Deutsches Kinderhilfswerk: Am Welttag der sozialen Gerechtigkeit auch Kinderarmut in Deutschland in den Fokus nehmen

 

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert am Welttag der sozialen Gerechtigkeit die Bundesregierung auf, endlich wirksame Maßnahmen gegen die Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen. „Viele der politisch Verantwortlichen in Deutschland haben sich anscheinend an die hohe Kinderarmut in unserem Land gewöhnt. Natürlich ist die Situation in Deutschland nicht mit der Lage in den ärmsten Ländern der Erde vergleichbar. Aber leider sind wir auch in Deutschland von den auf dem Kopenhagener Weltgipfel für soziale Entwicklung abgegebenen Selbstverpflichtungen noch weit entfernt“, erklärt die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Dr. Heide-Rose Brückner. „Nach Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes ist in Deutschland jedes fünfte Kind von Armut betroffen. Das sind rund 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Immer mehr Familien in Deutschland geraten ohne eigenes Verschulden in nahezu ausweglose finanzielle Situationen. Hier muss Abhilfe geschaffen werden, damit das Recht von Kindern auf soziale Sicherheit und Chancengleichheit im Sinne des Artikels 27 der UN-Kinderrechtskonvention gewährleistet ist“ so Brückner weiter.Deshalb fordert das Deutsche Kinderhilfswerk die Bundesregierung auf, umgehend ein Nationales Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung soll dazu gemeinsam mit Ländern und Kommunen ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit konkreten Zielvorgaben vorlegen, mit dem der Kinderarmut wirkungsvoll begegnet werden kann. Dabei muss es sowohl darum gehen, materielle Verteilungsgerechtigkeit herzustellen als auch verbesserte Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dazu gehört auch der beim letzten Krippengipfel vereinbarte fristgerechte Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder mit einer gleichzeitigen Qualitätsoffensive für eine bessere frühkindliche Bildung.Außerdem müssen gezielte Mitbestimmungs- und Mitwirkungschancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie qualifizierte Begleitung bei ihrer Mitwirkung in Kommunen, Schulen und Kindertageseinrichtungen geschaffen werden. Zudem müssen Kinder mit Migrationshintergrund über ein Bildungsprogramm gefördert werden, das um interkulturelle Inhalte ergänzt wird und eine gezielte Sprachförderung sicherstellt.Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, PressesprecherTelefon: 030-308693-11Mobil: 0160-6373155Fax: 030-2795634Mail: presse@dkhw.deInternet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V., Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit 40 Jahren für Kinderrechte, Beteiligung und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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