Deutsches Kinderhilfswerk hilft 70 Schulkindern in Bremen

Dank Spenden aus der Aktion „Weihnachtswunder“ vom Deutschen Kinderhilfswerk und Radio Bremen können sich 70 Erstklässlerinnen und Erstklässler über neue Schulranzen zum Schulstart freuen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt heute in Bremen 70 Schulranzen an Erstklässlerinnen und Erstklässler. Damit soll Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen ein guter Schulstart ermöglicht werden. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel. 

Finanziert wurden die Schulranzen mit Spendengeldern aus der Aktion „Weihnachtswunder“ vom Deutschen Kinderhilfswerk und Radio Bremen. Bei der Spendenaktion im Dezember 2024 waren mehr als 175.000 Euro für Kinder aus Bremen, Bremerhaven und Niedersachen zusammengekommen, die unter anderem für Bildungsprojekte eingesetzt werden.

Claudia Keul, Referentin für den Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes, betont: „Die Preise für Schulranzen sind in den letzten Jahren um bis zu 20 Prozent gestiegen. Besonders Familien, die ein geringes Einkommen haben oder Sozialleistungen beziehen, sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket reichen bei Weitem nicht aus, um die Kosten für die Einschulung zu decken. Die Familien müssen dann an anderer Stelle sparen – und wenn das nicht möglich ist, bleiben die Kinder ohne passende Schulausstattung. Mit der bundesweiten Schulranzenaktion wollen wir einen chancengerechten Schulstart ermöglichen und die Familien entlasten.“ 

„Viele Familien mit geringem Einkommen aus unserem benachteiligten Stadtteil Bremen-Blumenthal können ihre Kinder oftmals nicht mit dem erforderlichen Schulbedarf ausstatten. Das fängt mit dem Ranzen für die Erste Klasse an. Deshalb ist die Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerkes so wichtig“, sagt Andreas Bähr, Geschäftsführer der Bildungsbrücke in Bremen-Blumenthal. 

„Die Familien, insbesondere deren Kinder, waren ganz aufgeregt“, berichtet Quartiersmanagerin Carola Schulz. „Eine vernünftige Erstausstattung zum Schulbeginn ist die Voraussetzung für die Vorfreude auf die Schule."

Die Schulranzenaktion des Deutschen Kinderhilfswerkes soll dazu beitragen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer finanziellen Situation die gleichen Voraussetzungen für den Schulstart haben. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch die Realität sieht anders aus. Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Kindern fehlt es an elementaren Dingen wie einem Schulranzen oder einem Federmäppchen. 

Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk nicht nur durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, sondern auch durch unbürokratische Hilfe. Dabei wurden seit 2005 mehr als 32.000 Schulranzen im Wert von mehr als sechs Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt. Die Schulranzen sind mit Utensilien wie einem Turnbeutel, Schreibmaterialien und Lese- und Lernheften gefüllt.

Weitere Informationen und Rückfragen: Sandra Röseler, stv. Pressesprecherin

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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