Förderung Kinderrechte-Projekt „Butterfly“ aus Bonn mit 10.000 Euro 

Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert das Projekt „Butterfly“ des Vereins „The Beautiful Minds e.V.“ in Bonn mit 10.000 Euro.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert das Projekt „Butterfly“ des Vereins „The Beautiful Minds e.V.“ in Bonn mit 10.000 Euro. Der Verein entwickelt ein partizipatives Theaterprojekt basierend auf dem Roman Butterfly, in dem die Schwimmerin Yusra Mardini von ihrer Flucht aus Syrien über das Mittelmeer erzählt. Als ihr voll besetztes Boot zu kentern droht, springt die Leistungsschwimmerin ins Wasser und zieht, unterstützt von zwei weiteren Flüchtenden, das Boot über Stunden hinweg bis an die griechische Küste. Yusra Mardini schafft es schließlich nach Deutschland und will sich ihren Lebenstraum erfüllen: als Schwimmerin bei Olympia anzutreten.

In der Theaterperformance „Butterfly“ erzählen jugendliche Geflüchtete im Alter zwischen 12 und 18 Jahren die eindrucksvolle Geschichte des Romans und weben ihre persönlichen Erlebnisse in die Inszenierung ein. Im Zentrum steht die Frage: Was steht jungen Menschen mit Fluchterfahrungen im Weg, ihre Träume zu verwirklichen? Unter professioneller Anleitung finden die Teilnehmenden künstlerische Ausdrucksformen, um ihre Träume, Ängste und Hoffnungen zu thematisieren.

„Das Projekt Butterfly ermöglicht es jungen Menschen mit Fluchtgeschichte, sich mit ihrer eigenen Biografie zu beschäftigen und diese auf einer Bühne zu präsentieren. Das Sichtbarmachen ihrer komplexen Geschichten stärkt die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen und setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung. Das Projekt zeigt damit vorbildhaft, welche Kraft Kulturelle Bildung hat, um junge Menschen und insbesondere auch vulnerable Gruppen zu stärken und ihnen eine Stimme zu geben“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Aktuell dominieren einseitige und vereinfachende Darstellungen von Geflüchteten den Diskurs. Fluchtmigration wird häufig verharmlost oder als Straftat kriminalisiert. Das Theaterprojekt fördert die Selbstrepräsentation von jungen Menschen mit Fluchterfahrung und thematisiert die Komplexität ihrer Fluchtgeschichten“, sagt Regisseur Stefan Herrmann. „Die Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerkes ermöglicht uns, ein niedrigschwelliges und zugleich künstlerisch hochwertiges Theaterangebot umzusetzen. Der Zugang zu künstlerischen außerschulischen Angeboten ist oft mit hohen Kosten für Jugendliche und ihre Familien verbunden und ist für unsere Zielgruppe deshalb erheblich erschwert. Dank der Förderung können wir einen Raum schaffen, in dem junge Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation kreativ sein können und neue Perspektiven für eine aktive Mitgestaltung unserer Gesellschaft eröffnen.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 2.008 Projekte mit insgesamt rund 12.965.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung zielgruppengerechter Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.

Weitere Informationen zu den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes unter www.dkhw.de/foerderfonds .
 

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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