Ein Staat, der Schulden macht, muss höhere Investitionen in die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen gewährleisten

Ein Junge sitzt alleine auf einer Wippe.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert angesichts des Sondierungspapiers von CDU/CSU und SPD höhere Investitionen des Staates in die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. So braucht es aus Sicht der Kinderrechtsorganisation mehr finanzielle Mittel für eine chancengerechte Bildung und zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland, sowie eine bessere finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe. Und auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sowie in den Klima- und Umweltschutz sind dringend angezeigt. Wichtige Aufgaben für die nächste Bundesregierung sind zudem Maßnahmen zur Demokratieförderung, die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz und eine umfassende Strategie zur Umsetzung der Kinderrechte für Bund, Länder und Kommunen. Diese bilden den Rahmen, um bei allen Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, ihr Wohl vorrangig zu berücksichtigen und eine Kinderrechtsperspektive zu garantieren.

„Wir müssen es für die Zukunft unserer Demokratie schaffen, gleichermaßen den Interessen aktueller Generationen als auch zukünftiger Generationen gerecht zu werden. Andernfalls lösen wir aktuelle Herausforderungen einseitig auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Wir sehen, dass die Belange junger Menschen in Deutschland nach wie vor systematisch vernachlässigt werden. Das stellt unsere Gesellschaft zunehmend vor eine Zerreißprobe. Deshalb braucht es endlich konsequente politische Initiativen und Entscheidungen für eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern. Investitionen in die Zukunftschancen junger Menschen sind kein Luxus, den wir uns nur dann leisten, wenn es uns gut geht. Vielmehr handelt es sich dabei um unerlässliche Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft unserer Gesellschaft, auch in Krisenzeiten“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Sowohl im Bundestagswahlkampf als auch jetzt bei der Diskussion über die Schuldenbremse und die anstehenden Koalitionsverhandlungen spielen die Belange der Kinder und Jugendliche keine Rolle. Hier muss dringend nachgebessert werden, auch durch die Einbeziehung der Sichtweisen der jungen Generation. Wir sehen ja, dass das politische Interesse und das Engagement der Jugend in Deutschland deutlich zugenommen haben. Das gilt auch für die Tatsache, dass sich mittlerweile mehr als die Hälfte der Jugendlichen aktiv über Politik informiert und die Bereitschaft, selbst aktiv zu werden, deutlich gestiegen ist. Als Kinderrechtsorganisation plädieren wir auch deshalb für eine stärkere Berücksichtigung von Kinder- und Jugendinteressen in der Politik. Dabei sollten die Kinder und Jugendlichen selbst mit ihren Bedürfnissen der Ausgangspunkt der Überlegungen sein. Um ihre Interessen zu kennen und zu sichern, müssen sie gefragt und eingebunden werden“, sagt Holger Hofmann.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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