Deutsches Kinderhilfswerk: Baden-Württemberg muss Kinderrechte stärken

Das Deutsche Kinderhilfswerk drängt angesichts der Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg auf eine konsequente Stärkung der Kinderrechte. In Schreiben an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und den CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl hat das Deutsche Kinderhilfswerk dazu eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Diese betreffen Fragen der Landesverfassung und der Wahlaltersgrenze ebenso wie verbindliche Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in der Kommune, in Kindertageseinrichtungen und in Schulen.

„Die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, ist in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt. Diese Konvention ist geltendes Recht in Deutschland. Auch deshalb gehören Kinderrechte ins Zentrum der Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg. Der Koalitionsvertrag muss dem unbedingt Rechnung tragen. Denn die Gestaltung der Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche wird maßgeblich über die Zukunftsfähigkeit des Landes Baden-Württemberg mitentscheiden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„So brauchen wir in Fragen der Beteiligung einen tief greifenden Wandel im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern. Kinder und Jugendliche sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten. Ihre Beteiligung ist der Schlüssel zu einer demokratischen Gesellschaft. Diese Maxime sollte das Leitbild sowohl für das staatliche als auch das gesellschaftliche Handeln in Baden-Württemberg sein“, so Hofmann weiter. „Um dies zu erreichen, hat das Deutsche Kinderhilfswerk einen Katalog mit 15 konkreten Handlungsvorschlägen für eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kinder- und Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg vorgelegt. Diese betreffen den Ausbau der Kinderrechte in der Landesverfassung und Fragen der direkten Kinderinteressensvertretungen ebenso wie Verbesserungen der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in der Kommune, in Kindertageseinrichtungen und in Schulen.“

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Spielen statt parken

In Nürtingen gibt es keinen Spielplatz, der für alle Kinder inklusiv und barrierearm ist. Dafür aber jede Menge Parkplätze. Also müssen die Kinder im Projekt "Vom Autoverwahrplatz zum inklusiven Spielort" selbst aktiv werden und einen ganz eigenen inklusiven Spielplatz entwerfen. Unser Projekt des Monats!

gamescom congress 2026: "Zwischen Jugendschutz und Teilhabe: Games in der Kinder- und Jugendarbeit"

Der gamescom congress findet im Rahmen der gamescom 2026 am 27. August 2026 auf dem Messegelände im Confex in Köln statt. Als Deutsches Kinderhilfswerk sind wir an diesem Tag mit einem Panel zum Thema “Zwischen Jugendschutz und Teilhabe: Games in der Kinder- und Jugendarbeit” ab 14.30 auf Stage C vertreten.

Digitale Spiele prägen jugendliche Lebenswelten, sie sind daher auch ein wichtiger…

Demo vor dem Kanzleramt

Hitzegipfel jetzt!

Kinder sind eine besonders vulnerable Gruppe, da sie sehr sensibel auf Hitzestress reagieren. Wir fordern eine sofortige Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen an allen Orten, an denen sich Kinder überwiegend aufhalten wie Kitas, Schulen und Spielplätze. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis haben wir dafür vor dem Bundeskanzleramt demonstriert.