige Konzepte. Die Ergebnisse fließen direkt in einen laufenden Beteiligungsprozess der Stadt Leipzig ein.
Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Ausstellung, die die kreativen Werke zeigt. Diese wird sowohl vor Ort im Superblock-Gebiet zugänglich gemacht als auch an wechselnden Orten, wie dem Rathaus der Stadt Leipzig. Durch die Verwendung des digitalen Tools Actionbound können Besucherinnen und Besucher interaktiv in das Projekt eintauchen und die Entstehungsprozesse nachvollziehen. Die Ausstellung macht die kreativen Ideen der Kinder und Jugendlichen so auch über das Projekt hinaus sichtbar.
„In dicht bebauten Städten mit stetig steigendem Verkehrsaufkommen werden Räume für Kinder immer kleiner und Rennen, Toben oder Spielen sind kaum mehr gefahrlos möglich. Dabei haben Kinder ein Recht auf Spiel – und zwar nicht nur in den eigenen vier Wänden! Das Projekt ‚Kraxelnd, pflanzend, spielend – im Superblock!‘ schafft genau hierfür neue Räume, die Kinder selbst gestalten und erobern können. So wird aus einer grauen, von Autos befahrenen Straße ein verkehrsberuhigter, mit Pflanzen bestückter, bunter Raum, der Kinder und Erwachsene zum Verweilen, zum Austausch und natürlich zum Spielen einlädt. Durch den hohen Beteiligungsgrad erfahren die Kinder Selbstwirksamkeit und spüren, dass ihr natürliches Bedürfnis nach Spiel wichtig ist. Denn Städte sind nicht nur für Autos da – sie sind für alle da!“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 2.341 Projekte mit insgesamt rund 14.686.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung zielgruppengerechter Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.
Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.






