Deutsches Kinderhilfswerk beteiligt sich am 13. Kinder- und Jugendhilfetag in Essen

Unter dem Motto „Gerechtes Aufwachsen“ findet vom 18. – 20. Juni der 13. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag in Essen statt. Das Deutsche Kinderhilfswerk wird sich mit einem Informationsstand in Halle 11, Stand 116 beteiligen und dort seine Aktivitäten vorstellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Programmabteilung stehen für Gespräche und Diskussionen bereit und informieren über aktuelle Projekte und Aktionen. Außerdem wird das Deutsche Kinderhilfswerk in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband mit zwei beachtenswerten Fachvorträgen vertreten sein. Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein.

Bildung in Deutschland – Zu den Konsequenzen aus dem Bericht des UN-Sonderberichterstatters Vernor Munoz
Am 21. März 2007 legte der UN-Sonderberichterstatter für Bildung, Vernor Munoz, beim UN-Menschenrechtsrat in Genf einen Bericht zur Bildungssituation in Deutschland vor. Durch den Bericht wird deutlich, dass die Bundesländer nicht den Weg aus der Bildungskrise finden. Von Schleswig-Holstein bis Bayern wurden bislang keine zufrieden stellenden Erfolge bei der Herstellung von Chancengleichheit erzielt. Zur Bekämpfung der Bildungskrise in Deutschland gehört u.a. das Konzept des ‚Länger gemeinsam lernen’ ebenso wie Maßnahmen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund am deutschen Bildungssystem. Für eine bessere Bildung in Deutschland muss aber auch die Kinderarmut wirksam bekämpft werden. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler bei
der notwendigen Umgestaltung des deutschen Bildungssystems ebenso wie bei der Gestaltung der Schule selbst beteiligt werden. Eine aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auch bei der Entwicklung von Lehrplänen und Methoden in der Schule ist sinnvoll und notwendig. Der Vortrag beleuchtet diese verschiedenen Facetten und Lösungsansätze.

Referent: Uwe Kamp, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Ort: Gruga – Konferenzraum H
Zeit: 19.06.2008 17:30 – 18:15 Uhr

Gerechtes Aufwachsen durch Intercultural Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe
Grundsätzlich geht das Prinzip „Intercultural Mainstreaming“ (IC) davon aus, dass sich die Lebenswirklichkeit von Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund in vielen Bereichen unterscheidet. Nicht erkannte Unterschiede können dazu führen, dass scheinbar neutrale Maßnahmen Migrant/innen und Nicht-Migrant/innen in unterschiedlicher Weise beeinflussen und sogar bestehende Unterschiede noch verstärken. IC bedeutet grundsätzlich danach zu fragen, wie sich Maßnahmen und Gesetzesvorhaben jeweils auf Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auswirken und wie sie zum Ziel der Chancengleichheit beitragen können. IC ist eine Strategie, die die Anliegen und Erfahrungen von Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund in die Entwicklung, Planung, Organisation, Durchführung,
Überwachung und Evaluierung von Entscheidungsprozessen und politischen Maßnahmen selbstverständlich einbezieht. Der Vortrag untersucht die Möglichkeiten, den dieser Ansatz für die Kinder- und Jugendhilfe bietet und welche Chancen für ein gerechtes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sich dahinterverbergen.

Referent: Uwe Kamp, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Ort: CC-Süd – Konferenzraum R
Zeit: 19.06.2008 12.45 – 13.30 Uhr


Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher und stellvertretender Bundesgeschäftsführer (Tel.: 030/308693-11, E-Mail: kruse@dkhw.de)


Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich bundesweit für mehr Chancen für alle Kinder in Deutschland ein. Mit der Initiative „Chancen spenden“ (www.chancen-spenden.de) unterstützt es insbesondere sozial benachteiligte Kinder. Jede kleine und große Spende ist beim Deutschen Kinderhilfswerk herzlich willkommen, um so einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Kinderarmut und für mehr Chancengleichheit in Deutschland zu leisten.

Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 35 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

Bitte helfen Sie: Spendenkonto 333 11 11, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00

Spenden können Sie aber auch unter www.dkhw.de oder www.chancen-spenden.de
oder in die Spendendose in Ihrer Nähe

Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher (030/30 86 93 11)


Pressemitteilung als PDF downloaden

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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